Rohnbussard
Der Bau des Segelflugzeugs Rohnbussard begann vor zwei Jahren dank Stéphane vom GAM Yverdon. Stéphane, ein begeisterter Liebhaber von „Vintage“-Segelflugzeugen, schlug mir vor, Schleppflüge und Segelflüge zu unternehmen. Also habe ich mir eine 1,70 m lange PC6 zum Schleppen zusammengebaut, was mir großen Spaß gemacht hat, und wir hatten viel Freude dabei. So kam eins zum anderen, und wir kamen zu dem Schluss, „größer zu denken“. Die gute Idee, einen „Bussard“ zu bauen, ließ nicht lange auf sich warten: Ich gab die Bestellung Ende 2017 auf, und der Bausatz traf etwas verspätet Ende Januar 2018 ein. Also habe ich mich richtig ins Zeug gelegt, um noch in diesem Jahr fliegen zu können.
Vor dem Bau habe ich mich etwas über den Rohnbussard informiert, um Fotos und Angaben zu seinen technischen Daten zu finden, da der Bauplan sehr knapp gehalten ist. Eine der größten Anpassungen bestand darin, das Befestigungssystem des Flügels vom Original zu übernehmen und anschließend ein System zu entwickeln, um ihn am Rumpf zu befestigen. Nachdem dies erledigt war, krempelte ich die Ärmel hoch und machte mich an die Arbeit.
Zum Modell gibt es kaum Erläuterungen, da die Bauanleitung gar nicht existiert
(!) und außerdem enthielt der Bausatz nur Rumpfspanten und Flügelrippen: ziemlich spärlich. Für einen „Short Kit“ war das ein sehr „kurzer“ Bausatz! Es müssen noch die Servos in den Tragflächen und im Rumpf befestigt werden. Um es mir zu erleichtern, habe ich Aluminium-Servohebel für die Ruder montiert. Ich musste Teile überarbeiten, ein System zur Montage der Flügel anfertigen, die Servos einbauen und eine Platine im Rumpf anbringen. Die Bordelektronik ist sehr einfach gehalten: Spannungsregler, ein 3S-LiPo-Akku, drei
Servos und ein Empfänger. Um den Schwerpunkt einzustellen, benötigte ich 2 kg Blei direkt hinter dem ersten Rippenpaar des Rumpfes, und trotzdem wiegt der Segler in flugfertigem Zustand 7.800 g bei einer Spannweite von 4.767 mm.
Ich habe etwa 400 Arbeitsstunden gebraucht, um diesen schönen Gleiter im Maßstab 1:3 zu bauen, dessen Original 1933 seinen Erstflug absolvierte.
Jean-Luc Zogg


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