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Trimmgewichte aus Wolfram

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Der Segelflug ist zu einem Hochleistungssport mit nationalen und internationalen Wettbewerben geworden. Zum Beispiel im F3B-RC-Segelflug – ein Dreikampf aus Zeit-, Strecken- und Geschwindigkeitsflug. Jens Buchert, F3B-Mannschaftsweltmeister berichtet: «Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sind aber auch die richtigen Materialien für jedes Bauteil wichtig. Denn je grösser und schwerer die Flugzeuge werden, desto mehr wirkt sich dies auf ihre Flugdynamik aus.» Dabei verwenden Modellbauer meist High-Tech-Materialien wie carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) für ihre Modelle, um höchste Festigkeit bei möglichst geringem Gewicht zu erhalten. Allerdings werden auch Materialien wie Blei für die Herstellung von Trimmgewichten verwendet, um eine optimale Trimmung zu erreichen. Auch Buchert nutzte bis vor einiger Zeit noch Blei zur Trimmung und musste wegen des toxischen Materials besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen – beispielsweise mussten die Bleigewichte lackiert oder mit Kunstharz umgossen werden. «Vor etwa fünf

Jahren suchte ich nach einem geeigneteren Herstellungsmaterial für Trimmgewichte, um auf Blei verzichten zu können und trotzdem die hohen Anforderungen für die Wettkämpfe zu erfüllen», so Buchert. «Dabei entdeckte ich, dass sich Wolfram durch seine hohe Dichte besonders gut als Alternative eignet. Da ich aus beruflichen Gründen bereits Kontakt zu den Bayerischen Metallwerken und der Gesellschaft für Wolfram Industrie mbH hatte, liess sich meine Idee mit deren Unterstützung leicht in die Tat umsetzen.»

Aufgrund der hohen Dichte von Wolfram können die Trimmstücke ausserdem kleiner hergestellt werden, als dies mit einem anderen Metall bei gleichem Gewicht möglich wäre. Zum Beispiel ist ein Trimmgewicht aus Stahl etwa 2,5-mal grösser als ein Wolframstück mit gleichem Gewicht. Dank der Verwendung von Wolfram statt Stahl oder Blei benötigen diese Trimmgewichte weniger Platz und die Ballastkammer kann in der Folge kleiner gebaut werden. Dadurch ist es möglich, den Rumpf aerodynamischer zu gestalten, wodurch



der Luftwiderstand verringert und die Fluglage optimiert wird. «Auch in anderen Bereichen des Modellbaus ist der Einsatz von Wolfram denkbar», resümiert Buchert. «So werden für Modellrennautos bereits jetzt besondere High-Tech-Werkstoffe verwendet, um eine grössere Realitätsnähe und ideales Fahrverhalten zu erzielen. Mit Wolfram kann auch dort ein möglichst niedriger Schwerpunkt erreicht werden, wodurch sich die Strassenlage des Modellautos deutlich verbessert.»

Mehr Informationen unter:
www.wolfram-industrie.de




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