Geschichte

Schweizer Meisterschaften für Gummi- und Verbrennungsmotormodelle in Buochs

von Werner Heise
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Organisation: MG Nidwalden

Text: Werner Heise, Bilder: Erich Rohrer

Die diesjährige Meisterschaft wurde von der MG Nidwalden unter Leitung von Hans Weber übernommen.

Wetterlage: Ganzer Tag eine Hochnebeldecke mit zeitweisem Nieselregen. Relativ kalt, ca. 14°. Richtiges Modell-Leistungswetter!


F1B:

Eine erfreuliche Teilnehmerzahl bei den Gummilern. 16 angemeldete Piloten – 14 am Start – 13 gewertet. Ein Hochleistungsmodell erreichte bei der erwähnten Wetterlage genau 180 Sekunden bei einer Steigflughöhe von 70–80 Metern. Der Gummi war bei der kalten Temperatur hart und konnte nur zu 85–90% aufgezo-gen werden. Strangrisse waren an der Tagesordnung, doch dank der widerstandsfähigen Aluminiumrümpfe – die praktisch alle Teilnehmer verwendeten – war dieser Schaden schnell behoben. Die F1B-Modelle sind seit der Erkenntnis der PIG-Steuerung wesentlich vereinfacht worden. Es braucht keine Winkeldifferenzsteuerung und auch keine Kurvensteuerung mehr. So kommt man mit einem normalen 6-Minuten-Zeitschalter für die Thermikbremse aus.


F1C:

7 gemeldete Teilnehmer – alle am Start – aber nur 4 gewertet! Diese Zahlen zeigen, dass die hochgezüchtete F1C-Kategorie ein hohes Wissen der aerodynamischen Gesetze voraussetzt. Man muss genau wissen, was das Modell bei nur einer Vierteldrehung eines Stellschraubchens macht. Ruedi Schenker zeigte in dieser Kategorie die ausgeglichensten, sicheren Steigflüge. Er siegte souverän mit 340" Vorsprung. Welche Wucht ein abstürzendes Modell aufweist, demonstrierte Peter Maurer. Sein Modell raste aus ca. 90 Metern mit laufendem Motor in die Asphalt-piste, wobei ein 2 cm tiefes Loch entstand. So imposant der Start eines F1C-Modelles ist, muss man doch auf die Unfallgefahr hinweisen. Durch die Leistungserhöhung der Motoren ist man heute auf einer Motorlaufzeit von nur noch 7 Sekunden. Hier sollte man eine neue Kategorie mit nur noch Ein-ccm-Motoren ins Leben rufen. Vor Jahren wurde ein Versuch in ähnlicher Richtung unternommen (bei gleicher Motorg-rösse Modellgewicht um 100% erhöht, statt 300 g/ccm 600 g/ccm), doch fand diese Kategorie VM-National nie recht Anklang. In Deutschland besteht eine Kategorie MS (Motorsegler) bis 1-ccm-Motoren und 20 Sekunden Motorlaufzeit.

Wer macht den Versuch, in dieser Richtung etwas Neues zu bringen?


Wettbewerbsablauf: Dank guter Vorbereitung der Teilnehmer – fast keine Pro-

starts – konnte die Durchgangszeit auf eine halbe Stunde verkürzt werden. Für die Verpflegung wurde ein Buffet aufgezogen mit sehr günstigen Preisen.

Um 15.30 Uhr fand die Rangverkündigung auf dem Platze statt. Noch erwähnenswert ist, dass der Wackefield-Wanderpreis (F1B), gestiftet vom AeCS, seit 1949 im Umlauf ist. Ein Lob dem Organisator MG Nidwalden für die gute Organisation.

Mit dem Wunsche, dass nächstes Jahr jeder Teilnehmer einen Kameraden mitbringt, steigen wir in die nächste Schweizer Meisterschaft.



Rangliste


Kategorie F1B
1. Gaensli Fritz, Dübendorf1255
2. Reifler Hans, Affoltern1251
3. Siebenmann Dieter, Affoltern1209
4. Rohrer Erich, Dübendorf1104
5. Suter Max, Dintikon1029
6. Eggimann Walter, Bern991
7. Erismann Ruedi, Olten903
8. Heise Werner, Furttal836
9. Urban Thomas, Dübendorf798
10. Sager Kurt, Schönenwerd745
11. Waser Josef, Nidwalden733
12. Sommerhalder R., Männedorf604
13. Brennwald E., Männedorf400

Kategorie F1C
1. Schenker Ruedi, Schönenwerd1177
2. Bärtschi Andres, Bern837
3. Maurer Peter, Bern832
4. Schoder Hans, Dintikon643


Links: Alle drei Medaillen bei den «Gummilern» gingen in die Region 5. Hans Reifler, Affoltern (Bildmitte), wurde Zweiter.

Unten: Ein kleines «Outdoor»-Gummimotormodell, das von D. Siebenmann durchgeführt wurde. US-Bausatz für ca. Fr. 4.—.



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