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Strom statt Benzin

von Thomas Portmann
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In diesem Jahr feiert der Modellflugverein Nimbus sein 30-jähriges Bestehen. Als Jubiläumsgeschenk realisierte der Verein den Einsatz eines GPS-gesteuerten Mähroboters.



Seit 30 Jahren ist der Modellflugverein Nimbus im Seehof in Geiss beheimatet. Die gute Beziehung zur Vermieterfamilie und den Anwohnern der Umgebung wird jedes Jahr mit einer Einladung und Grillparty gefestigt. Dank eines gut ausgearbeiteten Flugreglements sind wir bis jetzt von Reklamationen wegen Lärmbelästigung verschont geblieben und kleine Differenzen werden, falls notwendig, gerne im gegenseitigen Gespräch diskutiert. Unser Fluggelände beinhaltet eine Rasenpiste inmitten schönster Landschaft. Dank umsichtigem Einsatz von Düngemittel und Verzicht auf Pestizide ist eine naturnahe Umgebung eines unserer Anliegen.


Regelmässige Rasenpflege

Die regelmässige Pflege der Rasenpiste ist wohl eine der Hauptaufgaben eines jeden Modellflugvereins. Bis anhin war dies die Aufgabe unserer Mäher-Crew, die in der Hauptsaison zwei Mal wöchentlich den Rasen schnitt. Der Arbeitsaufwand war gross und das Resultat nur teilweise befriedigend. Mühsam war das Mähen bei schlechtem Wetter oder während Trockenperioden. Falls man einmal nicht mähen konnte, war der Rasen so hoch, dass beim nächsten Schnitt das Schnittgut die Piste verschmutzte (Schnittgut wird nicht abtransportiert). Auf das Jubiläumsjahr hin haben wir uns einen GPS-gesteuerten Rasenroboter zugelegt, um die Bewirtschaftung unseres Geländes noch umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu mussten wir eine Ladestation mit Stromanschluss in der Nähe des Platzes realisieren. Unsere interne Elektronikabteilung mit der Firma Elias Häller, Buttisholz, übernahm die Aufgabe. Dazu wurde die Stromleitung von einem nahegelegenen Stromverteiler auf den Platz gezogen und an einem eigens dafür konstruierten Tisch herangeführt (Schreiner und Modellbauer Robert Disler). Jener dient gleichzeitig als Park- und Ladestation für den Mäher und mit zwei Mehrfachsteckdosen versehen auch als Ladestation für die Flugakkus. Ebenso wird der Tisch gerne als Aufbauunterlage oder zum Deponieren der Sendekoffer benutzt.


3000 Quadratmeter Rasen für den Husqvarna Automover 550 EPOS

Der Mähroboter ist für uns eine grosse Hilfe. Nun wird der Rasen im 24-h-Betrieb regelmässig geschnitten, die zu bearbeitende Fläche ist ca. 3000 Quadratmeter gross, der Mäher schafft aber Flächen bis 5000 m2. Für einen optimalen Schnitt sollte der Roboter um die 14 Stunden pro Tag arbeiten. Dies wird mit einem Mähplan für jeden Tag festgelegt, so wird während der Woche vor allem auch in der Nacht geschnitten und am Wochenende pausiert. Die Schnitttiefe ist stufenlos einstellbar und per App zu bedienen. Der Rasen hat sich ohne weiteres Dazutun positiv entwickelt: Weniger Unkraut und ein regelmässiger Schnitt sowie dichteres Wachstum zeichnen sich ab. Ebenso wurde im nassen Sommer letzten Jahres der Rasen weiterhin gemäht – ein Einsatz des schweren Rasenmähers wäre in Teilbereichen der Piste unmöglich gewesen. Für den Betrieb braucht es einen GPS-Empfänger, der bei uns an einem Mast in der Nähe des Tisches realisiert wurde. Der Mähbereich wird per Abfahren definiert. Dies ist ein einmaliger Prozess. Die virtuelle Begrenzung, basierend auf satellitengestützter Technologie bietet eine Genauigkeit von 2 bis 3 cm. Es braucht also keine Begrenzungskabel, die in der Landwirtschaftszone gerne dem Mäusefrass zum Opfer fallen. Der Mäher lässt sich bequem von zu Hause per App steuern. Diese Aufgabe ist auf zwei Mitglieder verteilt, die den Mäher bei Unwetter oder Starkregen parken. Der Automover beinhaltet einen aktiven Diebstahlschutz; wird er vom Gelände entfernt ohne Eingabe von Kennwort und Code auf der App, ertönt ein lautes Alarmsignal und der Mäher ist dank GPS jederzeit zu orten. Laut Herstellerfirma Husqvarna wurde noch nie ein Modell der GPS-Reihe gestohlen, da ein Betrieb ohne Identifikation gar nicht möglich ist. Unser John Deere wird weiterhin zum Mähen des Parkplatzes und der Zufahrt gebraucht, jedoch nur noch einmal wöchentlich. Dadurch ersparen wir uns Servicekosten und Manpower. Fazit: Dank der grosszügigen Unterstützung der Firma Martin Ruckli AG sowie der Herstellerfirma Husqvarna konnten wir mit dem Modell Automover 550 bis jetzt nur positive Erfahrungen sammeln. Die Kosten belaufen sich mit allem um



Während des Flugbetriebs muss der Mäher zwingend ruhen

Während des Flugbetriebs muss der Mäher zwingend ausser Betrieb gesetzt werden, um Kollisionen bei Start und Landung zu vermeiden. Dazu wird einfach der Stopp-Knopf gedrückt und der Mäher am Pistenrand deponiert, um ihn nach Feierabend erneut auf die Piste zu stellen und den Start-Knopf drücken. Danach arbeitet unser «Robi», wie ihn inzwischen alle liebevoll nennen, ohne Murren Tag und Nacht.


Autor:
Thomas Portmann, Präsident
MFV Nimbus, Löwenacher 3,
Ruswil, Telefon 079 276 53 01.
Mehr Infos unter:
www.modellflug-nimbus.ch




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