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Bau der Pilatus PC 24

von Arnold Meier
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Ich fühlte mich als Schweizer verpflichtet

Ich wurde öfters gefragt, was mich zum Nachbau dieses PC 24 bewogen hat. Für mich als Schweizer war dies auch eine patriotische und emotionale Entscheidung. Als engagierter Modellbauer fühlte ich mich geradezu verpflichtet, dieses Flugzeug als Modell in einer ansprechenden Grösse zu bauen.



verpflichtet



Ab einem A4-Blatt

Über den Bau und die Entstehung dieses Modells mit 3000 Konstruktions- und Arbeitsstunden gäbe es viel zu berichten. Ich möchte lediglich erwähnen, dass ich die Konstruktion mit Massen und Form aus einem A4-Prospektblatt mit der Umrechnung der bekannten wichtigsten Masse, geschossenen Fotos in Genf und anlässlich des Rollouts am 1. August 2014 errechnete. Als ich mich zum Nachbau dieses PC 24 entschloss und über die Presse und speziell am 21. Mai durch die Tagesschau im



Diese Tagesschau-Sendung gab den Anlass unverzüglich nach Genf an die Ausstellung EBACE der European Business Aviation Convention zu fahren.

Schweizer Fernsehen erfuhr, dass ein Modell in voller Grösse an der EBACE in Genf zu sehen sei, machte ich mich am 22. Mai 2013 per SBB mit meiner Kamera auf den Weg. An der Ausstellungskasse angekommen, erfuhr ich den Eintrittspreis von Fr. 240.–. Zuerst musste ich mich einmal für 10 Minuten hinsetzen und überlegen, ob ich nicht unverrichteter Dinge gleich wieder nach Hause fahren sollte. Heute kann ich sagen, glücklicherweise kramte ich dann die Kreditkarte doch hervor und schluckte die bittere Pille des hohen Eintrittspreises.


Unterstützung durch Pilatus

Bei meinem Besuch bei Pilatus konnte ich über mein Vorhaben des PC 24 RC Modell-Nachbaus orientieren. Ich kann mir vorstellen, dass den Leuten diese Sache seinerzeit schon etwas überzogen vorkam. Ich möchte mich bei Pilatus für die grosse Hilfe und Unterstützung wäh-



rend der Bauzeit herzlich bedanken. Es ist mir ein Bedürfnis, meine beiden Freunde Julius Jezerniczky und Dani Vogt in das Dankeschön einzubeziehen. Neben der grossen Hilfe bei der Bemalung und dem Outfit sind diese beiden kompetenten Jet-Modellflieger unter der Initiative von Julius verantwortlich, dass dieses Modell anstelle des ursprünglich vorgesehenen Impeller-Antriebs mit Mini-Turbinen inklusive der Elektronik umgebaut wurde. Julius sagte, ein solch schöner «Vogel» müsse unbedingt auch den richtigen Jet-Sound und -Geruch haben. Julius als erfahrener Modell-Jet-Pilot flog zusammen mit Dani als Co-Pilot das Modell in bewundernswerter Perfektion.

Arnold Meier


Wichtigste technische Daten
Flügelspannweite:3040 mm
Rumpflänge:2800 mm
Höhe:870 mm
Gewicht (Take Off):20 kg
Turbinen: 2× Kolibri 50T, Total:10 kg (100N) Schub


Die genauen Masse der Schablonen können mit der Grund- und Seitenkonstruktion errechnet werden, dagegen müssen die Masse in den Schablonenrundungen mangels eines CAD-Programms (hatte man früher auch nicht zur Verfügung) mit Kurvenschablonen «nach Augenmass» und zur Kontrolle mit einer Leiste erarbeitet werden.




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