20. Heliplausch 2006 der MG-Falknis
Zum 20. Male führte die Modellfluggruppe Falknis den bekannten und beliebten Heliplausch für Anfänger, fortgeschrittene und erfahrene Helipiloten durch. Insgesamt 16 Piloten stellten sich an diesem Jubiläumsanlass der Herausforderung. Nebst dem eigentlichen Wettbewerb ist stets genügend «Luftraum» vorhanden für das freie Fliegen, Vorzeigen besonderer Modelle oder andere Flugvorführungen.
Zum vierten Mal in Folge stand dieser Anlass in meiner Agenda, leider fand sich diesmal eine minimale Teilnehmerzahl in Balzers ein! Peter Krättli, Präsident der MG-Falknis, und ich, machten uns Gedanken darüber, woran es liegen mag, denn bisher war es genau diese Art Wettbewerb, die noch am meisten Modellheliflieger zu motivieren vermag. Zudem war ich überzeugt, dass sich die MG-Falknis zu diesem Jubiläumsanlass etwas Spezielles einfallen lässt, wer weiss? Bei diesem Wettbewerb gilt es, vier Aufgaben auf Zeit fliegerisch zu lösen. Ziel ist es, möglichst ohne Bodenberührungen und in kürzester Zeit den Parcours zu beenden. Der Parcours ist in Beilage 1 (nicht
| Rang | ||
|---|---|---|
| 1 | Fritz Keller | 6000 |
| 2 | Theo Fäh | 5756 |
| 3 | Peter Krättli | 5723 |
| 4 | Niklaus Fäh | 5584 |
| 5 | Martin Fäh | 5504 |
massstäblich) aufgezeichnet. Besondere Diskussionen gab es beim Umstossen der Flaschen in Bezug auf die montierten Kufen am Helikopter! Wie sich später zeigte, hatte hier das Modell des Siegers besondere Vorteile bezüglich deren Länge. Wie gewohnt nimmt man den offiziellen Zeitplan bei diesem Anlass nicht so ernst, Plausch, Diskutieren, Erfahrungen tauschen und Gemütlichkeit sind angesagt. Mit dem Briefing, um ca. 9.30 Uhr, setzte auch Präsident, Wettbewerbsleiter, Hauptorganisator und Teilnehmer Peter Krättli mit dem Kommentieren und «Sprücheklopfen» ein. Auch diesmal hielt seine Unterhaltung an bis zum letzten Teilnehmer. Ruhe kehrte lediglich ein, wenn er selbst mit seinem Modell den Parcours abflog. Ein spezielles «Opfer» war nicht auszumachen, Werner Joller zum Beispiel, fehlte. Nach dem ersten Durchgang galt die Aufmerksamkeit vermehrt Fritz Keller mit seinen Kufen! Das wiederum herrliche Sommerwetter und die leider geringe Teilnehmerzahl liessen die Frage nach drei Durchgängen aufkommen.
Nach zwei Durchgängen stand der Sieger des 20igsten Anlasses fest und darf im folgenden Jahr nicht als Konkurrent antreten. An der Spitze ging es spannend zu und her. Massgebend war die Zeit, welche wie angeönt beim Flaschenumstossen oder Pylonaufheben verloren ging. Die Androhung von Peter Krättli, 2007 die quadratische

Holzunterlage auf ca. 1 m×1 m zu erhöhen, wird ganz sicher umgesetzt, gäll Fritz! Er hat ja wieder ein Jahr mehr Zeit, für sich zu trainieren oder im nächsten Jahr ausser Konkurrenz dabei zu sein? Die stärksten Nerven, eine ruhige Hand am «Knüppel» oder halt das beste Training wird weiterhin die Spitze ausmachen. Das nötige «Quäntchen» Glück braucht es natürlich immer noch dazu.
Ein Pechvogelpreis kam nicht zur Verleihung, ob er vergessen wurde oder ob sich diesmal einfach keiner aufdrängte, bleibt dahingestellt. Der mutige Teilnehmer mit seinem ZOOM 400, der bis zum Bandumfliegen kam und als Einziger einen E-Heli einsetzte, wäre vielleicht ein Kandidat gewesen? Früher als sonst üblich ging um ca. 15.00 Uhr mit der Rangverkündigung ein wunderbarer Modellflugtag zu Ende. Nebst den mehrmaligen, eindrucklichen 3D-Vorführungen von Marcel Gretener und den Demos des neuen F3C-FAI-Programms von Theo Fäh fehlten weitere Attraktionen. Leider keine Scale- oder Semiscalehelis waren da, was diesen Anlass bisher attraktiv und interessant gehalten hat. Der 20igste Heliplausch bei der Modellfluggruppe Falknis in Balzers wurde daher stark durch die eigenen Mitglieder geprägt. Da ist einiges Potenzial vorhanden, wie gezeigt wurde, kann aber nicht der Sinn eines Veranstalters sein. Es ist klar, dass sich der Verein für 2007 überlegt, ob und wie man damit weiterfahren will.
An die Organisatoren und Helfer der MG-Falknis geht ein herzlicher Dank und ich hoffe, dass sie sich nicht entmutigen lassen. Hoffentlich finden im 2007 wieder mehr Modellhelipiloten den Weg nach Balzers, auch aus dem angrenzenden Ausland! Ohne den erwarteten Höhepunkt ging der Plauschwettbewerb zu Ende, für mich ein wiederum erfreulicher Tag in der Modellhelikopterszene 2006. Bravo und besten Dank. Weitere Bilder sind zu finden im Internet:
*Walter Heller, MG-Rapperswil-Jona*


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