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Nick Ziroli Curtiss P-40 E im Massstab 1:4,8

von Dani Baumann
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Da ich bereits seit einigen Jahren eine Mitsubishi Zero von Ziroli im Hangar habe, kam der Wunsch auf, den damaligen Rivalen – eben eine Curtiss P-40 – ebenfalls von Ziroli, in kompletter Holzbauweise zu bauen. Als Vorlage diente mir eine Curtiss P-40 M des American Airpower Museum, Farmingdale/ NY. Dazu später mehr.


Vor zwei Jahren dann habe ich bei Ziroli in den USA sowohl Plan als auch einige Kunststoffteile direkt bestellt und bei Fun-Modellbau in Deutschland einen Holzbausatz dazu geordert.

Baubeginn: Grundsätzlich sind Ziroli-Bausätze relativ einfach aufzubauen, doch muss man einiges dazu beachten.

Die Pläne sind aus den 80ern, entsprechend genau sind auch die Holzteile, und einige konstruktive Ideen von Nick Ziroli sind nach heutigem Standard einfach nicht mehr sicher. Dazu ist ein einteiliger Flügel im Plan vorgesehen und die Anlenkung der Höhenruder erfolgt mittels Schubstangen – hier gehören meiner Ansicht nach entsprechende Servos direkt in die Dämpfungsflächen. Da ich nicht zu den ganz Schnellen beim Bauen zähle, zog sich der Bau nur langsam – dafür aber stetig – dahin. Ich wollte den Flügel in drei Teilen, damit der Flieger auf eigenen Beinen stehen kann. Somit musste ich einige Anpassungen vornehmen, dies vor allem weil die P-40 das Hauptfahrwerk um 90 Grad rotierend nach hinten einzieht (ähnlich der Corsair) und ich noch Platz für die Flügelsteckung brauchte.

Ebenso ist Ziroli auf Robart-Fahrwerke angepasst und ich verwende hier ein älteres WABO-Pneumatikfahrwerk, welches wesentlich solider ist und auch bessere Dämpfungseigenschaften besitzt, das aber nicht in die vorgesehene Aufnahme passt.

So nach und nach sah das Ganze dann langsam aus wie eine P-40 und ich konnte sowohl Flügel wie auch Rumpf mit Balsaholz beplanken und anschließend mit einem Glasgewebe von 80 g überziehen. Dann sah das Ganze in etwa so aus: Wenn es etwas im Modellbau gibt, das ich wirklich am liebsten weglassen würde, dann ist es das Schleifen und Spachteln einer GFK-Oberfläche. Aber was sein muss, muss eben sein. Ich verwende Arweitex-Spachtel, mit dem sich die Stoffstruktur relativ gut überdecken lässt und der eine sehr gute Basis für die spätere Lackierung bildet.

Grundiert habe ich das gesamte Modell mit Kunstharzemail, das zwar wesentlich länger zum Durchtrocknen benötigt, dafür aber eine sehr strapazierfähige Lackschicht bildet.



Tragfläche mit Rumpf, beglast und geschliffen.

die Stoffstruktur relativ gut überdecken lässt und der eine sehr gute Basis für die spätere Lackierung bildet.

Grundiert habe ich das gesamte Modell mit Kunstharzemail, das zwar wesentlich länger zum Durchtrocknen benötigt, dafür aber eine sehr strapazierfähige Lackschicht bildet.


Lackierung

Lackierung: Die gesamte Lackierung habe ich mit der Schaumstoffwalze gerollt, was zu einem – zumindest für mich – sehr akzeptablen Resultat geführt hat und keinen Farbnebel im gesamten Hobbyraum hinterlässt. Das typische Haifischmaul habe ich lackiert und geklebt.

Als Vorlage wollte ich eigentlich eine P-40 des American Airpower Museum aus New York – nämlich «the Jacky C.2» – mit den entsprechenden Markierungen verwenden. Trotz mehrmaligem Kontakt via E-Mail habe ich von den Amis jedoch keine Antwort erhalten und somit wurde diese Vorlage ein wenig angepasst.

Der fliegende Tiger sowie das Sharkmouth vorne waren zwingend, ebenso das Muster der Camouflage und anstelle von «Jacky C» verwende ich den Namen meiner Frau. Das soll bekanntlich Glück bringen. Zu guter Letzt wurden noch einige Hundert Nieten mit dem Lötkolben eingebrannt und das gesamte Modell mit Vallejo-Wasserfarbe mit dem nötigen Weathering versehen.

Motorisiert wird die P-40 mit einem ZG 62-PCI, der seine Leistung an einen 24x10-Kohlepropeller abgibt.

Das ist zwar nicht scale, aber in Verbindung mit einem Edelstahltopf von Toni Clark äußerst leise und von der Performance her in der Luft mehr als ausreichend.

Persönlich finde ich es sowieso absolut unnötig, einen Warbird massiv zu übermotorisieren, um dann mit einem heulenden Prop im Überschallbereich über den Platz zu heizen. Scale geht anders meiner Ansicht nach.

Beim Erstflug hatte ich auch als «alter Hase» mit über 30 Jahren Modellflugerfahrung trotzdem eine gehörige Portion Nervosität, die jedoch völlig unnötig war.

Mit einer Spannweite von 238 cm und einem Abfluggewicht von 12,5 kg lässt sich der Flieger absolut vorbildgetreu fliegen. Wichtig dabei ist einfach ein weiträumiger Flugstil und keine hektischen Manöver.

Auch die Landung ist absolut problemlos, sofern man immer mit Gas bis an die Pistenschwelle fliegt und erst dann den Hebel zurücknimmt.

Abschliessend hat sich die ganze Arbeit mehr als gelohnt und die Curtiss P-40 ist eine absolute Bereicherung in meinem Hangar.

Bedanken möchte ich mich zum Schluss noch vor allem bei meiner Frau für ihre Engelduld und bei Markus und Rodito Nussbaumer für die tollen Film- und Fotoaufnahmen.




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