Schweizer Meisterschaft F4C Scale in Alpnach
Die Schweizer Meisterschaften F4C fanden in Alpnach auf dem Militärflugplatz statt. Die Meisterschaft erfreute sich so reger Nachfrage, dass am 5. August das Anmeldefenster wegen Kapazitätsengpässen geschlossen werden musste. Von 40 angemeldeten Piloten starteten letztendlich 35 in den Kategorien F4C (9), F4 Jet (8), F4 Heli Scale (7), F4 Heli Semi Scale (11). Fünf Piloten mussten kurzfristig absagen, weil die Maschinen nicht rechtzeitig fertig, bzw. im Training beschädigt wurden.
Nach dem Eintreffen der Helfer, der Piloten und der obligatorischen Registratur am Samstagmorgen erfolgte der bange Blick zum Himmel ebenso häufig wie die Konsultation der verschiedenen Wetter-Apps, welche zur Verfügung standen.
Aber alle Apps waren sich mehr oder weniger einig: Petrus hatte Lieferverzögerungen für das bestellte trockene Wetter und für den gesamten Tag waren Regen und heftige Windböen bis 45 km/h angesagt. Somit konnten am Samstag keine
Flugwettbewerbe stattfinden. Die Baubewertung begann jedoch pünktlich und konnte störungsfrei durchgeführt werden.
Prominente Besucher erschienen um 10.00 Uhr auf Einladung des OK zu einem informativen Apéro: Divisionär Bernhard Müller (Chef Luftwaffe), Oberst i Gst Werner Tarnutzer (Kommandant Flugplatz Alpnach), Hr. C. Amstad (Regierungsrat und Landammann OW), Hr. G. Durrer (Stv. Kdt. Polizei Obwalden), Hr. M. Moser (Gemeinde Alpnach) sowie
diverse Sponsoren. Nach dem Dank an die Vertreter der Luftwaffe, der Vertreter der Logistikbasis der Armee für die tolle langjährige Unterstützung und dem Dank an die Sponsoren erfolgte ein Rundgang durch die Modellflugausstellung, «Parkplätze» der Flächenflieger und der Helikopter. Alle Teilnehmer zeigten sich erstaunt über die Anzahl und den Detailreichtum der Modelle. Wir konnten zudem verschiedene Baustufen vom Roh- bis zum fertigen Super-Scale-Modell aufzeigen, um die Intensität
dieser Sportart und auch der Bandbreite aufzuzeigen.
Trotz des schlechten Wetters fanden gegen 200 Besucher den Weg auf den Flugplatz und genossen ersatzweise die Leckereien der Festwirtschaft. Da alle Modelle gut erreichbar- und sichtbar waren, war es für die Besucher trotzdem ein Highlight, weil sie sehr zwanglos mit den Piloten in Kontakt treten konnten und einen wunderbaren Blick auf die Modelle hatten.
Das abendliche Pilotenessen in einem Restaurant in der Nähe fand unter dem Motto statt: «Alles aufessen, damit am Sonntag schönes Wetter wird.» Dies war aber gar nicht so einfach, weil die Portionen an sich schon gross waren und auch noch ein leckerer Nachtisch aufgetischt wurde.
In der Nacht plante das OK noch einen sehr, sehr straffen Flugzeitplan (10-Minuten-Takt bei den Flächenmodellen, 15-Minuten-Takt bei den Helis) und Kürzung der Pausen, um allen Teilnehmern zwei Wertungsflüge zu ermöglichen, damit in allen Kategorien eine Meisterschaft ausgeflogen werden konnte.
Am Sonntag dann ein Lichtblick: Beim Briefing um 7.30 Uhr regnete es noch nicht, und nach Konsultation der verschiede-
nen Wetter-Apps wurde mit den Piloten entschieden, um 8.00 Uhr mit dem Wettbewerb zu starten. Die Punktrichter unterstützten die Planung und wurden an der Flightline mit Kaffee und Gipfeli versorgt, um Verzögerungen nach einem Flug zu kompensieren und Pausen zu vermeiden. Alle Piloten waren motiviert und orientierten sich streng am Zeitplan, standen pünktlich zum vorgesehenen Zeitpunkt am Start mit laufenden Motoren und Turbinen, um möglichst wenig Verzögerung entstehen zu lassen. Pünktlich um 8.00 Uhr zog die auf der Wetter-App beobachtete dunkelblaue «Wolke» in sehr geringem Abstand an Obwalden vorbei, und es nieselte leicht etwa für 20 Minuten. Danach hellte sich der Himmel zunehmend auf, die Temperaturen stiegen an und es blieb trocken. Mit den steigenden Temperaturen trafen auch zunehmend mehr Zuschauer auf dem Platz ein, der Parkplatz (Taxiway) war um 11.00 Uhr bereits übergroß und gegen Mittag hatten wir etwa 500 Besucher auf dem Platz, die gespannt den Wettbewerb verfolgten und in der Mittagspause die Vorführungen der Showpiloten verfolgten und begeistert applaudierten. Ein herzliches Dankeschön an die Brü-

der Marcel und Andi Hotz sowie Daniel Gyr für die tolle Vorführung der «Kaltluftföhne», sprich elektrische Impeller-Jets. Sie waren den «Heissluftföhnen» in puncto Leistung ebenbürtig.
Der Erfolg des straffen Zeitplanes und der tollen Zusammenarbeit: Wir hatten bis 12.00 Uhr nach 19 Teilnehmern bei den Flächenpiloten nur eine Verzögerung von 8 Minuten zum Plan, die Helis waren sogar 20 Minuten früher fertig als geplant. So konnten am Morgen alle 35 Piloten den ersten Flug absolvieren. Nach dem Mittagessen um 13.00 Uhr starteten zuerst die Elektromodelle (Lärmschutzvorgabe), wäh-
rend um 14.00 Uhr die Jet-Modelle zum Einsatz kamen. Pünktlich um 16.15 Uhr (Fläche) bzw. 16.25 Uhr (Heli) konnte der straff organisierte Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen werden, und alle Piloten hatten ihre beiden Wertungsflüge. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle nochmals den Piloten für die tolle Zusammenarbeit.
Nach dem Wettbewerb der Flächenmodelle folgte noch Freies Fliegen auf der Hauptpiste, und diese Möglichkeit zauberte dem einen oder anderen Piloten, nach dem anstrengenden und präzisen Figurenflug, dann doch ein glückliches Lächeln auf das Gesicht.

Gegen 1000 Besucher konnten am Sonntag auf dem Flugplatz begrusst werden. Eine ganz tolle Resonanz für diese Veranstaltung und nach dem schlechten Wetter vom Samstag. Die Veranstaltung konnte störungs- und unfallfrei abgeschlossen werden. Dafür ein Dank an alle beteiligten Piloten, welche «Safety First» ernst nahmen und in einem Fall sogar einen Wettbewerbsflug vorsichtshalber abbrechen, zugunsten der Sicherheit. Die Resonanz der Besucher war durchwegs positiv. Glück-
liche und leuchtende Gesichter von den kleinen und den «grossen» Kindern brauchten keine Worte. Auch die mediale Berichterstattung in Zeitung und Fernsehen war ein grosser Erfolg und Beweis für die Attraktivität dieses Wettbewerbes.
Zusammenfassend darf gesagt werden, dass dies eine tolle Veranstaltung und grossartige Werbung für unseren Sport war. Die Schwierigkeiten der zeitlichen Organisation mit 35 Piloten, den immer grösser werdenden Modellen und die
damit immer grösser werdenden benötigten Flugräume und der Platzbedarf der Modelle am Boden zeigten aber auch sogar die Grenzen eines Militärflugplatzes auf. Die teilweise reglementarischen Inkompatibilitäten stellten zudem eine besondere Herausforderung in der Planung der zeitlichen Abläufe dar.
Ein Tipp für künftige Veranstalter: Abschluss einer gesonderten Transport- oder Sachversicherung via SMV/Allianz, da alle Leihgaben von Mitgliedern und externen Personen wie
F4C: 1. Andreas Lüthi
2. Walter Gähwiler
3. Gody Fischer
F4 Jet: 1. Andreas Schär
2. Adrian Senn
3. Walter Gähwiler
F4 Heli Scale:
1. Roland Kaufmann
2. Michael Tschiemer
3. Reto Marbach
F4 Heli Semi Scale:
1. Josef Gisler
2. Michael Tschiemer
3. Jürgen Kleiner

Zelte, Bildschirme, Laptops und sonstiges zur Verfügung gestelltes und geliehenes Material wie auch das clubeigene Material nicht versichert sind und somit die Erfolgsrechnung in besonderem Masse belasten können.
Trotz allem, wir würden das gerne wieder organisieren ☺. Bis zum nächsten Mal: Auf Wiedersehen in Alpnach.
*Rainer Beckerbauer*
Weitere Infos findet ihr auf www.mgow.ch/f4c.

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