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F3F-Piloten – die rasenden Hangflieger

von Stefan Bertschi
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Start ... noch 20 Sekunden ... noch 10 ... 5, 4, 3, 2 im Kurs ... und 24,58 Sekunden später hat Mr. «O» (Lin Kuo Ping) die 1000-Meter-Strecke anlässlich des F3F-Weltcups in Lung Pung (Taiwan) in Weltrekordzeit durchflogen. Dies ist eine schier unglaubliche Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 150 km/h – ohne die Strecke, welche für die 9 Wenden gebraucht wurde, überhaupt einzurechnen!


■ Gute Leistungen in der Schweiz

Wir Schweizer backen da noch etwas kleinere Brötchen, aber wir dürfen wohl mit Recht – und etwas Stolz – behaupten, die Phase des F3F-Entwicklungslandes hinter uns gelassen zu haben. Die Saisonhöhepunkte waren mit Sicherheit die Ränge 3 (Eurotour Cannes) und 4 (Eurotour Toulouse) durch Reto Blumer, der neue Schweizer Rekord von 30,01 Sek. durch Stefan Bertschi (anlässlich der Welsh Winterleague Februar 2013) und die erfolgreiche Teilnahme der Nationalmannschaft an der FAI Europameisterschaft in Donovaly (SK).


■ Entwicklung in die Breite

Neben diesen Topleistungen ist es aber auch toll zu sehen, dass sich der Sport in die Breite entwickelt. Dies zeigt sich u.a. darin, dass dieses Jahr 10 Piloten in der Eurotour klassiert sind (Reto Blumer auf dem hervorragenden 12. Platz), sich über 30 Piloten an die Schweizer Meisterschaft angemeldet haben (leider konnte diese bis jetzt noch nicht durchgeführt werden, da uns das Wetter bzw. die Wetterprognose an den geplanten Wochenenden einen Strich durch die Rechnung machte) und die Interessengemeinschaft «F3F Swiss Pilots» (www.f3f.ch) gegründet wurde.

Es wurden fleissig neue Hänge für F3F erkundet, nationale League Events im europäischen Umland besucht, «Trainingslager» in England durchgeführt und die fliegerischen Erfolge und z.T. auch Misserfolge in Blogs, YouTube und Facebook dokumentiert. Wir reisten nach Spanien, Österreich, Polen, Tschechien, in die Slowakei, nach Frankreich, England und Dänemark, schlossen Freundschaften, frischten unsere Sprachkenntnisse auf, kosteten die lokalen Spezialitäten (fest und flüssig), erlebten Super-tage und erlebten frustrierende Tage. Aber vor allem hatten wir alle die Herausforderung genossen, eine relativ einfach tönende Aufgabe so gut und vor allem so schnell wie irgendwie möglich zu meistern.

Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr international wiederum so aktiv sein werden und wenn möglich auch national noch etwas mehr die Möglichkeit haben, uns untereinander zu messen, uns zu verbessern und – trotz eines jeden Kampfe-geistes – eine tolle Zeit am Hang in Symbiose mit den Elementen zu erleben. Es liegt an uns 2014 zu einem F3F-Jahr zu machen. ■

Stefan Bertschi

Martin mit Energjia.



Greg Needle.



Hanstholm.




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