Regionen & Vereine

Infos aus der praktischen Modellflug-Jugendarbeit

von E. Giezendanner
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Welches Modell?

Über geeignete Flugmodelle für Jugendliche wird viel berichtet. Entscheidend ist in der Regel:

1. Das Alter (Primarstufe, Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II)
2. Die Zielsetzung (Begeisterung für das Abenteuer «Fliegen» wecken, handwerkliche und technische Förderung – Fördern durch Fordern – RC-Fliegen lernen, Umgang mit Materialien usw.)
3. Das Budget
4. Rahmenbedingungen (Art des Anlasses, zeitlicher Rahmen, schulische Projektwoche, Ferienkurse, Lager, Ausstellungen und Messen, Anzahl Instrukturen und Anzahl der Anmeldungen, Räumlichkeiten usw.)


Evaluation durch Erfahrung

In der Jugendkommission des NOS (Präsident Werner Erismann) laufen die Erfahrungen von den verschiedenen Modellbaukursen unserer Vereine zusammen. So konnte bald einmal festgestellt werden, dass sich eintägige Baukurse inklusive Einfliegen und Doppelsteuerflügen bei einem

Grossteil der Vereine – auch aufgrund beschränkter personeller Ressourcen – durchgesetzt haben. Dies führt in der Folge zur gemeinsamen Bestellung des Balsagleiters SAL-Slipper von Graupner. Die Modelle sind in rund drei Stunden fertig gebaut – ohne Lackierung – und fliegen ganz hervorragend.


Basteln und Wettfliegen in Hallen

Bereits zum dritten Mal hat der Modellflugverein Pfäffikon im Rahmen seines «Pfäffiker Halleflüge» mit Kindern (Primaschulalter) Flugzeuge gebastelt und anschliessend einen einfachen Wettbewerb durchgeführt. Angebote zur Beschäftigung von Kindern anlässlich von Hallen-Events haben bei uns leider noch keine Verbreitung gefunden, gehören jedoch zu den dankbarsten Möglichkeiten der Jugendförderung. Erste Erfahrungen sind ermutigend. Die Evaluation geeigneter Modelle ist sicher noch nicht abgeschlossen. Mir persönlich würde ein einfaches Gummimotormodell – wie es vom Japanischen Aero Club eingesetzt wird – am besten gefallen. Auch die leider etwas in Vergessenheit geratenen Papierflugzeuge können durchaus auf grosses Interesse stossen.



Regionalredaktion Nordost:

Pierre Bartholdi
8157 Dielsdorf
T 044 853 05 41
pierre.bartholdi@
bluewin.ch



Wurfgleiter SAL Slipper von Graupner. Er wird von der Region NOS seinen Vereinen unentgeltlich zur Verfügung gestellt, wenn diese Jugendkurse durchführen wollen. In diesem Jahr wurden nicht weniger als 285 Bausätze bestellt. Bauzeit ca. 3 Stunden. Fliegt hervorragend und nimmt auch kraftvolles Schleudern nicht übel.


Es bleibt noch viel zu tun

Ein Grossteil unserer Modellfluggruppen leistet jährlich und unspektakulär einen tollen Beitrag an die modellfliegerische Jugendförderung. Leider wissen die Vereine oft zu wenig voneinander. Unter anderem auch deshalb wurde in der Region NOS die Jugendkommission gegründet. Sie hat neben organisatorischen und koordi-

natorischen Aufgaben auch die Vernetzung der Akteure zum Ziel. Die neue Website der Stiftung Modell Flugsport, www.mfs-newcomers.ch, kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Erfahrungen in der Nachwuchsförderung können hier zusammenfliessen und viele wertvolle Tipps geben. Viel Glück.

E. Giezendanner



Nach kurzer Bauzeit kommt es zum krönenden Erstflug.



Aufgestellte Bande am «Pfäffiker Halleflüge».



Holz-Gleiter Candy, ebenfalls von Graupner, ist schnell montiert – bzw. zusammengeleimt – und eignet sich für Messen, Ausstellungen und Feste.



Der Mini-Discus ist ein Wurfgleiter von Graupner aus zähem Schaumstoffmaterial. Kann auch in Hallen geflogen werden. Er geht dabei nicht kaputt und macht keine Schäden. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten ist er ganz ohne Bemalung und kann mit Filzstiften dekoriert werden. Wichtig: Das Modell wird komplett ohne Leim montiert.



Der MFS-Glider wurde vom MFS-Stiftungsrat als Jubiläumsgeschenk neu lanciert. Die Bastelbogen mit genauer Anleitung können bei der Redaktion ab 10 Stück bestellt werden. Vorauszahlung von CHF 5.00 für Porto und Verpackung an Stiftung Modellflugsport, Redaktion, 8330 Pfäffikon, Postkonto 87-715487-4.



Vor dem Wettbewerb: Wer fliegt wohl am weitesten, und wer hat das schönste Flugzeug?



Das Falten und Fliegen von Papierflugzeugen ist zwar etwas aus der Mode gekommen, eignet sich jedoch prima für Grossanlässe bei geringsten Kosten.



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