Sport

Tucson Aerobatic Shootout

von René Berger
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Seit dem Jahr 2001 findet auf dem Tucson International Modelplex Park alljährlich das Tucson Aerobatic Shootout statt. Während fünf Tagen kämpfen die besten Grossmodellkunstflugpiloten in den Kategorien Sportsman, Intermediate, Advanced, Unlimited und Invitational um den prestigeträchtigen Sieg und die zahlreichen Sachpreise im Gesamtwert von über 80 000 $.

Während sich die Piloten der Kategorien Sportsman bis Unlimited im Laufe des Jahres mittels hervorragender Wettbewerbsergebnisse in der IMAC-Wettbewerbsserie für eine Teilnahme qualifizieren müssen, werden die Invitational-Piloten – wie der Name der Kategorie vermuten lässt – ähnlich wie beim TOC durch die Wettbewerbsleitung eingeladen. Zusätzlich zu den Precision-Klassen hat ein ausgewählter Kreis von Piloten die Möglichkeit, in der Kategorie Four-Minute-Freestyle sein Können unter Beweis zu stellen. Aufgrund der regelmässigen Teilname der besten Kunstflugpiloten der Welt kommt dem Shootout heute ein ähnlich grosser Stellenwert wie dem früheren TOC in Las Vegas zu. Auch in diesem Jahr nahmen mehr als 60 Piloten am Shootout teil. Die meisten der eingesetzten Modelle waren mit Benzinmotoren von Desert Aircraft, dem Hauptsponsor des Events, ausgestattet. Nur eine kleine Minderheit setzte Motoren anderer Hersteller ein. Der Deutsche Bernd Beschorner war einer von zwei Piloten, welche einen Elektroantrieb einsetzten. Sein Antrieb zog bei Vollast im Stand über 300 A und stand leistungsmässig den Verbrennern in nichts nach, sondern hatte im Gegenteil eher noch etwas mehr Leistung als viele der eingesetzten Benziner.

Erstmals in der Geschichte des Shootouts fand mit Jean-Claude Spillmann von der Modellfluggruppe Reichenburg auch ein Schweizer Pilot zu diesem Event. Er flog mit einer von Brian Hueffmeier zur Verfügung gestellten 37% Carden Yak 54 mit DA-150 in den Final der besten sechs der Kategorie Advanced und klassierte sich schliesslich auf dem vierten Rang. In der Kür, dem Four-Minute-Freestyle, belegte er mit einer harmonisch vorgetragenen Kür und sehr gut ausgewählter Musik hinter Quique Somenzini, Kyle Woyshnis und Jason Noll ebenfalls den vierten Rang und liess damit Weltklassepiloten wie Chip Hyde, Jason Shulman und Bill Hempel hinter sich. Während des Wettbewerbs wurde Jean-Claude von seinen Swiss Model Shop-Teamkollegen Martin Sannwald und Martin Forster sowie dem Teilzeit-Tucsoner René Berger mental unterstützt. Besonders zu erwähnen ist, dass Jean-Claude sich im Vorfeld des Shootouts für drei Monate bei Desert Aircraft aufhalten konnte und von dort während des ganzen Aufenthaltes einen fantastischen Support erhalten hatte. Man nannte ihn dort «Cheesy» und stattete ihn und seine Teamkollegen deshalb für das Freestyle mit Cheese-Hüten aus, was von den zahlreich angereisten Zuschauern mit zusätzlichem Applaus belohnt wurde.

Das Tucson Shootout war ein faszinierender Anlass, den ich genossen habe und an dem ich mit «Könnern» aus der Modellflugszene freundschaftliche Bande knüpfen konnte.

Bis nächstes Jahr!

René Berger




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