Leserbrief: Modellflugplätze fördern die Biodiversität – Mit Modellflugplätzen die Biodiversität fördern
In der Schweiz leben statt nur 6 Millionen Menschen mittlerweile deren 9 Millionen. Die Schweiz selbst kann nur maximal 6 Millionen ernähren. Mehr ist aus den Böden kaum noch herauszuholen. Die Landwirtschaft wird also entsprechend intensiv betrieben. Das hat negative Auswirkungen auf die Biodiversität.
Wegen der zwangsweise zu intensiv betriebenen Landwirtschaft sind Modellflugplätze in Landwirtschaftszonen eine ökologische Aufwertung für die Tierwelt, weil der gemähte Rasen den Tieren ein wunderbares und leicht erreichbares Festessen liefert.
Zusätzlich lassen sich Modellflugplätze zugunsten der Biodiversität noch weiter aufwer-
ten mit Sitzstangen für Greifvögel und Asthaufen.
Eine Sitzstange für Greifvögel sollte mindestens 3 Meter hoch sein. Die Querstange sollte mindestens 30 cm lang sein und ca. 3 bis 5 cm Durchmesser haben und rauh sein, damit der Greifvogel sich gut festhalten kann. Idealerweise ist die Querstange aus Holz, weil Metall im Winter für den Greifvogel kalt und im Sommer zu warm wird und er sich nicht richtig festkrallen kann. Ein alter Ast dürfte das Optimum darstellen, weil er dem Greifvogel eine natürliche Sitzgelegenheit bietet und somit auch zum Verweilen einlädt.
Asthaufen sind gut für die Biodiversität. Wie man einen Asthaufen aufbaut, habe ich bei
Bird Life Schweiz gefunden. Zitat von der Webseite:
«... Beim Aufbau eines Asthaufens ist darauf zu achten, dass feineres und sperriges Material abwechselnd aufgeschichtet wird, sodass dichtere Bereiche und solche mit grösseren Zwischenräumen entstehen. Hohlräume unter den Asthaufen werden von Säugetieren wie dem Igel ebenfalls gerne genutzt. Diese Hohlräume dürfen Dimensionen von bis zu 30 x 30 x 30 cm aufweisen und müssen von aussen zugänglich sein ...»
Zusätzliche Informationen findet man im Internet mit dem Suchbegriff «Asthaufen Schweiz» (Ohne Anführungs- und Schlusszeichen eingeben). Der Asthaufen sollte in einer ruhigen Ecke bzw. an einem Ende des Flugplatzes liegen
und mindestens 1 m hoch sein. Die Breite von 1 m sollte nicht unterschritten werden und bei der Länge schlage ich grosszügige 2 m vor. Ideal wäre eine Fläche von ca. 9 m² und eine Höhe von mindestens 1 m, aber bekanntlich sind Modellflugplätze leider nicht zu gross, sondern in der Regel leider zu klein.
Ein ökologischer und für die Biodiversität aufgewerteter Modellflugplatz bietet nicht nur der Natur etwas, sondern auch den externen Anspruchsgruppen des Vereins.
18.8.2021
Roland Moser
Saalbaustrasse 4
5734 Reinach AG

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