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Mein Eigenbau Leichtwindsegler «Snappi XL»

von Urs Keller
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Leistungsanforderungen

Die Idee war, einen Leichtwindsegler zu bauen, der explizit für den Thermikflug konzipiert und optimiert ist. Er sollte eine möglichst niedrige Flächenbelastung und eine hohe Eigenstabilität haben, aber auch bei etwas Wind noch gut vorwärts fliegen.

Profiliert soll das Modell mit dem Hochleistungsprofil UK 11/8 werden, das speziell für den Thermikflug optimiert ist und sich als ausgesprochen leistungsstark erwiesen hat. Die Mittellinienwölbung beträgt 2,91% und die Dickenrücklage 34,5%.


Konzept

Das Modell sollte wahlweise mit Motor- oder Seglerrumpf, aber mit der gleichen Tragfläche Verwendung finden.

Der Flügel ist in Rippenbauweise, das Rumpfboot in GFK-Bauweise aufgebaut und für den Heckausleger wird ein 12-mm-Kohlerohr verwendet.

Der Flügel wird 3-teilig in mehrfacher V-Form aufgebaut. Der Mittelteil hat 2° pro Seite, die Ansteckflügel 4° und die Ohren 6°.

Die Motorversion bekommt einen Elektroantrieb mit ca. 350 W Leistung spendiert.

Im Flug sollte das Modell so eigenstabil fliegen, dass man sich mehr auf die Thermik als auf das Modell konzentrieren kann.

Ausserdem kann mit grösseren Ansteckflügeln die Spannweite auf 3,60 m erweitert werden. Beide Rumpfe sind mit beiden Flügeln kompatibel und können je nach Bedarf (Wetterbedingungen) angesteckt respektive verwendet werden.


Aufbau

Um eine möglichst hohe Profilgenauigkeit zu erreichen, werden die Rippensätze aus 1,5-mm-Balsaholz CNC-gefräst und die Flügelteile in einer Form aufgebaut. Der Holm im Mittelteil besteht aus einem hochgestellten, 1 mm breiten Kohlestreifen. Für die Ansteckflügel besteht der Holm aus einem 6-mm-Kohlerohr und bei den Leitwerken aus einem 4-mm-Kohlerohr. Der Leitwerksträger besteht aus einem 12×10-mm-Kohlerohr.

Die E- und die Segler-Version erhalten unterschiedliche GFK-



Rümpfe, aber jeweils passend für das gleiche Flügelmittelteil. Für den Rumpf wird eine Positivform in zwei Hälften aus normalem Bau-Sagex gebaut und mit GFK abgeformt.

Anschliessend werden die Rumpfspanten inkl. Motorspant (bei der E-Version) aus 2-mm-Flugzeug-Sperrholz CNC-gefräst, eingepasst und mit GFK-Streifen verklebt. Jetzt noch die Kabinenhaube einpassen und zum Schluss den Rumpf lackieren, mit dem Leitwerksträger verbinden und die Steuerung einbauen.

Es hört sich einfach an, ist aber recht aufwendig.


Flugleistung

Die Flugleistungen des Snappi XL sind beeindruckend. Das Modell nimmt jede kleinste Thermik mit. Es ist mehrfach gelungen, im Landeanflug aus ca. 4 bis 5 m Höhe das Modell in der Thermik nochmals auf Höhe zu bringen. Einmal in die Kurve gelegt, fliegt das Modell seine Kreise fast von alleine. Entspanntes Fliegen ist das reinste Vergnügen und macht unheimlich Spass. Klar, kön-



Technische Daten
E-Version 3.0Segler-Version 3.0E-Version 3.6Segler-Version 3.6
Länge1550 mm1578 mm1550 mm1578 mm
Gewicht:1612 g1570 g1622 g1580 g
Fläche:67,31 dm²67,31 dm²76,66 dm²76,66 dm²
Flächenbelastung:23,95 g/dm²23,32 g/dm²21,16 g/dm²20,61 g/dm²
EWD1,8°1,8°1,8°1,8°


gelohnt. Beide Modelle sind sehr einfach zu fliegen und die Thermikleistung ist einfach super. Die 3,60-m-Version ist logischerweise etwas träger um die Längsachse, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Die Komptabilität der Rumpfe und Flügelvarianten macht das Modell universell einsetzbar. Der Snappi XL eignet sich hervorragend für Einsteiger in die F3J- und F5J-Szene.

nen das die F3J- und F5J-CFK-Boliden auch, sie kosten aber in Bezug auf die Erstehungskosten ein Vielfaches. Dank der geringen Profildicke von nur 8% fliegt das Modell selbst bei Windböen von bis zu

20 km/h (gut 5 m/s) noch vorwärts. Mithilfe der Butterfly-Stellung lässt sich der Snappi XL punktgenau landen. Die Erwartungen wurden vollumfänglich erfüllt und der ganze Aufwand hat sich mehr als



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