Jugend

FERIENPLAUSCH 2026 BEI DER MG USTER

von Martin Wunderli
6

Seit mehr als 12 Jahren findet unser Ferienplausch für Jugendliche im Rahmen des Ferienplauschs Uster (www.ferienplausch-uster.ch) statt (Unsere Website www.mg-uster.ch gibt noch einen Artikel dazu aus dem Jahr 2014 her ...) Schon erstaunlich, wie sich unser Kurs in den vergangenen Jahren entwickelt hat, so hat er sich u.a. zum zentralen Element unserer Jugendarbeit gemausert.

Letztes Jahr fand er sogar zweimal statt, die bekannte, «lange» Version mit 15 Teilnehmern, die es auch dieses Jahr wieder gab, und die Kurzvariante mit 9 Teilnehmern. Das Konzept hat sich über die Jahre stetig verbessert, wir haben nun Erfahrung und Dokumentation (Zeitpläne, Anweisungen für Helfer usw.) für 4 halbe/3 ganze Tage mit Theorieblöcken, Simulatorübungen und praktischem Fliegen (Langvariante) sowie einem Intensivtag mit Theorie und praktischem Fliegen (Kurzvariante).

Vielleicht etwas mehr Details zur Langvariante. Die Schüler sind in 3 Gruppen (Maverik, Iceman und Goose) mit je 5 Flugschülern (Fliegerheck in Rot, Orange, Gelb, Grün und Blau) aufgeteilt. Die drei Gruppen wechseln in einem (strikten) Zeitplan zwischen den Stationen «Theorie», «Simulator» und «Fliegen».

Für die Theorie haben wir ein eigenes Curriculum entwickelt, in dem die Teilnehmer alles Notwendige zur Theorie des (Modell-)Fliegens, des Modells und der Fernsteuerung, des Fluggeländes, der Sicherheit usw. lernen. Die Unterlagen (teils von uns, teils aus öffentlichen Quellen im Internet) werden ihnen elektronisch auf Tabletts zur Verfügung gestellt und können auch mit nach Hause genommen werden. Ein Highlight ist die «Rüeblidemo» am Anfang des Kurses, wo wir ein Rüebli im Propeller eines Schulungsfliegers (bei Halbgas ...) pulverisieren, um die Wichtigkeit von sicherem Verhalten zu demonstrieren.



Für die Simulatorübungen setzen wir fünf (ältere, aber noch brauchbare) Laptops mit Fernsteuerungen und dem (bezüglich Ressourcen genügsamen) Flugsimulator Phoenix ein (leider wird der nicht mehr weiterentwickelt). Der Schulungsflieger Easyglider ist auch im Simulator verfügbar und das Fluggelände ähnelt dem unsrigen, sodass die Flugschüler realitätsnah Starts, Landungen und Flugfiguren (vorgegeben mit steigender Schwierig-

keit) üben können. Der Simulatorbetrieb befindet sich in einem Zelt und kann daher auch in Regenpausen (genau wie die Theorie) weiter stattfinden.

Das Fliegen erlernen die Teilnehmer mit dem Easyglider 4 von Multiplex und Spektrum-Fernsteuerungen im kabellosen Lehrer-Schüler-Betrieb. Schritt für Schritt wird der gesamte Ablauf von einfachen Flugfiguren über Start bis zur Landung geübt, der Lehrer kann dabei jederzeit in kritischen Situationen ohne Verzögerung übernehmen. Einen Tag lang fliegen ist dann aus Erfahrung für Modelle (gerade am Anfang wird der Motor/der Regler mehr als bei einem Segler üblich belastet...), Teilnehmer und Fluglehrer sehr anstrengend, sodass wir (neben den Pausen) auch mit einem «Springer-Lehrer» arbeiten. Wer jetzt etwas verwundert die Augenbrauen hochzieht: Nächstes Jahr ist wieder Ferienplausch, wir suchen immer Fluglehrer.

Der Personalaufwand ist zugegebenermassen hoch. Mit zwei Betreuern am Simulator, sechs Fluglehrern, Flugleiter, Theorielehrer, Lademeister für die Akkus, Zeitmanager sowie einem Helfer an der Reparaturstation kommt schon einiges zusammen. Und natürlich der Kursleiter, der alles im Überblick haben muss und Probleme ad hoc löst.


Aber es lohnt sich, die Teilnehmer sind immer begeistert, das Feedback der Eltern ist super und jedes Jahr treten einige Teilnehmer des Ferienplauschs in die Modellfluggruppe ein: Letztes Jahr waren das z.B. sieben Jugendliche, zwei davon haben dieses Jahr schon am Ferienplausch mitgeholfen, einer sogar als Fluglehrer. Wenn das kein Erfolg ist!

Nicht zu vergessen ist der «After Sales Support»: Die Jugendlichen können ein Jahr lang weitere Lehrer-Schüler-Flüge (möglichst mit dem eigenen Modell) anfragen (treten in der Regel in den Verein ein), zudem gibt es jeweils am Samstagvormittag von erfahrenen Vereinsmitgliedern Fragestunden auf dem Platz. Die Konsequenz des ganzen Aufwandes: Wir haben keine Nachwuchsprobleme!

Wer mehr über unseren Ferienplausch, wie Organisation, Unterlagen (Checklisten, Infobriefe), verwendetes Set-up für Flieger und Fernsteuerung etc., erfahren möchte, wende sich bitte an unseren Jugendbetreuer (jugendarbeit@mg-uster.ch) oder den Autor des Artikels: martin@wunderli.ch.



Den ganzen Beitrag weiterlesen

Registriere dich oder logge dich ein, um den vollständigen Beitrag zu lesen.


Alle Kategorien anzeigen →

AKTUELL

Sortieren Nach:
Weitere Beiträge →



An error has occurred. This application may no longer respond until reloaded. Reload 🗙