Sport

EURO CONTEST GLIDER ACRO TOUR ÖSTERREICH 2026

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Anlässlich des Euro-Tour-Glider-Acro-Wettbewerbs in Österreich stellen wir euch drei Piloten (einen Schweizer, einen Deutschen und einen Österreicher) vor. Sie haben sich bereit erklärt, uns einige Fragen zu beantworten, und erzählen uns von ihrer Leidenschaft für das Segelflug-Kunstfliegen.


• Samuel Rouiller: Hallo, kannst du dich kurz vorstellen?

Oliver Rentsch (SUI): Mein Name ist Oliver Rentsch. Ich fliege schon Modellflugzeuge seit der fünften Klasse. Und dann habe ich auf unserem Modellflugplatz gesehen, wie die Akrosegler trainieren. Und da dachte ich, was die können, kann ich auch. So habe ich mir ein Modell gekauft. Mit meinem Budget hat das (nur) für eine Lo-100 mit 3,5 m Spannweite gereicht. Und da hat's mich gepackt.

Armin Kölblin (GER): Ich bin der Armin, 31 Jahre alt, und fliege jetzt seit 2011 im Segelkunstflug mit. Seit 13 Jahren fliege ich in der Unlimited-Klasse.

Martin Knasmillner (AUT): Martin Knasmillner, Bundesfachreferent im Segelkunstflug in Österreich. Ich betreue die Klasse österreichweit seit 1999 und fliege seit 1999 auch selbst mit. Ich fliege in der Unlimited-Klasse, seit es sie gibt.


• SR: Was findest du am Segelkunstflug besonders spannend?

OR: Am Segelkunstflug fasziniert mich sehr, dass es da einfach einen Versuch gibt. Da hast du die Ausgangshöhe und bis zum Boden müssen alle Figuren erledigt sein. Und du kannst nicht kurz Gas geben wie bei anderen Kategorien. Es muss einfach alles stimmen, und diese Präzision hinzubekommen, das fasziniert mich sehr.

AK: Generell im Vergleich zum Motorfliegen finde ich sehr interessant, dass du alles im Prinzip mit Geschwindigkeit und Fahrt machen musst. Das ist auch ein bisschen der Anspruch an die ganze Sache: dass es klassisch, lautlos und präzise ist. Die Gemeinschaft mit den anderen Piloten finde ich ebenfalls sehr interessant und sehr schön. Auch die Art der Programme gefällt mir: dass wir immer eine bekannte Pflicht, eine unbekannte und dann auch einmal die Kür fliegen.

MK: Das Schöne an der Segelkunstflug-Szene ist, dass es eine sehr freundschaftliche Klasse ist. Es ist, wenn man so will, keine richtige Wettbewerbsklasse, sondern ein Treffpunkt für Freunde, die gemeinsam den Sport ausüben. Das ist für mich eigentlich das Wichtigste, und das macht auch am meisten Spass. Was noch dazukommt, ist der lautlose Kunstflug. Das bringt noch einmal einen besonderen Nervenkitzel mit sich.


• SR: Kannst du mir etwas über das Modell erzählen, das du an Wettkämpfen einsetzt?

OR: Im Moment fliege ich eine uralte Swift S1 mit 4,5 m Spannweite, mit einem Rumpf von Rosenthal. Und die Flächen hat irgendwer mal selbst gebaut. Dieser Flieger hatte etwas wie vier Vorbesitzer.

AK: Ich fliege einen Bruckmann Swift mit 5,80 m Spannweite, im Massstab 1:2,2, mit FES-Antrieb. Ich hatte davor den kleineren Swift von Bruckmann Modellbau mit 4,70 m Spannweite. Vor zwei Jahren bin ich auf den grossen Swift gewechselt. Generell fliegen sie, vom Verhalten her gesehen, ähnlich. Durch die Grösse ist es aber noch einmal eine ganz andere Masse, die man durch die Luft schiebt und die sich durch die Luft bewegt. Das macht unheimlich viel Spass.

MK: Ich fliege eine Foka 4 mit 6,30 m Spannweite. Ich fliege auch eine Foka mit 5 m Spannweite. Das Modell mit 6,30 m Spannweite hat 17,5 kg, und das Modell mit 5 m hat 11 kg. Diese Modelle sind nicht alltäglich, deswegen fliege ich sie so gerne. Sie sind vielleicht nicht das optimale Gerät für den Segelkunstflug, aber sie sehen einfach super aus und lassen sich schön fliegen.



• SR: Was würdest du jemandem raten, der sich für den Einstieg in den Segelkunstflug interessiert?

OR: Die Swiss Acro Connection bietet pro Jahr zwei Schnuppertage an. Ich habe mich für einen Schnuppertag angemeldet. Da wurde mir sehr stark mit der Einstellung des Modells geholfen. Und dann war ich praktisch schon für den ersten Wettbewerb angemeldet. Das ist eigentlich ein sehr guter Einstieg: direkt rein, und da wird dir geholfen, du wirst unterstützt, und da lernst du am meisten. Das Können kommt erst mit der Erfahrung.

AK: Ganz wichtig ist auf jeden Fall, keine Angst zu haben. Wir sind zwar alle Piloten, die gegeneinander fliegen, aber wir sind trotzdem alle eine Familie.

Man unterstützt sich gegenseitig, wo es geht. Wenn man jemanden kennt, kann man ihn einfach ansprechen. Oder man kommt zu einem Wettbewerb, spricht dort jemanden an und sagt, dass man Interesse hat.

MK: Einem Neueinsteiger empfehle ich zunächst ein Segelkunstflugmodell, welches er auch immer günstig bekommt, mit ungefähr vier Metern Spannweite für den Einstieg. Auf jeden Fall sollte er Kontakt mit einem Piloten aufnehmen, der in der Szene bereits aktiv ist. Das Wichtigste im Segelkunstflug ist, dass das Modell richtig eingestellt ist, damit man nicht mit den Eigenheiten des Modells kämpft, sondern sich auf die Figuren konzentrieren kann.


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