Sport

Fesselflug JURA-CUP – ein Begriff seit über 40 Jahren!

von Ursi Borer
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Prächtiges Wetter am Samstag, nass und kalt am Sonntag. Das waren die Wetterprognosen für das JURA-CUP-Wochenende vom 18./19. September. Bei diesen Aussichten lag es auf der Hand, kurzfristig das Programm des Wettbewerbs nochmals zu überdenken. Wäre es allenfalls möglich, bei einem straffen Ablauf den Wettbewerb auf den Samstag zu konzentrieren? Ja, es war. Und diese Programmänderung war eine glückliche Entscheidung der Organisatoren.

Der internationale JURA-CUP 2021 war ganz der Kategorie Fesselflug Akrobatik gewidmet. 13 Konkurrenten aus vier Ländern reisten teilweise schon am Freitag ins Schwalbennest bei Büsserach SO und fanden die besten Voraussetzungen für die Durchführung des Wettbewerbs vor. Sonnig, angenehm warm, kaum Wind. So lässt sich's fliegen! Oder doch nicht? Einem Konkurrenten aus Deutschland wurde die Windstille nämlich zum Verhängnis. Bei einem Trainingsflug geriet das Modell in seine eigenen Turbulenzen und stürzte ab – wirklich ein seltener und spezieller Vorfall, der sich mit leichtem Wind nicht ereignet hätte. Doch sonst verlief der Wettbewerb trotz straffem Zeitplan optimal. Hochstehende Leistungen waren zu sehen, und die Teilnehmer konnten alle drei Flüge mit den 15 integrierten Kunstflug-Figuren problemlos am Samstag absolvieren. Auf dem Siegerpodest standen am Ende zwei deutsche Fesselflieger: Christoph Holtermann auf Platz 1 und Frank Wadle auf Platz 2. Den dritten Platz belegte der Schweizer Meister Lauri Malila.

Der JURA-CUP 2021 war – auch in der konzentrierten Form – in jeder Beziehung ein wunderschöner, fröhlicher Anlass. Und damit nicht genug: Das Programm bot nämlich noch eine attraktive Novität: Die erstmalige Durchführung des Concours d'Élégance.



Bei dieser neu auf internationaler Ebene eingeführten Facette geht es darum, die Akro-Modelle, die in einem Wettbewerb geflogen werden, auch noch einer Baubewertung zu unterziehen. Dafür wurden am JURA-CUP alle Modelle einer eigens dafür zusammengestellten Jury präsentiert. Diese beurteilte die Modelle in Bezug auf die Eleganz von Konturen und Formen, auf die Bau- und Oberflächenqualität sowie auf die Farbgebung. Bei dieser Anzahl an prächtigen Konstrukten hatte es die Jury allerdings nicht leicht. Als Sieger bestimmte sie schliesslich das Modell «Shark» von Thierry Saunier, Frankreich. Sein Modell ist wirklich eine Augenweide!

Das Wettbewerbsprogramm war zwar konzentriert, doch es blieb trotzdem genügend Zeit für interessante Gespräche, für den Gedankenaustausch und auch für Geselligkeit. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch hörte man durcheinander. Doch obwohl nicht alle jede Sprache sprechen, hat man sich bestens verstanden.

Zur guten, angeregten Stimmung hat natürlich auch die ausgezeichnete Festwirtschaft beigetragen. Speziell der eigens kreierte Fesselflug-Burger war ein Hit. Ein Hit war auch der grosszügige Apéro riche, der rund um die Siegerehrung am Abend allen Anwesenden offeriert wurde. →



Nach dem coronabedingten Ausfall im letzten Jahr hat der traditionelle JURA-CUP – der bereits seit über 40 Jahren durchgeführt wird – in diesem Jahr seine Fortsetzung gefunden. Und alle Konkurrenten und Gäste verabschiedeten sich am Schluss mit der Zusage, bei der nächsten Durchführung auf jeden Fall wieder dabei zu sein.

Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern der Modellfluggruppe Breitenbach! Herzliche Gratulation auch an alle Konkurrenten!

Ursi Borer,
Modellfluggruppe Breitenbach

Das JURA-CUP-Akrobatik-
Siegerpodest 2021 (v.l.n.r.):
Malila, Holtermann und Wadle.




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