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Region NWS – Ferienpass in einer schwierigen Zeit / Ein Flugzeug bauen und fliegen

von Toni Käser
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Ferienpass in einer schwierigen Zeit

Unsere Vorfreude auf den neuen Ferienpass 2020 wurde bereits im Frühling getrübt. Die Hoffnung, dass dieser Spuk bis im Sommer sicher vorbei sein würde, wurde je länger je mehr durch die ständig unsichere Situation und unveränderte düstere Prognose belastet. Die Ferienpässe der umliegenden Gemeinden wurden laufend aus dem Sommerprogramm gestrichen. Als zu guter Letzt nur noch der Ferienpass von Hägendorf übrigblieb, haben wir auch nicht mehr an eine Durchführung geglaubt.


Mit Sicherheit und Hygiene

Doch kurz vor den Sommerferien erhielten wir den Bescheid, dass der Ferienpass durchgeführt werde und für unseren Kurs, ein Flugzeug bauen und fliegen, viele Anmeldungen eingetroffen seien. So überprüften wir unser Angebot und wir mussten es nach den gültigen Kriterien von Sicherheit und Hygiene anpassen. Wir erhielten von der Schule zwei nebeneinanderliegende Werkräume zur Verfügung gestellt, sodass wir die Teilnehmer und Leiter mit genügendem Abstand platzieren konnten. Am schönsten Sommertag und bei geöffneten Fenstern versuchten wir, die geforderten Bedingungen möglichst gut einzuhalten. Leider gab es auch bei den Leitern aus der Risikogruppe Absagen.



Ein Flugzeug bauen und fliegen

Wir haben aus den guten Erfahrungen der letzten Jahre nichts Neues gesucht und auf das bewährte Modell Aeronaut-Falke zurückgegriffen. Dieser Segler mit 88 cm Spannweite kann durch einen blutigen Anfänger unter kundiger Anleitung in einem Tag gebaut und verziert werden. Auch die Einstellarbeiten für eine gute Flugtauglichkeit gehören zu den wichtigen Abschlussarbeiten.

Den zweiten Kurstag verbringen wir auf unserem Modellflugplatz mit dem Einfliegen, den letzten Korrekturarbeiten und selbstverständlich auch mit den ersten Reparaturen. Vor allem das Einfliegen, die sorgfältige Abgabe in den Wind, gelingen einem Anfänger meistens erst nach ein paar missglückten Starts.


Bautag im Werkraum

Wie auch in den letzten Jahren, haben sich für unser attraktives Programm elf Jungs angemeldet. Am ersten Tag erhielt jeder einen eigenen Baukasten, und an einem fertigen Modell konnte das Tagesziel begutachtet werden. Die leuchtenden Augen und ein paar spontane Ausrufe zeigten die Vorfreude und Erwartungen für die zwei kommenden Tage. Anhand des Bauplanes und mit dem Kennenlernen von den verschiedenen Materialien und Holzarten



wurde der Baukasten ausgepackt. Vor allem mit dem unbekannten Balsaholz und dem richtigen Leim wurde die Bauphase in Angriff genommen.

Am Morgen wurde der Rohbau bereits abgeschlossen, sodass am Nachmittag noch die Feinarbeit mit dem Zusammenbau, dem Verschleifen und den Einstellarbeiten mit dem Ausbleien in Angriff genommen werden konnte. Viel Vergnügen und Begeisterung haben die Beschriftungen, Bemalungen und individuellen Verzierungen ausgelöst.

Das Kennenlernen der verschiedenen Flugzeugteile, die Funktion von Seitenruder und Höhenruder, hat als Abschluss des Bautages anhand eines kleinen Styroporgleiters auf dem angrenzenden Rasenplatz stattgefunden.


Flugtag im Freien

Nach den ersten zaghafte Startversuchen mit dem eigenen Segler im Freien folgen bald die mutigeren und auch kräftigeren Starts und manchmal auch Bruchlandungen. Die Leiter waren jetzt an den Reparaturtischen mit den kleinen und auch grösseren Reparaturen beschäftigt. Mit einem kleinen Wettbewerb wurde der beste Gleiter erkoren. Jetzt folgte der Schleuderstart mit der Gummischnur. Erst jetzt kamen die guten Segeleigenschaften zur Geltung, und einige Weitflüge durften beobachtet werden.



Nach einer Wurst vom Grill, einem kühlen Getränk und einem Dessert folgte das Nachmittagsprogramm. Ein paar Grossmodelle konnten be-

staunt werden, die Funktionen der verschiedenen Ruder und die zugehörigen Hebel an der Fernsteuerung wurden demonstriert. Selbstverständlich

gehörten auch hier die Sicherheitsvorschriften und Vorkehrungen auf dem Flugplatz zum Programm.

Nun konnten die Flugschüler kaum warten, bis sie den ersten Flug mit dem ferngesteuerten Motorflugzeug starten und ausprobieren durften.

Ein weiteres Mal erhielten wir die Gewissheit, dass diese jungen Piloten wieder einmal mit Freude auf irgendeine Art und Weise, vielleicht auch erst viel später, mit der Fliegerei in Kontakt kommen werden.

Modellfluggruppe Wangen,
Ressort Jugendförderung
Text: Toni Käser
Fotos: Jürg Beyeler




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