Omega – Fettsäure, die Mann braucht
Ganz vorweg, der Omega ist ein Spassmodell, welches in der Thermik wie auch im Speedflug glänzt. Sein breites Spektrum macht Lust – ohne Zweifel.
Das Voll-GFK-Modell wird ohne viel Zubehör ausgeliefert, eigentlich gut, so kann jeder sein individuelles Zubehör verwenden. Beim Omega handelt es sich um ein 2-Meter-Elektro-Modell mit 4 Klappen und Pendelleitwerk. Das Modell wird in Bulgarien bei NAN produziert und unter anderen von www.net-rc.ch in der Schweiz vertrieben. Die Qualität des Modells ist sehr gut, und dies zu einem fairen Preis.
Vor einiger Zeit konnte mich die Qualität der NAN-Modelle nicht mehr wirklich überzeugen, dies hat sich wohl wieder geändert. Der Rumpf ist sehr stabil, die Nähte sind sauber verklebt. Die 4-Klappen-Fläche ist leicht, aber dennoch stabil und weist eine CFK-D-Box auf. Die Klappen sind unten angeschlagen und werden oben angelenkt. Der 12×12-mm-Vierkantflächenverbinder mit einem Doppelknick von jeweils 5 Grad lässt darauf hoffen, dass das Modell doch einiges aushalten dürfte. Die CFK-Stängeli haben sich in der Vergangenheit nicht wirklich bewährt. Die Serviceöffnung unten am Rumpf dient zum Einbau der Servos, unter der

Kabinenhaube bietet sich Platz für den Einbau der Antriebskomponenten. Alle Ruder sind mit Dichtlippen versehen, wie es sich für ein solches Modell auch gehört. Das Höhenruder ist spielfrei angelegt, die Bowdenzüge für Höhen- und Seitenruder sind im Rumpf bereits eingeklebt. Das Gewicht der beiden Tragflächen unterscheidet sich um 3 g, das Gewicht der Höhenruder um 0,2 g. Der Hersteller scheint auch hier grossen Wert auf die Ausgewogenheit zu legen. →

Als erster Arbeitsschritt werden die MPX-6-Pool-Stecker mit 30-Minuten-Epoxy-Harz in die Flügel eingeharzt. Die Kabel am Stecker wurde zuvor ebenfalls mit Epoxy-Harz gesichert, sodass bei den Kabeln später kein Wackel auftreten kann. Anschliessen erfolgt das Einkleben der Servorahmen in die Flügel. Dazu müssen die Servos (Wölbklappen: Futabe 3150/Querruder: Hyperion Atlas DS09-AMD) gut mit Trennmittel behandelt werden.
Die Servos werden nun zusammen mit den Servorahmen mit Laminierharz (F2, 40 Minuten Topfzeit), versetzt mit Microbal- Ions, in die Flügel geklebt. Zur Befestigung reicht etwas Klebeband, damit diese nicht verrutschen können. Nach 24 Stunden kann das Servo mit leichtem Druck wieder entfernt werden. In einem weiteren Arbeitsschritt erfolgt das Einkleben der Augenschrauben, ebenfalls mit eingedicktem Laminierharz. Jetzt können die Schlitze für die Anlenkungen ausgeschnitten werden. Hier ist zu vermerken, dass diese auf Herstellerseite eigentlich bereits in der Form vermerkt werden könnten. Die Anlenkungen aus 2,5 mm Federstahl werden abgelängt und mit den Quick-Links verlötet. Vor dem Verlöten muss der Federstahl mit einer Feile aufgeraut werden, damit sich das Lot sauber verbindet. Die Servos und die Anlenkungen werden montiert, zu beachten ist, dass genügend Ausschlag erreicht werden kann. Auf die Augenschrauben etwas Sekundenkleber geben, damit ein Null-Spiel erreicht wird.

Am Rumpf werden die Ausschnitte für die MPX-Stecker
| Einstelldaten | |
| Schwerpunkt: | 40% Flügeltiefe |
| EWD: | 1% |
| Normal: | WK: +/-4 QR: -19 +10 HR: +/-10 SR: +/-15 |
| Speed: | WK: -4 |
| Thermik: | QR: +2 WK: +4 |
| Butterfly: | WK: +40 QR: -20 HR: +8 |
ausgefräst. Da ich auf dem Flugplatz oder am Hang die Flügel nur noch auf den Rumpf stecken möchte, klebe ich die MPX-Stecker ebenfalls auf der Rumpfseite fix ein. Dies erfolgt am besten, indem die Flügel und deren MPX-Stecker an entsprechender Stelle mit Trennmittel behandelt werden. Anschliessend Flügel auf den Rumpf aufstecken und die MPX-Stecker mit 30-Minuten- Epoxy einkleben. Die Flügel können nach einer Weile wieder entfernt werden.
Beim Bau des Modells sollte ein grosses Augenmerk auf den richtigen Schwerpunkt gelegt werden. Damit dieser ohne Zugabe von Blei möglichst einfach erreicht werden kann, muss der Akku möglichst weit in den Rumpf eingeschoben werden können. Die Anlenkung des Seitenruders erfolgt mittels Kugelkopf, dieser sollte möglichst nahe am Seitenruder eingeklebt werden, da ansonsten das Anlenken nicht möglich ist. Die Dichtlippe muss etwas ausgeschliffen werden. Die Aufnahme des Höhen- und Seitenruderservos übernimmt ein CFK-Brett (B: 25 auf 29, L: 80, H: 2), welches leicht konisch geschliffen werden muss, da der Rumpf nach hinten enger ausläuft. Für das Höhenruder kommt ein Futaba 3150 zum Einsatz und für die Seite ebenso ein Hyperion Atlas wie für die Querruder. Die beiden Servos werden auf dem Servobrett montiert und mit Uhu Endfest 300 in den Rumpf geklebt. Da die MPX-Stecker den Platz versperren, kommt das Servobrett etwas weiter hinten zu liegen. Das Höhenruderservo liegt hinter der Serviceöffnung. Da die Wahrscheinlichkeit eines defekten 3150er-Servos nahezu null ist, kann dies ohne schlechtes Gewissen gewagt werden. Das Höhen- und das Seitenruderservo werden nun mit den Bowdenzügen angelenkt.
Am Schluss erfolgt die Montage des Motors, dem beigeleg-
| Gewichtsangaben leeres Modell | |
| Fläche links: | 220 g |
| Fläche rechts: | 223 g |
| HR links: | 18,4 g |
| HR rechts: | 18,6 g |
| Verbinder: | 32 g |
| Rumpf: | 203 g |
ten Spant werden die Löcher gebohrt und der Motor angeschraubt. Den Spant etwas anschleifen wie auch das innere des Rumpfes. Das Ganze mit Uhu Endfest 300 einkleben. Die richtige Ausrichtung ist herstellerseitig mit einem Absatz vorgesehen. Den Rumpf vertikal zum Trocknen aufstellen. Anschliessend erfolgt die Montage des Reglers und des Akkus (2000 mA). Da der Rumpf relativ eng ist, sollte beim Kauf auf die passenden Masse geachtet werden. Als Antrieb kommt ein Poly-tec-480s-36-Motor mit 4.4:1-Getriebe mit EP-Premium-40-A-Regler mit UBEC und einem 13×8"-Propeller zum Einsatz, die Stromaufnahme liegt bei 42 A im Stand.
Der Schwerpunkt des Modells wird auf 40 Prozent Flügeltiefe gelegt, die EWD wird auf 1 Grad eingestellt. Einstellungsangaben des Herstellers fehlen leider, wie auch Angaben zum Profil. Wie sich dann aber beim Erstflug zeigen sollte, sind die SP-Einstellungen optimal gewählt. Für alle diejenigen, die gerne etwas auf der sicheren Seite fliegen, empfiehlt es sich, zusätzlich 5–10 g Blei beizugeben. Im Endausbau wiegt das komplette Modell 1396 g. Egal um welches Modell es sich handelt, der Erstflug ist immer wieder eine spannende Sache. Vollgas geben, ein kleiner Schubs, und das Modell steigt im 60-Grad-Winkel davon. Die Klappen-Einstellungen stimmen vorneweg, einzig im Butterfly muss mehr Tiefe zugemischt werden. Zuerst wird das Modell auf Sicherheitshöhe gebracht, ein Strömungsabriss durch langsames

Ziehen des Höhenruders beantwortet das Modell damit, dass es über die eine Tragfläche kippt und die Schnauze nach unten senkt. Nach 5 Metern Höhenunterschied ist das Modell wieder unter sicherer Kontrolle des Piloten. Zuerst enttäuschen die langsamen Flugeigenschaften des Modells. Der Gedanke einer lahmten Ente kommt hoch. Aber wehe dem, der das Modell jetzt ansticht, da geht aber was! Es beschleunigt stark und fliegt mit rasanter Fahrt an einem vorbei, überraschend gut! Der Auffangbogen ist mit den gewählten Einstellungen sehr gering, es fliegt auch bei höherem Tempo seine vorgegebene Linie. Die Langsam- und Speed-Flugeigenschaften überzeugen, mit so einem Modell ist ein universeller Einsatz möglich. Das Modell spricht auf Thermik direkt an, beinahe endlose Füge dürfen erwartet werden. Rollen, Loopings sind kein Problem und verleiten zum wilden Herumturnen. Nach einigen Flügen stellt sich die Harmonie zwischen Omega und Pilot so ein, dass auch
frechere Manöver geflogen werden wollen. Dank des gut proportionierten Flächenverbinders ist dies geradezu eine Pflicht. Das Modell mag durch seine Reize viele Modellflugpiloten begeistern, gerade weil es sich für den fortgeschrittenen Piloten als Spassgerät bestens eignet. Ein kleines Video ist unter http://youtu.be/l6mVbZpZ6UA verfügbar.


DIE PC-21-STORY

Neuigkeiten von HEBU

WEISCH, WASI MEINE? 125 JAHRE AERO CLUB DER SCHWEIZ

STOLZ UND GUTE IDEEN

ATOM, DER NEUE DOPPELDECKER VON CPLR

EUROPAMEISTERSCHAFTEN F3A IN ST-MACAIRE, FRANKREICH

52. COUPE DES ALPES 2026

TEAMMANAGER «THIS» BOSSHARD

WILLKOMMEN, NEUES MITGLIED!

EURO CONTEST GLIDER ACRO TOUR ÖSTERREICH 2026

EINBLICKE IN DIE WASSERFLUGGESCHICHTE

CORSAIR F4U – EIN WARBIRD MIT EINPRÄGSAMER OPTIK

Neuigkeiten bei Leomotion.com

HORIZON HOBBY/LEMACO NEWS:MICRO OV-10 BRONCO 645 MM VON E-FLITE

STADTPARTNERSCHAFT

VON DER JUGEND FÜR DIE JUGEND

34. ALPINES MODELLFLUGLAGER HAHNENMOOS

SCHNUPPERTAG BEIM MFV WETTINGEN

COUPE DES ALPES – BEOBACHTEN UND LERNEN

FERIENPLAUSCH 2026 BEI DER MG USTER

KLEINE VORBILDÄHNLICHE SEGLER

FREIFLUG IM HOCHSOMMER

REGION NOS – EIN ZENTRUM DES ELEKTROFLUGS

VON 0 AUF 100

NEUIGKEITEN VON HEBU

ERINNERUNGEN

WEISCH, WAS I MEINE? IM LAND DES LÄCHELNS
