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Koax-Helikopter von Revell

von Hans Schmuki
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Erfahrungen mit der neuen Heli-Linie

Seit 1947 ist uns die Marke Revell als Synonym für Plastikmodelle bekannt und steht als Weltmarktführer immer für neue Ideen und Produkte, die stets mit einem hohen Qualitätsanspruch verbunden sind. Diesem Anspruch möchte Revell auch mit der neuen Marke Revell Control mit modernster Technik gerecht werden. Können sie ihren eigenen hohen Ansprüchen genügen? Rechtzeitig zum Start der Indoor-Saison sind die neuen Koax-Helikopter eingetroffen. Folgende drei Modelle standen mir zur Verfügung (siehe Tabelle).


Wirklich komplette Sets

Diese drei Angebote verdienen die Bezeichnung «ready-to-fly» zu Recht, ist doch wirklich alles dabei, was es für einen Erstflug benötigt. Die Batterien für die Sender fehlen so wenig wie die Ersatzblätter mit Schraubenzieher für die ersten, unter Umständen negativ verlaufenden Flüge. So blieb einzig das Auspacken. Nach dem Aufladen der

Batterien konnte der Erstflug stattfinden. Was eignet sich besser bei diesem grauen Wetter als das Fliegen in der Halle? Um einen objektiven Test zu erhalten, wurden die drei Koax-Helikopter zum ersten Indoor-Anlass unseres Vereins in die Turnhalle geschleppt. Vom Heli 3D Crack über F3C-Heli-Piloten bis zum Flächenflieger durften alle anwesenden Piloten mit

den Prüflingen Flüge nach Lust und Laune absolvieren.


Genug Parkplätze in der Luft

Mit dem L-Ray und dem The Big One setzt Revell neue Massstäbe in Bezug auf Eigenstabilität. Diese drehzahlgesteuerten Koax-Helis können nach dem Austrimmen ruhig in der Luft parkiert werden, ja sogar den Sender kann man problemlos

dem nächsten Piloten ohne Zwischenlandung übergeben. Die Kehrseite der Medaille ist eine sehr träge Flugbewegung, dadurch kann draussen wirklich nur bei Windstille geflogen werden. Die fehlende Taumelscheibe wird mit einem liegenden Heckrotor für die Nickbewegung eingesetzt, die Rollfunktion existiert bei diesen zwei Modellen nicht. Schade


TypMATRIX MDSL-RAYTHE BIG ONE
Fernsteuerung4-Kanal3-Kanal3-Kanal
Frequenz2,4 GHz27 MHz27 MHz
Akku2 LiPo 1S 130 mAh1 LiPo 1S 800 mAh1 LiPo 2S 1300 mAh
LadegerätIm Sender integriertLadegerät ohne LEDLadegerät mit LED
Ladezeit60 Min.150 Min.180 Min.
Flugzeit5–10 Min.6–10 Min.6–10 Min.
Rotor-Durchmesser190 mm300/50 mm (Heck)530/110 mm (Heck)
ChassisKunststoffAluAlu
Fluggewicht28 g138 g526 g
Ersatzblätterinkl.inkl.inkl.


haben L-Ray und The Big One noch 27 MHz, und zudem verfügten beide Sender über denselben Kanal, was ein Fliegen miteinander verunmöglicht. Die Verarbeitung mit Alu-Chassis und die unterschiedlichen LED-Beleuchtungen sehen sehr sauber aus. Nachbessern sollte Revell bei den Ladegeräten, denn mit einer Ladezeit von fast drei Stunden bleibt der Spassfaktor auf der Strecke, zudem ist kein schneller Akku-Wechsel möglich, die Haube ist fest verschraubt.


Klein, aber oho

Der Kleinste im Test der Matrix MDS ist konventionell aufgebaut mit drehzahlgesteuertem Antrieb sowie Nick- und Rollfunktion. Zudem verfügt der Matrix über eine 4-Kanal-2,4-GHz-Steuerung im Joystick-Design mit integrierter Ladeeinrichtung. Clever: Während dem der eine Akku im Sender geladen wird, kann mit dem

zweiten geflogen werden. Durch die Steuerung über die Taumelscheibe lässt sich der Matrix sehr präzise dirigieren. Mit 28 Gramm Leichtgewicht macht es viel Spass, zu Hause herumzufliegen. Für draussen ist der Matrix nicht geeignet.


Fazit

Der Matrix MDS ist empfehlenswert für den Bastelraum oder die Stube, um auch im Winter mal etwas Flugfeeling zu geniessen. Der L-Ray und der The Big One sind ideal für Modellflug-Einsteiger, denn diese Modelle fliegen fast von alleine. Die beigefügten mehrsprachigen Anleitungen, auch in Deutsch, sind einfach verständlich und mit vielen Fotos sehr gut illustriert. Für die erste Generation von RC-Modellen hat es Revell Control geschafft, interessante Modelle mit guter Verarbeitung auf den Markt zu bringen.

*Hans Schmuki*



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