Sport

Gewinn und Niederlage

von L. Girsberger
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EM F3J in Saray, Türkei

Als am Montag, drei Tage vor dem Thrace-Cup (Vorwettbewerb), die Schweizer Nationalmannschaft langsam eintrudelte, war der Aufbau der EM-Stadt nähe Saray inmitten von nichts noch im vollen Gange. Gerhard Schwinn und ich traten die Reise zur EM mit dem Flugzeug an, der Rest der Schweizer Nationalmannschaft (Thomas Eichenauer, Thomas Rössner, Helmut Röner und Julian Benz) reiste mit dem Wohnmobil an. Die zwei Tage vor dem Thrace-Cup konnten nur bedingt zum Training genutzt werden, da die Windgeschwindigkeiten teilweise über 12 m/s mit Böen bis 16 m/s erreichten.

Da der Vorwettbewerb zur F3J-Eurotour gehörte und dadurch nicht nur die gesetzten EM-Piloten mitfliegen durften, konnten wir unseren ersten Erfolg bereits vor der EM feiern. Unser Coach Thomas Rössner gewann den Thrace-Cup nach einem sehr spannenden Fly-off. Nach der EM-Eröffnungszeremonie wurde es ernst, und die Jagd nach dem EM-Pokal begann. Es wurden 14 Vorrunden mit einem Streichresultat und 3 Fly-offs geflogen. Über die fünf Tage verteilt, flog jeder Teilnehmer 3 Durchgänge. Dann die grosse Überraschung: Am ersten Tag der EM betrugen die Windgeschwindigkeiten nur


Schweizer Team
Teammanager und Pilot:
Thomas Eichenauer
Pilot:Lars Girsberger
Coach:Thomas Rössner
Helfer/SchlepperHelmut Röhner
Helfer/SchlepperGerhard Schwinn
Helfer/SchlepperJulian Benz

Ergebnisse Thrace Cup
1.Thomas Rössner
14.Thomas Eichenauer
28.Julian Benz
30.Gerhard Schwinn
45.Helmut Röhner
69.Lars Girsberger

Ergebnis EM 2013 Türkei
31.Thomas Rössner
43.Lars Girsberger


5–6 m/s. Trotz eines Zusammenstosses von Thomas Eichenauer mit einem Kontrahenten startete das Schweizer Team gut in die EM, und die beiden Piloten Thomas Eichenauer und ich konnten sich am Ende des ersten Tages um den 20. Rang platzieren. Mit Zuversicht starteten wir in den zweiten Tag, doch die Windgeschwindigkeiten erhöhten sich wieder bis zu 10 m/s, und dann kamen die berühmten «Absaufer». Nicht einfach, solche Niederlagen wegzustecken! Doch mit Hilfe der guten Teamkollegen konnte man sich schnell wieder auf den nächsten Durchgang konzentrieren.

Der dritte Tag war ähnlich wie der zweite – nur dass man aus den Fehlern gelernt hatte und so sein Selbstbewusstsein wieder stärken konnte. Am vierten Tag waren dann noch 3 Vorrunden zu fliegen, grosse Überraschungen gab es im Schweizer Team bis zum letzten Durchgang keine mehr. Mit dem Gedanken, dass ein guter Flug mich noch ein paar Ränge weiter nach vorne bringen könnte, startete ich diesen Durchgang. Leider wurde das Risiko nicht belohnt, denn ich verlor das Modell aus den Augen, was mir einen Durchgang mit 0 Punkten bescherte. Somit konnte ich das Streichresultat nicht bei den höheren Resultaten nutzen – schade! Mein Frust war nach diesem Durchgang sehr gross, denn ich hatte mir insgeheim einen Rang im Mittelfeld erhofft. Auch wenn der Abschluss der EM nicht so war wie gewünscht, konnte ich viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln, die mich in der Wettbewerbskategorie F3J weitergebracht haben. Nicht zuletzt danke ich dem guten Schweizer Team, das hervorragend zusammenspielte. So konnte ich den Abschluss der EM in der Türkei bei einem guten Bankett geniessen.


*L. Girsberger*



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