Sport

Ein Rückblick auf die F3B-Weltmeisterschaften 2007

von Sämi Schaller
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Vom 9. bis 14. Juli fand in Emmen die Weltmeisterschaft der Klasse F3B statt. Wetterkapriolen fügten dem Schweizer Team zu Beginn Punktverluste zu, dennoch konnte noch der zweite Platz in der Mannschaftswertung erkämpft werden. Deutschland wird Mannschaftsweltmeister, und Martin Herrig wird souverän Weltmeister.

Schon beim Vorwettbewerb zur WM wurde deutlich, dass die deutsche Mannschaft, allen voran die Gebrüder Herrig, sich in Topform befanden. Dies liess einen spannenden Schlagabtausch an der Spitze erwarten. Doch es kam leider anders, bei teilweise starkem Regen begann am Montag die WM. Das Schweizer Team erwischte es gleich im Zeitflug, keiner der Piloten konnte die Zeit voll fliegen. Auch im zweiten Durchgang erlitten Roland Hofmann und Stefan Böhlen bei miesem Wetter erneut massive Punktverluste, wobei Stefan Böhlen fast noch sein Modell durch einen Anlagendefekt verloren hätte. Die deutsche Mannschaft hingegen kam im Regen einigermassen ungeschoren durch und konnte sich so einen Vorsprung erarbeiten.

Glücklicherweise besserte Mitte Woche das Wetter, wodurch der Rest der WM bei guten Bedin-



gungen durchgeführt werden konnte. Und auch hier trumpften die Gebrüder Herrig auf, vor allem im Streckenflug waren sie nahezu unschlagbar. So musste z.B. Stefan Böhlen in Runde 3 morgens gegen Andreas Herrig fliegen. In der Gruppe zuvor wurden maximal 17 Strecken erreicht, mehr war bei der toten Luft nicht möglich. Stefan startete und flog extrem saubere 20 Strecken. Kurz nach ihm startete Andreas Herrig und flog 22 Strecken, in der folgenden Gruppe kam wieder kein Pilot auf mehr als 17 Strecken!

Zusammen mit Routinier Reinhard Liese setzten sich die Deutschen in der Mannschaftswertung ab, und durch nahezu fehlerfreie Flüge der beiden Herrigs schienen auch bald die ersten zwei Plätze der Einzelwertung vergeben. So entflammte noch ein spannender Kampf um Rang drei in der Einzelwertung, sowohl der Liechtensteiner Fidel



Frick, der Franzose Roland Heninot als auch Andreas Böhlen konnten sich noch Chancen ausrechnen. Doch Andreas Böhlen verlor leider noch wertvolle Punkte in einem Streckenflug, und so konnte sich Fidel Frick, der auch schon einige Jahre im F3B-Zirkus dabei ist, den dritten Rang erkämpfen. Gewonnen wurde die WM von Martin Herrig, gefolgt von seinem Bruder Andreas auf Platz zwei.

Da Roland Hofmann und Stefan Böhlen nach dem Dämpfer am Anfang schnell wieder zu ihrer gewohnten Form fanden, konnte das Schweizer Team den zweiten Platz in der Mannschaftswertung erreichen, gefolgt von der amerikanischen Mannschaft. Abschliessend bleibt noch zu sagen, dass die WM perfekt organisiert war. Trotz anfänglich schwierigen Bedingungen konnten sieben Durchgänge ohne grosse Komplikationen durchgeführt werden, das macht 21 Flüge pro Pilot! Daher ein grosses Kompliment an alle Helfer

und die Organisatoren, ihr habt einen super Job gemacht! Detaillierte Resultate und zahlreiche Bilder können auf www.f3b-wm.ch eingesehen werden.



Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung

AeCS, SMV, Modellflug-Regionalverbände Westschweiz, Bern-Oberland-Wallis, Zentralschweiz, Mittelland, Nordwestschweiz, Nordostschweiz und Ost sowie Stiftung «modell flugsport Schweiz».


Dank an die Sponsoren

Graupner, FMT, TUN-Modellbau, Weatronic Schweiz (Flytech GmbH), Softeisverkauf Brunschwiler, Raiffeisenbank Luzern, Hope-Modellbau.


Besonderen Dank

An den Militärflugplatz Emmen und dessen hilfsbereite Mitarbeiter.



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