Editorial

Ein Lob den Bauern

von Emil Ch. Giezendanner
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Liebe Leserin, lieber Leser

Der allergrösste Teil unserer Modellflugplätze befindet sich in der Landwirtschaftszone, wo sonst? Das wissen mittlerweile wir Modellflieger – leider aber nicht alle Bau- und Planungsämter; bzw. einige von ihnen würden uns lieber auf dem Mond ansiedeln – aber auf der Rückseite, wenn's geht. Behandlungen unserer Baugesuche gehen oft schleppend und unsere raumplanerische und baurechtliche seriös vorbereiteten Eingaben scheinen etliche Ämter zu überfordern.

Nur schon deshalb können wir all den Landwirtschaftsbetrieben, die den Modellflug erst ermöglichen – oftmals mit Handschlag – nicht genug dankbar sein. Gerade heute, wo landwirtschaftlich genutzte Flächen in rasendem Tempo verloren gehen1, sind unsere zahlreichen Fluggelände kleine Wunder in einer gewinnorientierten Welt. Dass es uns immer wieder gelingt, irgendwo ein Stück Wiese zu bekommen – teilweise gar mit längerfristigen Verträgen – spricht für den Bauernstand. Es ist nicht lange her,

dass die grossen Wirtschaftsverbände und die von ihnen finanzierten – subventionierten – Think Tanks pausenlos über die Landwirtschaftssubventionen wetterten. Seit Covid-19, wo selbst ausländische Fluggesellschaften mit Bundes-Manna gerettet werden, ist diese Hetze zumindest vorübergehend verstummt.

Wir Modellflieger halten zu unseren Bauern und danken, dass wenigstens sie, unserem Hobby immer wieder Verständnis entgegenbringen.

Mit freundlichen Grüssen

Emil Ch. Giezendanner



1) Seit Jahrzehnten verschwindet in der Schweiz jede Sekunde rund ein Quadratmeter gutes Kulturland. Im Mittelland ist die Hauptursache dafür das hohe Siedlungswachstum. (Bundesamt für Raumentwicklung)



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