Geschichte

Edward J. Kazmirski – 1. Weltmeister F3A 1960 in Dübendorf

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Wir schreiben das Jahr 1960. Am 23./24. Juli fand auf dem Flugplatz Dübendorf bei Zürich die erste Weltmeisterschaft für radiogesteuerten Modellkunstflug (damals RCMM) statt. Vor fast 10 000 fachkundigen Zuschauern aus aller Welt überraschte die US-Amerikanische Mannschaft die gesamte Weltelite mit ihren kleinen, schnellen Tiefdeckern, galten diese doch bis anhin als eher unbeherrschbar. Der Überflieger dieser WM hiess Edward J. Kazmirski (USA), sein Modell nannte er «Orion».

Ed Kazmirski (1921–2007) aus dem Staat Illinois war nur relativ kurze Zeit aktiver Modellflieger.

In der Zeit von 1950 bis Mitte der 60er-Jahre konstruierte er zahlreiche, revolutionäre Modelle für den Modellkunstflug. 1960 gewann er die Nationals in den USA und qualifizierte sich so für die ersten Weltmeisterschaften in der Schweiz. Zusammen mit Bob Dunham (Orbit – MFS 3/2010) und Harold deBolt bildete er das erfolgreiche amerikanische Team.

Mit dem Sieg der Amerikaner und ihren leichten Kunstflugtiefdeckern wurde eine ganz neue Entwicklung eingeleitet, welche sich über die ganze Welt erstreckte. Modelle wie der «Orion» oder deren Nachfolger, der legendäre «Taurus», wurden zu Vorbildern von Dutzenden von «Eigenkonstruktionen».

Die Firma Top Flite brachte 3 Modelle von Kazmirski als Baukasten auf den Markt. Als erster Bausatz erschien das Siegermodell von 1960, der «Orion». Der «Taurus» war eine Weiterentwicklung des «Orion» und wurde von Kazmirski 1963 an der WM in Belgien erfolgreich eingesetzt – Kazmirski erreichte damit den 3. Platz. Als kleines, handliches Kunstflug-Einsteigermodell folgte noch der «Tauri». Alle 3 Modelle wurden von Topflite über

Jahrzehnte hergestellt und vertrieben. Die Flugeigenschaften sind so gut, dass diese Modelle selbst heute noch nachgebaut werden.

Alle 3 Modelle wurden von Guido Patroncini sorgfältig nach Plan gebaut und können anlässlich des «50th Anniversary Aerobatic Retro Day» am 21. August in Dübendorf nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft bewundert werden.

Infos: www.leodolter.ch



Orion mit Orbit-Sender.



Taurus mit F&M-Sender.



Der Trainer Tauri mit Kraft-Sender.




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