Titelstory

Ein Modellflugpionier zeigte den Weg

von Heimo Stadlbauer
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Der manntragende Elektroflug im Kommen


Heimo Stadlbauer

Fotos: Stadlbauer und Gollner



Das Ergebnis war ein Flug von etwa neun Minuten in einer Flughöhe von 300 Metern. Einige zirka 15-minütige Flüge wurden anschließend noch durchgeführt. Es konnte mit diesem Experiment damals gezeigt werden: Der manntragende Elektroflug ist möglich. Während es beim elektrisch betriebenen Modellflug durch stetige Neuentwicklungen bei den Modellen, Akkus und Motoren weiter aufwärts ging, kam es bei der Grossfliegerei durch das erhöhte Gewicht und die geringen Flugzeiten die nächsten Jahre zu keiner weiteren Verbreitung.

Die MB-E1 wurde 2017 mit Unterstützung der FH-Joanneum/Aviation in Graz neu aufgebaut und restauriert. Voraussichtlich wird das Flugzeug ab Mai 2018 im Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof (www.luftfahrtmuseum.at) ausgestellt.

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Die Zukunft?

Fred Militky schrieb nach seinem gelungenen Erstflug vom 21. Oktober 1973: «Mit der Durchführung des Projekts MB-31 konnte nachgewiesen werden, dass es möglich ist, ein Luftfahrzeug schwerer als Luft unter Mitführung elektrischer Energie zu betreiben. Es wird von den Batterieherstellern abhängen, ob es gelingt, in der Zukunft noch bessere Batterien herzustellen, die zudem auch noch leichter sind und es möglich machen werden, den Elektroflug zumindest im Bereich der Sportfliegerei einer breiteren Schicht zugänglich zu machen.»



Ebenfalls in den 70er-Jahren flog ein elektrisch motorisierter Hängegleiter erfolgreich und illegal am Militky Cup in Pfäffikon. Als Antrieb zwei Motoren aus Sitzverstellung eines Amerikanerwagens.



Österreichisches Luftfahrtmuseum, Kurator für Modellflug: Fred Militky; ein Name, der den älteren Modellfliegern sicherlich noch ein Begriff ist. Er konstruierte bereits Ende der 50er-Jahre den freifliegenden, elektrisch betriebenen «Silentius» und 1973 brachte Graupner seine Konstruktion, den fernzusteuern den Elektro-Segler «HI FLY», heraus.

Aber Fred Militky wirkte auch bei der manntragenden Fliegerei mit. Sein Schulfreund, Heinrich Brditschka, betrieb in Haid nahe Linz an der Donau eine Firma, die sich mit dem Bau von einmotorigen Flugzeugen beschäftigte (die Firma läuft heute unter der Bezeichnung HB-Flugtechnik). Militky und Brditschka machten 1973 eine Machbarkeitsstudie und holten die Firmen Bosch (Antriebsmotor) und Varta (Nickel-Cadmium-Akku-Technik) mit an Bord. Heraus kam die MB-E1 (Militky-Brditschka Elektroflieger Nr. 1).

Am 21.10.1973 erhob sich das weltweit erste elektrisch betriebene manntragende Flugzeug (Spannweite 12 m) in Wels erstmals in die Lüfte. Das Ergebnis war ein Flug von etwa neun Minuten in einer Flughöhe von 300 Metern. Einige zirka 15-minütige Flüge wurden anschließend noch durchgeführt. Es konnte mit diesem Experiment damals gezeigt werden: Der manntragende Elektroflug ist möglich. Während es beim elektrisch betriebenen Modellflug durch stetige Neuentwicklungen bei den Modellen, Akkus und Motoren weiter aufwärts ging, kam es bei der Grossfliegerei durch das erhöhte Gewicht und die geringen Flugzeiten die nächsten Jahre zu keiner weiteren Verbreitung.

Die MB-E1 wurde 2017 mit Unterstützung der FH-Joanneum/Aviation in Graz neu aufgebaut und restauriert. Voraussichtlich wird das Flugzeug ab Mai 2018 im Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz-Thalerhof (www.luftfahrtmuseum.at) ausgestellt.



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