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Strahlender Sonnenschein am Warbird Fly-In auf dem Flugplatz Dübendorf

von Hermann Mettler
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Das 4. Warbird Fly-In fand am 24. August auf dem Flugplatz Dübendorf statt. Die Organisatoren setzten auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Es trafen darum mehrheitlich Piloten und Zuschauer aus der näheren Umgebung ein. Bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel gab es viele attraktive Flüge, die auch das angereiste Publikum begeisterten.


Warbirds – elektrisch ?

Typisch für manche Warbirds ist ein kräftiger Sternmotor mit sonorem Sound, bei dem auch die Ventilsteuerung mit dem charakteristischen Klang deutlich mitzuhören ist. Das passt dann besonders gut, wenn auch das Vorbild mit einem solchen Motor ausgestattet ist. Nun gibt es aber Flugplätze, die an bestimmten Tagen keinen Betrieb mit Verbrennungsmotoren zulassen oder diesen aus Gründen des Lärmschutzes gar nicht erlauben können. Als Ersatz dafür gibt es inzwischen leistungsstarke Elektroantriebe, mit denen sich ähnliche oder gar bessere Flugleistungen realisieren lassen. An diesem Fluganlass gab es beide Motortypen zu sehen. Aus einer etwas grösseren Distanz betrachtet, liess sich kaum ein Unterschied feststellen.


Herausgepickt:

Messerschmitt Bf 109 F-4

Modellbauer mit einer langjährigen Bauerfahrung suchen auch einmal nach einer besonderen Herausforderung. In diesem Fall ist es eine Messerschmitt Bf 109 F-4. Beim Original des Jagdflugzeuges ist das Fahrwerk im Rumpf eingebaut. Die beiden Federbeine stehen jeweils in einem Winkel von 73 Grad gegen aussen. Dadurch wird die Aufhängung bei der Landung stark beansprucht. Um solche Belastungen zu reduzieren, verlegte der Konstrukteur des Bausatzes die Befestigungen der beiden Fahrwerke vom Rumpf weg unter die Tragflächen, um so den Radabstand zu vergrössern. Damit wäre jedoch ein Teil des für diesen Jäger typischen Erscheinungsbildes verloren gegangen. Mit einer erheblichen Modifikation wurde diese Abweichung nun behoben. Sehr selten sind an Flugmodellen steuerbare Vorflügel (Slats) anzutreffen. Durch eine Erweiterung wurden solche zusätzlich an den Tragflächen angebracht. Diese werden vorbildgetreu und damit optisch kaum sichtbar durch die in den Flügeln eingebauten Servos angesteuert.



Die manntragende Bf 109 F-4 verfügt zudem über kombinierte Kühler- und Landeklappen. Die Kühlerklappen dienten zur Regulierung der Temperatur in den unter den jeweiligen Tragflächen angebrachten Kühlern. Auch diese Klappen funktionieren beim Modell deutlich erkennbar. Nach einer erheblichen Konstruktions- und Bauzeit stand nun auch die kleinere der beiden Bf 109 zum Erstflug auf dem Platz bereit. Die Fotos zeigen den gelungenen Flug. ■

Bild und Text:
Hermann Mettler


Daten: Messerschmitt Bf 109 F-4
Erbauer:Hans-Peter Hofer
Bausatz:Fliteskin Aeroscale
Massstab:1:4,9
Spannweite:2,03 m
Länge:1,74 m
Abfluggewicht:9,5 kg
Antrieb:12S 6250 mAh , Motor Leomotion 9031-125
Propeller:Ramoser 24 × 24
Servos:total 14 Stk., pro Tragfläche 5 Stk. S-Bus-Servos (programmiert)
Bauzeit:Total ca. 1500 Stunden



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