Sport

40. Benkenschwinget

von Christoph Rufle
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Bericht vom 40. Benken-Cup der MG Auenstein

Man mag sich über die Titelzeile wundern – inzwischen hat sich das Schwingen durchgesetzt – das Schwingen der Modelle wohlgemerkt. Die Mehrheit der Flugzeuge wird per SAL-Start in die Luft befördert. So lassen sich die besten Ausgangshöhen für die bevorstehenden Flugaufgaben erreichen. Trotzdem stehen nicht unbedingt der Rang und die Leistung im Vordergrund, vielmehr ist es ein gemütliches, stressfreies Plauschtreffen, an dem viel Zeit für Klatsch, Tratsch und lustiges Beisammensein vorhanden ist. Oftmals ist es auch die letzte Gelegenheit im Jahr, weiter entfernt wohnende Kollegen nochmals zu treffen.

Bei vielen Modellpiloten aus der näheren und weiteren Region hat der Benkencup der MG Auenstein deshalb einen festen Platz in der Agenda. Man kann wohl mit Recht von einer Traditionsveranstaltung sprechen – der Wettbewerb wurde dieses Jahr zu 40. Mal ausgeflogen! Die Geschichte der letzten Jahre ist auf der berühmten «Bänke-Schaltafle» verewigt.

Auch dieses Jahr konnte Wettbewerbsleiter Ueli Amsler (traditionell mit SKA-Mütze eine

muntere Schar von 69 Piloten und zahlreiche Zuschauer auf dem Benken begrüssen. Nach dem Briefing konnte der erste Durchgang kurz nach 10.30 Uhr gestartet werden. Die Resultate reichten von kurzen Gleitflügen Start-Ziel bis zur bravourösen Erfüllung aller Aufgaben im Zeitlimit. Das Regelwerk wurde dieses Jahr dahingehend geändert, dass jeder Pilot sein Modell selbst werfen musste, was das Engagement von Werner Günthör überflüssig machte.

Wie jedes Jahr waren neben der Starthöhe und dem Flug können auch eine gute Taktik und eine Portion Glück nötig. Wer vor dem Hang «absoff», hat keine Chance mehr, zu den Landepunkten zu kommen, und ein längerer Fussmarsch wurde fällig – ausser er verzichtete darauf, die Zeitlimite auszuschöpfen und landete in der Nähe. Auch musste der eine oder andere Flieger aus «Baumnot» gerettet werden. Die Art der eingesetzten Modelle reichte vom einfachen «Zagi» bis zum voll ausgestatteten SAL-Vierklappen-Segler. Zwar zeigte sich eine klare Tendenz zu Letzterem, was aber gar nicht heisst, dass man mit einem anderen Modell chancenlos gewesen wäre. Vor allem die zahlreich anwesenden Junioren flogen manchem

alten Hasen mit ihrer Unbekümmertheit auf und davon und ins «teuerste» Landefeld. Dabei scheuten sich einige auch nicht vor gewagten Manövern auf Grashalmhöhe und mussten sich mit einem Riesensatz vor dem eigenen Flugmodell in Sicherheit bringen. Nach einer grosszügigen Mittagspause mit Verpflegung vom Grill wurde der zweite Durchgang gestartet. Dank der nun schon routinierten Zusammenarbeit von Piloten und Zeitnehmern konnte der Wettbewerb flott abgewickelt werden, und pünktlich zum Rangverlesen zeigte sich sogar noch die Sonne.

Diesjähriger Sieger wurde Willi Ramsteiner mit 948 von 1360 möglichen Punkten; er durfte als Erster seine Wahl am reich

gedeckten Gabentisch treffen. Aber für fast alle Teilnehmer war ein mehr oder weniger grosser Preis vorhanden. An dieser Stelle bedanken sich die Organisatoren ganz herzlich bei unseren Sponsoren, die den Benkencup jedes Jahr mit wertvollen Sachpreisen unterstützen. Ihnen allen ein herzliches «Dankeschön», denn ohne ihre Hilfe und den engagierten Einsatz der Vereinsmitglieder wäre es nicht denkbar, einen solchen Plauschwettbewerb (bei einem minimalen Startgeld von nur Fr. 10.–) durchzuführen.

Übrigens: der «Benken» findet immer am ersten Sonntag im November statt – auch in diesem Jahr. Wir sehen uns?!

Christoph Rufle




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