Der 6. Schlepptag der MFG St. Burkhard
Bereits seit sechs Jahren findet auf unserem Fluggelände, jeweils am Ende des Sommers, ein Schlepptag statt. Die geladenen Gäste aus den umliegenden Vereinen dürfen wir bereits als Stammgäste bezeichnen; denn sie kommen immer wieder und geniessen diesen speziellen Tag auf unserem Flugplatz.
Es wird einfach ungezwungenes und gemütliches Segelfliegen und Schleppen ausgeübt, wobei auch der kulinarische Teil am Mittag einen viel beliebten Punkt darstellt. Da kommen stets feinste Sachen vom Grill, welche mit verschiedenen Salaten serviert werden.
Auch Kaffee und Kuchen dürfen natürlich nicht fehlen. Beim Betrachten der Bilder könnte man nicht immer den Eindruck haben, dass wir uns hier im
Mittelland befinden. Solch schöne Aussichten in die Berge und in das Reusstal sind nur zwei der Privilegien, welche wir bei uns geniessen dürfen.
Der Schlepptag entwickelte sich immer mehr zu einem festen Termin in unserem Clubkalender und war auch dieses Mal eines der grösseren Highlights des Jahres 2010 auf unserem Vereinsgelände. Das vorhergesagte schlechte Wetter liess uns die Veranstaltung jedoch um eine Woche verschieben. Damit hatten wir aber eine sehr glückliche Entscheidung getroffen, denn am Ausführungstag genossen wir nach wenig morgendlichem Nieselregen nur noch Kaiserwetter.

... wäre ein Schlepptag selbstredend nur schwer durchzuführen. Muss bei anderen Anlässen fieberhaft nach solchen gesucht werden, standen sie bei uns Schlange. Sie waren so zahlreich angereist, wir hatten bereits etwas Bedenken, dass alle genügend zum Fliegen kamen. Wilga, Piper, Zlin 242, Sportsman und mehrere Belancas waren vor Ort und zogen unermüdlich die wartenden Segler in den blauen Himmel. Betrieben wurden diese Modelle allesamt mit Benzinmotoren, wo auch in aller Regel ein Drei- oder Vierblattpropeller zum Einsatz kam. Auf möglichst geringe Lärmemissionen achten wir seit Jahren und haben ein sehr gutes Einvernehmen mit unseren Anwohnern und Nachbarn. Die einfachste und wohl auch günstigste Massnahme ist und bleibt aber immer noch der Finger am Gasknüppel. Hier lässt sich mit gezieltem Gaseinsatz enorm an Schallpegel einsparen.
Auf zwei anwesende Seglertypen möchte ich kurz eingehen. Zum einen wäre da die Inteco L213; oftmals fälschlicherweise als «Blanik» bezeichnet. Diesen Segler sieht man nicht sehr oft, ja, er ist sogar ein kleiner Exot. Der einzige Original-Prototyp ist leider (bisher) unauffindbar verschollen. Das markante Erscheinungsbild, fast ein Hochdecker mit dem mittig positionierten Höhenleitwerk in der Seitenruderfinne, lässt sie unverkennbar als diesen Typ bestimmen. Der
tschechische Modellhersteller Valenta bietet die L213 im Massstab 1:5 und 1:3 an. Die Modelle sind in Voll-GFK Technik hergestellt und sehr weit vorgefertigt. Das verwendete Profil HQ1.5/8/12 ist äusserst vielseitig einsetzbar und die Stabilität der Modelle lässt in keinem Fall zu wünschen übrig. Bei uns im Verein sind sie bereits so beliebt, dass wir schon vier Stück in unseren Reihen zählen können. Das andere nennenswerte Segelflugzeug ist die grosse Salto H-101 im Massstab 1:2, pilotiert von Peter Hochstrasser. Das Modell stammt aus dem Hause Fliegerland. Sie misst mit 6,8 m Spannweite in der Kunstflugversion, mit Ansteckohren als Thermikversion, stattliche 7,8 m und stellt mit ihren 24 kg Startgewicht einen ganz schönen Brocken Modellflugzeug dar. Als Profil kommt hier ein HN-Spezial zum Einsatz. Rund 100 Arbeitsstunden hat Peter für den Bau benötigt und hat ihr unter anderem vorbildgetreue Dreh-Bremsklappen realisiert; diese zeichnen die Salto besonders aus.
... sei erwähnt, dass an diesem Tag sogar die lokale Presse vor Ort war und einen sehr informativen Bericht über das Fluggeschehen veröffentlichte; dies war der Bestandteil einer Sommerberichts-Reportage. Zum Erfolg eines solch gelungenen Tages durften wir auf die Unterstützung von vielen Helfern und auf die Gunst der Nachbarn zurückgreifen. Auch allen Besuchern und Gästen möchte ich im Namen unserer MFG an dieser Stelle nochmals einen Dank aussprechen. Wir freuen uns auf ein nächstes Mal! Weitere interessante Bilder und Berichte gibt es auf unserer Homepage unter www.mfg-stburkhard.ch zu sehen und zu lesen.
Mit Fliegergrüssen der
MFG St. Burkhard
Elmer Gossel (Text/Fotos)
Michael Staudt (Fotos)


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