The Royal Flying Doctor Services in der Schweiz
Als grosser Fan von Pilatus-Flugzeugen konnte ich im Dezember 2018 die Seriennummer 001 des Bausatzes Keiro (Kurt Eich) Semi Scale PC-24 im Massstab 1:8 sichern.
Schnell war klar, dass wir das Modell im Design der in Australien operierenden Royal Flying Doctor Services mit Bügelfolie realisieren werden. Das Modell verfügt über eine Spannweite von 2,14 Meter und ist 2,09 Meter lang. Neben der Unilight-Scale-Beleuchtung mit insgesamt 12 High-Power-LEDs kommt ein Benedini-Soundsystem mit original PC-24-Triebwerksound zum Einsatz. Der Rumpf basiert auf einem kastenförmigen Grundgerüst aus Pappelsperrholz, beplankt mit 2 mm Balsa. Hier fiel das erste Mal die hohe Passgenauigkeit der insgesamt 400 Frästeile auf. Die Gondel-befestigung sowie das Seitenleitwerk sind direkt in die Rumpfkonstruktion integriert. Als Fahrwerksmechanik dient das zuverlässige ER-30eVo von Electron, die Hauptfahrwerksbeine mit Doppelräder und gefederten Schwingen kommen von Keiro und das Bugfahrwerksbein von Eurokit. Für den benötigten Schub sorgen zwei 69-mm-Wemotec-EVO-Mini-fans mit Hacker-E40s-2.5D-Motoren an zwei YGE-90-Reglern und einem 6S-5800-mAh-LiPo-Akku.

Die beiden vollbeplankten Flügelhälften sind in konventioneller Rippenbauweise hergestellt. Bei den Landeklappen, dem Rumpf-Flügel-Übergang und dem Höhenleitwerk sind wir vom Bauplan abgewichen, um dem Original noch etwas näher zu kommen. Die Landeklappen wurden zweigeteilt, der Rumpf-Flügel-Übergang deutlich abgerundet und beim Höhenleitwerk haben wir die «Nase», in welcher sich beim Original das Ruder-Balanciergewicht befindet, nachgebildet. Insgesamt wurden zehn Futaba-Servos in Midi-Grösse verbaut, davon sechs im Flügel. Das Futaba-Empfangssystem wird von einem 2S-LiPo-Akku über eine Jeti-Stromversorgung betrieben. Alle anderen Verbraucher werden wegen der verschiedenen Versorgungsspannungen und Stromstärken über insgesamt drei Castle Creations BEC 2.0 betrieben. Der Prototyp von Kurt Eich wiegt flugfertig 5,7 kg. Unser Modell kommt mit den zusätzlichen Servos, Beleuchtung und dem Benedini-Soundsystem auf knapp über 7 kg, was jedoch immer noch im grünen Bereich liegt. Bestätigt hat sich dies beim erfolgreichen Erstflug. Das Modell fliegt sich sehr gutmütig und das Flugbild ist einfach einzigartig. Die zweiteiligen Landeklappen sowie das Beleuchtungssystem wirken im Flug wie erwartet sehr realitätsnah. Für den Bau sollte man je nach Ausstattung und Ausführung 6–12 Monate einrechnen und bereits über Baukenntnisse verfügen.


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