Geschichte

Treffen der Modellflugzeug-Giganten im Gäu

von Peter Gubelmann
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Zum fünften Mal trafen sich auf dem neuen Modellflugplatz der Gruppe Gäu die Piloten aus dem In- und Ausland mit ihren schwergewichtigen Modellen. Die Modellfluggruppe Gäu mit ihrem aktiven Präsidenten Oskar von Rohr und seiner Frau Elsbeth organisierten das Treffen in einer Weise, wie es heute zum notwendigen Standard solcher Veranstaltungen gehören muss. Getrennt durch ein Sicherheitsnetz (gemietet von der Region 2) konnte der Flugbetrieb ohne Gefährdung der Zuschauer und der parkierten Modelle stattfinden. Die Bewährungsprobe des Netzes liess dann auch nicht lange auf sich warten. Eine ruppig landende Iljuschin 76 (20 kg) brach aus und verfang sich, ohne Schaden anzurichten, im grobmaschigen Nylonnetz. Die Besitzer der in der Nähe parkierten Modelle werden dem Organisator noch lange für seine Vorsorge dankbar sein. Samstag fand ein Plauschwettbewerb statt, bei dem eine vom Piloten angesagte Flugzeit möglichst genau einzuhalten war. Ein Pflichtfigurenprogramm und eine freigewählte Figur sollten die Aufgabe erschweren, doch wurde diese von allen Piloten problemlos bewältigt. Dies führte dazu,



dass sich sechs Konkurrenten in die drei ersten Ränge teilen mussten.

Der Sonntag war dem Schaufliegen reserviert. Ab 10 Uhr konnten sich die über 30 Piloten mit mehr als 60 Modellen nach Voranmeldung fast uneingeschränkt am Himmel tummeln und die zahlreichen Zuschauer unterhalten. Von den zahlreichen Segelflugzeugschleppen bis zum Höhepunkt des Tages, dem Flug einer Iljuschin 76, gesteuert vom Deutschen Thomas Meyer aus Nürnberg, war viel Sehenswertes am Himmel zu bestaunen.

Die Flugtage konnten ohne Zwischenfall abgewickelt werden, ein Verdienst auch der diszipliniert fliegenden Piloten.

Leider fand der angekündigte Erstflug der Galaxie nicht statt. Das 52 kg schwere Modell, angetrieben von vier 13,5-ccm-Zweitaktmotoren, war, wie zu vermuten war, um ein Vielfaches untermotorisiert. Bei Vollgasleistung rührte es sich, einsinkend in der weichen Kunststoffpiste, nicht vom Fleck. Auch «Anschieben» half da nichts, hier muss mindestens viermal mehr Leistung installiert werden, wenn dieser Riesenvogel jemals in die Luft sollte. Wie sich jedoch dieses Modell in der Luft verhalten würde, bleibt wohl für immer sein Geheimnis.

Peter Gubelmann



Rangliste
1. Sannwald Martin2998 Pkt.
2. Weibel Paul2998 Pkt.
3. Wälti Paul2997 Pkt.
4. Moller Stefan2997 Pkt.
5. Stalder Heinz2994 Pkt.
6. Marzan Mencingen2994 Pkt.
7. Weier Hermann2992 Pkt.
8. Gloor Hugo2991 Pkt.
9. Fässler Thomas2990 Pkt.
10. von Arx Titus2988 Pkt.


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