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Vision einer Modellbauausstellung

von Dieter Voegelin
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Letzthin hatte ich einen Traum, eine Vision: So könnte doch eine Modellbauausstellung auch aussehen!

Im Eingang hängt ein einfacher Holzsegler mit etwa 2 m Spannweite (okay es ist ein Amigo). Schon höre ich einen Knaben sagen: Du, Papi, den könnten wir doch auch bauen, der ist sicher nicht so arg teuer und auch nicht so schwer zu fliegen. ... Hoppla, das erste Ziel einer Ausstellung ist schon erreicht. Die Ausstellung selbst, oh, da stehen nicht nur hochglanzpolierte Reisekähne rum. Da stehen ja auch Gebrauchsmodelle, zum Teil schon mit sehr viel Patina. Und meisten Modelle kommen aus der veranstaltenden Gruppe. Alles ist nach Sparten gegliedert. Da sehe ich die Fesselflieger, die Motorflieger, die Segelflieger und auch die Krönung des Modellfluges, die Freiflieger. Und überall ist betreuendes Personal dabei. Da machen offensichtlich auch benachbarte Vereine mit, wenn z.B. der eigene Modellflugclub keine Freiflieger hat. Ein Modellbauhändler aus der Region ist auch da. Der will heute nicht unbedingt viel verkaufen, sondern mit seinem grossen Wissen und seinen kundigen Kontakten die Leute animieren, sein Geschäft zu besuchen.

Alles ist sehr schön auf den Nachwuchs ausgerichtet. Und nicht nur auf den kleinen Nachwuchs. Auch Erwachsene werden gerne beraten, um ihnen den Einstieg in die Modellflugwelt zu erleichtern.

Tombola und Restaurant gehören natürlich heute standardmässig zu einer Ausstellung. An der Occasionsbörse wird hier nicht nur alter Trödel verkauft, sondern wirklich brauchbare Ware. Das Lässigste kommt noch: Die Kinder müssen sich nicht an einem ach so geilen Simulator quälen, die können unter Anleitung kleine Gleiter bauen! Zweimal findet auf der Wiese neben dem Gebäude ein Wettfliegen mit diesen Gleitern statt. Wer kommt am Weitesten? Es gibt sogar kleine Preise zu gewinnen. Mami, Mami, ich habe eine Cola und Pommes Frites gewonnen! Manchmal ist weniger halt mehr.

Ein paar Grossmodelle sind natürlich auch vorhanden, aber die werden gar nicht so sehr beachtet. Sogar gestandene Modellflieger stehen vor den einfacheren, älteren Modellen. So was habe ich doch auch mal geflogen. Magst du dich erinnern? Einmal fliegen, zweimal flicken. Waren eigentlich schöne Zeiten.

Es gibt halt doch noch Anlässe, die sich vom Gros der Konkurrenz abheben. Gemütlich, familienfreundlich, inspirierend und bezahlbar. Die Kinder werden kreativ, aus einer Zeichnung wird ein Plan, aus dem Plan mit ein wenig Depron, einer Schere und etwas Klebstoff schnell ein Flieger.

Na ja, leider ist es nur eine Vision. Wirklich?

*Dieter Voegelin*



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