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Nachwuchsförderung nicht im Vordergrund

von E. Giezendanner
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Nachwuchsförderung nicht im Vordergrund

Der Modellflug darf sich bezüglich Nachwuchs- und Juniorenanteil in seinen Vereinen nicht beklagen. Dort, wo diese Organisationen für Jugendliche offen sind und auch Modellflug-Väter ihren Nachwuchs beizeiten in ihr Hobby einweihen, bestehen keine Nachwuchsprobleme. Deshalb brauchen Aktionen für Kinder, Jugendliche und Eltern nicht zwingend der Nachwuchsförderung zu dienen.


Ein unterhaltsames Angebot für Familien

Ein abwechslungsreiches Angebot für die Familien auf die Beine zu stellen, ist eines der Hauptziele, das der Modellflugverein mit seinem Hallenfliegen erreichen will. Neben zahlreichen Flugvorführungen von Einheimischen und Gastpiloten wird deshalb immer die Eigenbetätigung der Kinder gefördert. Die vierte Auflage der Pfäffiker Halleflüge wurde von mehreren Hundert Zuschauerinnen und Zuschauern besucht. Dabei haben das traditionelle Flugzeugbasteln und der Wettbewerb für Kinder nach wie vor eine grosse Anziehungskraft. So wurden im Verlaufe von rund vier Stunden nicht weniger als 50 Modelle montiert und zum Teil mit viel Einsatz und Fantasie bemalt und verziert. Vom MV Pfäffikon waren drei Instrukturen im Einsatz, wobei sie so viel wie möglich die Eltern einbezogen –



eine pädagogische Haltung, die sich auch im Modellflug schon immer bewährt hat.


Wer hat das schönste Modell im Land?

An den vier durchgeführten Anlässen haben die Pfäffiker verschiedene Jugendmodelle ausprobiert. Als Hauptkriterium gilt immer, es muss ohne Leim gehen. Da waren zuerst zwei Elektromodelle aus Holz und Schaumstoffen, dann folgten ziemlich robuste Schaumstoff-Wurfgleiter. Dieses Mal kam der Wurfgleiter Arcus Newbie 500 von Robbe zum Einsatz.



Ein nahezu unzerstörbares Modell mit magnetbefestigtem Flügel und ansprechenden Flugeigenschaften. Für das Bemalen des Schaumstoffs mussten wasserfeste Faserschreiber verwendet werden. Immer wieder waren Kinder zu beobachten, wie sie – teilweise unterstützt von ihren Eltern – ganz in die Gestaltung ihres Flugzeugleins vertieft waren. Eine Jury machte sich auf die Suche nach den drei schönsten Kunstwerken.


Training wichtiger als Wettbewerb

Wer mit Kindern und Eltern in grosser Zahl Flugzeuge bastelt, muss auch genügend Zeit einräumen, dass diese in der Halle gebührend getestet werden können. Ein tolles Treiben mit wunderschönen Flügen, aber auch Abstürzen. Väter glänzten mit ihren fundierten aerodynamischen Kenntnissen und modifizierten – wenn auch nicht immer zum Besseren –, und Mütter gaben punkto sportpsychologischer Betreuung alles. Der Wettbewerb um den weitesten Flug zeigte klar, dass auch unsere Jüngsten dem sogenannten Wettbewerbsdruck nicht immer gewachsen waren. Nur, das Messband auf dem Hallenboden gehört zu den harmloseren Instrumenten in unserer Leistungswelt. Trotzdem unterlagen einige dem bösen Demoeffekt und kaum war der Wettbewerb vorbei, flogen die Modelle wieder wunderbar. So ist das Leben ...




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