Geschichte

Coppa Europa F1E 1981 in Italien

von Heinz Jeger
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Grossartiger Sieg von François Tapernoux


Mehr als 30 Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz fanden sich über das Wochenende vom 26./27. September 1981 auf der Cansiglio-Hochebene in der italienischen Provinz Treviso ein. Unter der Leitung von Rolando Amato organisierten die Aeromodellisti della Marca Trivigiana einen F1E-Europa-Cup. Um es vorwegzunehmen: die Organisation funktionierte tadellos, lediglich das Wetter spielte nicht so mit, wie man es sich für solche Anlässe wünscht.

Aus der Schweiz waren acht Modellflieger angereist, darunter alle drei Nationalmannschaftsmitglieder, die darauf brannten, ihre an der diesjährigen Europameisterschaft einmal weniger gute Leistung vergessen zu machen.

Bei zunehmender Bewölkung, aber noch guten Verhältnissen, begann am Samstagnachmittag die Konkurrenz. Drei Durchgänge standen auf dem Programm, nach denen noch elf Konkurrenten – davon sechs Schweizer – ohne Zeitverlust zu Buche standen. Allgemein wurde daher ein Stechen erwartet, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Kaum waren wir am Sonntagmorgen am Startplatz angekommen, öffnete der Himmel seine Schleusen, und es goss wie aus Kübeln, begleitet von Blitz, Donner und Hagel. Nach einiger Verzögerung nahm der Wettbewerb seinen Fortgang. Nur noch wenige erreichten die Maximalflugzeit; ebenfalls stand nach diesem vierten Durchgang fest, dass es nicht zu einem Stechen kommen würde. Der fünfte Durchgang schliesslich wurde nach nochmaligem Aufschub, entgegen den auf der Ausschreibung festgelegten Durchgangszeiten, durch die Jury von anderthalb auf eine Stunde verkürzt. Bis kurz vor Durchgangsende regnete es wieder in Strömen; bei vielen Modellen versagte in der Folge die Steuerung, so dass sich viele mit einer Flugzeit um die 30 Sekunden begnügen mussten. Der Regen liess allmählich nach, wovon – wenn auch

grösstenteils ungewollt – die Schweizer profitieren konnten, die erst spät an den Startplatz zurückkehrten. François Tapernoux erreichte während diesem «Zwischenhoch» ein Maximum und konnte sich dadurch zugleich den Gesamtsieg dieser Konkurrenz sichern. Der Mannschaftssieg ging an unsere Nationalmannschaft, die eine ausgeglichene Leistung zeigte. Überhaupt konnten sich die Resultate der Schweizer sehen lassen: nicht weniger als sechs Schweizer Modellflieger figurieren in der Einzelwertung unter den ersten zehn Klassierten. Den Abschluss fand dieser aus Schweizer Sicht erfreuliche und erfolgreiche Europa-Cup bei einem Empfang und der anschliessenden Preisverteilung.


Heinz Jeger


Rangliste
1. François TapernouxCH1404
2. K. H. RitterbuschD1384
3. Antonio GhiottoI1382
4. Felix Schobel jun.A1373
5. Heinz JegerCH1364
6. Werner HauensteinCH1349
7. René PfisterCH1300
8. Robert HallerCH1272
9. Edi MauriI1272
10. Ernest WürmeliCH1264
11. Mauro AgostiI1258
12. Eligio BaùI1242
13. Maurizio TomazzoniI1223
14. Ugo PolanoI1222
15. Gian Paolo BaroniI1210
16. Otmar RehorCH1202
17. Romeo SartoriI1200
18. Marco TomazzoniI1197
19. Karl LintenerA1190
20. Rolando AmatoI1140
21. Maurice BodmerCH1128
22. Antonio BaroniI987
23. Tino CosmaI959
24. Robert BuchleitnerA957
25. Amedeo BertoI955
26. Aldo LicenI951
27. Mario AmatoI924
28. Mario ToniniI873
29. Angelo BonatoI859
30. Marco VenutiI721
31. Karl AlmesbergerA705
32. Alfredo UrsichI549
33. Giorgio BoseggiaI475
34. Luigi ForteI365

Zu den heute erfolgreichsten Schweizer Magnetfliegern gehört François Tapernoux.




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