Sport

Schweizer Meisterschaften 2009: F3B-Segelflieger starteten in Winterthur

von Reto Fiolka
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F3B-Segelflieger starteten in Winterthur

Am Wochenende vom 18.–19. Juli 2009 fand die Schweizer Meisterschaft F3B auf dem Segelflugplatz Hegmatten bei Winterthur statt. Diese wurde als Novum zusammen mit einem Euro-tour-Wettbewerb verbunden. Dank der Teilnahme von Piloten aus Deutschland und Italien verdoppelte sich die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zu den Vorjahren. 41 Teilnehmer erlebten einen spannenden Wettbewerb bei wechselhaften Wetterbedingungen.


Guter Geist in gutem Umfeld

Es ist der Verdienst von Ruedi Schaub, dass nun nach einigen Jahren Pause wieder ein Euro-tour-Wettbewerb F3B in der Schweiz stattfand. Früher gab es noch den Eurotour Wettbewerb in Emmen, allerdings verschwand dieser leider vom Tour-Kalender, da sich immer weniger Helfer finden liessen. Daher entstand die Idee, die SM mit einem in der Teilnehmerzahl begrenzten Eurotour-Wettbewerb zu verknüpfen, so müssen die Helfer nur einmal aufgeboten werden und können dank der Mehreinnahmen auch angemessen entschädigt werden. Für den Wettbewerb konnte Ruedi den Segelflugplatz in Hegmatten organisieren, der ein ideales Gelände für F3B-Fliegen bietet und schon über die notwendige Infrastruktur (Clubhaus, Hangar als Unterstand usw.) verfügt.


Die Wettkämpfe

Am Samstagmorgen erwartete uns regnerisches Wetter mit frischem Seitenwind. Trotzdem



wurde sofort mit dem Zeitflug begonnen, der sehr selektiv ausfiel. So mancher erreichte nicht mehr die Landezone, und ein Modell musste sogar aus einem Baum geborgen wer- den. Beim folgenden Streckenflug frischte der Wind weiter auf und man musste ordentlich aufballastieren, um nicht vom Winde verweht zu werden. Wegen des wechselhaften Wetters wurde am Samstag kein Speedflug geflogen, da einsetzender Regen ein Auftrennen der Gruppen erfordert hätte. Dafür wurden noch der Streckenflug und der Zeitflug der zweiten Runde absolviert.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter freundlicher, allerdings wehte immer noch ein steifer Wind. Wir flogen am Morgen noch einen dritten Zeitflug, und danach wurden die anstehenden Speedflüge durchgeführt. Dies erwies sich aus zweierlei Hinsicht als gute Entscheidung: Erstens war das Wetter konstant und ermöglichte damit faire Bedingungen. Zweitens wurde den zahlreichen Zuschauern, die sich nach dem Mittag einfinden, auch etwas Spektakel geboten. Die Zeiten in den Speedflügen waren recht schnell, so flogen viele Piloten im Bereich von 15–16 s. Um etwa 15 Uhr wurde der Wettbewerb nach dem dritten Speed-Durchgang beendet, um den von weither angereisten Teilnehmer aus Deutschland und Italien eine frühe Heimreise zu ermöglichen. Die meisten

Schweizer Teilnehmer wären gerne noch eine Disziplin geflogen, z.B. einen Speed in inverser Reihenfolge, aber dies war halt der Preis für eine kombinierte SM-/Eurotour.

Die Eurotour-Wertung für den Mörsburg-Cup gewann Andreas Böhlen souverän vor Michael Wohlfahrt (Deutschland) und Hanspeter Götz (Deutschland). Die Wertung für die Schweizer Meisterschaft entschied Andreas Böhlen ebenfalls für sich, gefolgt von Roland Hoffmann und Thomas Kübler, die auch im «internationalen» Vergleich sehr gut abschnitten (Rang 4 und 5 in der Eurotour-Wertung).


Rangliste
RangNameLandVereinPunkteProzent
1.Böhlen AndreasCHLangenthal7830.52100.00
2.Wohlfahrt MichaelBRD7755.2499.04
3.Gölz Hans-PeterBRDKirchheim7701.7998.36
4.Hofmann RolandCHMörsburg7618.4197.29
5.Kübler ThomasCHDiessenhofen7604.7797.12
6.Köberlein GerhardBRDMünchen7593.9896.98
7.Liese ReinhardBRDKassel-Zierenb.7588.5196.91
8.Hortzitz ArminBRDMünchen7575.0796.74
9.Böhlen StefanCHRiggisberg7533.0296.20
10.Villani EnnioIT7437.5994.98
(41 Teilnehmer)


Fazit und Dank

Es war ein gelungenes Experiment, die Schweizer Meisterschaft mit einem neuen Konzept durchzuführen. Erfreulicherweise konnten auch einige neue Teilnehmer in den Schweizer Reihen gewonnen werden. Dies ist sehr wichtig für den F3B-Sport, der in den letzten Jahrzehnten einige internationale Top-Piloten hervorgebracht hat. Damit diese erfreuliche Entwicklung nicht abbricht, braucht es Nachwuchs und auch attraktive Wettbewerbe wie diese SM-/Eurotour. An dieser Stelle möchte ich im Namen aller Piloten Ruedi Schaub und den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz danken, sie haben uns eine reibungslose und spannende SM mit etwas internationalem Flair ermöglicht.

Text: Reto Fiolka,
Bilder: Ruedi Schwald,
Reto Fiolka



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