Lockheed T-33 «Shooting-Star» – Sternschnuppe
Die Lockheed T-33 «Sternschnuppe» von HSDJETS ist aktuell eines der grössten EDF-Jet-Modelle aus Schaum, welches auf dem Markt erhältlich ist.

Der Aufbau des Modells ist denkbar einfach. Man muss nichts kleben, alle noch zu montierenden Teile sind passgenau und können einfach verschraubt werden. Sämtliche Servos sind bereits eingebaut. Ausser beim Seitenleitwerk sind alle Kontakte (Servos) als Steckverbindung vorbereitet. So ist die Verbindung von den Flächen zum Rumpf ein Kinderspiel.
Das elektronische Fahrwerk mit zwei Scheinwerfern am Bugrad ist ein echtes Highlight. Beim Ausfahren öffnen zuerst die Fahrwerksklappen, anschliessend mit etwas Verzögerung erscheinen langsam die Fahrwerksbeine. Das gefederte Fahrwerk aus Alu macht einen stabilen Eindruck, die Räder sind alle kugelgelagert, zusätzlich ist das Hauptfahrwerk noch
mit Bremsfunktion ausgestattet, was die über 7,5 kg schwere Masse locker zu bremsen vermag. Erwähnenswert ist die Controller-Einheit MFC-2085; diese wird einfach mit dem Empfänger und zwei 2S-Akkus verbunden, wobei der Empfänger nur mit einem Kabel im
SBUS verbunden wird. Die Programmierung ist äusserst einfach, da die Servos schon präzise eingestellt sind. Die Servoausschläge wählen wir analog der Anleitung. Auf das Höhenruder wählen wir 30% Expo, die anderen Ruder lassen wir unverändert.
Für die 2x 6S-5000-mAh-LiPo-Akkus, welche wir in Serie zu 12S verbinden, ist mehr als genügend Platz in der Rumpfspitze vorhanden. Es besteht genug Raum, um mit Verschieben der Akkus den Schwerpunkt genau zu treffen. Wir haben vor dem Erstflug die Akkus allerdings etwa 1,0 cm weiter vorne positioniert.
Wir platzierten zwei Pilotenfiguren im Cockpit (im Lieferumfang nicht enthalten), da diese bei Flugaufnahmen sichtbar fehlen würden. Allerdings ist das Cockpit bestens vorbereitet, um diese Figuren einsetzen zu können; die Schleudersitze sind noch nicht im Cockpit verleimt.
Auf dem Modellflugplatz sind nur noch die Tragflächen mit dem Rumpf zu verschrauben, dann ist die T-33 bereits einsatzbereit.
| Lockheed T-33 «T-Bird»/«Shooting-Star» 12S-Version HSDJETS | |
| Spannweite: | 2018 mm |
| Länge: | 1800 mm |
| Abfluggewicht: | ca. 7500 g |
| Geschwindigkeit: | 150–180 km/h, elektronisches, gefedertes Einziehfahrwerk mit Bremsfunktion |
| – 120-mm-S-EDF Impeller – Brushless Inrunner 5268-640KV – Hobbywing-160-A HV-Regler – XT150 – Controller-Einheit MFC-2085 Scale-LED-Beleuchtung – 4x 12-Gramm-Metallgetriebe-Servo, digital – 7x 25-Gramm-Metallgetriebe-Servo, digital | |
| Empfänger-Akku: | LiPo 2S/7,4V, 2200 mAh |
| Preis: | Fr. 1299.– bei www.hebu-shop.ch |

Wir verwenden für die Stromversorgung zwei 2S-2200-mAh-LiPo-Akkus. Als Antriebs-Akkus kommen zwei 6S-5000-mAh-LiPo-Akkus zum Einsatz.
Wir planen für den ersten Flug eine Flugzeit von drei Minuten, um genug Reserven zu haben. Wer weiss, ob der erste Landeversuch funktioniert?
Zum Start wird die T-33 getragen, um Energie zu sparen. Pilot ist der 12-jährige Rodito Nussbaumer.
Das Modell beschleunigt gut auf der Rasenpiste und hebt nach geschätzten 40 Metern ab. Das Höhenruder müssen wir etwas auf Höhe trimmen, alle anderen Ruder stimmen perfekt. Das Modell liegt ruhig in der Luft und reagiert präzise auf die Steuerbefehle. Bereits beim ersten Flug testet Rodito unter anderem Rückenflug und Rollen, welche problemlos gelingen; das Modell liegt wie ein Brett in der Luft.
Nach den geplanten drei Minuten steuert Rodito die T-33 zur Landung. Die ca. 7,5 kg lassen das Modell etwas schnell einschweben. Das Modell lässt sich wunderbar «aushungern», bevor es aufsetzt; am Ende helfen die Bremsen, um das Modell zum Stehen zu bringen. Die Erleichterung beim Piloten ist gross, seine Augen leuchten, er strahlt übers ganze Gesicht.
Für den zweiten Flug haben wir die Akkus um 1,0 cm zurückversetzt und das Expo aufs Hö-
henruder auf 40% erhöht. Der Jet reagiert nun ruhiger auf das Höhenruder. Es folgen schnelle tiefe Überflüge mit anschliessendem Steigflug in eine umgekehrte halbe kubanische Acht. Es zeigt sich, dass man das Gas etwas über den Scheitelpunkt der Figur stehen lassen soll, um einen stabilen Flug zu erreichen. Der Jet geht nicht endlos senkrecht, ist also keine Rakete, lässt sich aber wie ein Jet-Trainer fliegen.
Das Flugbild wirkt sehr scale; besonders bei Sonnenschein reflektiert die Silber-metallic Oberfläche das Licht wie bei einem echten Jet. Aus der Distanz betrachtet erwartet man nicht, dass es sich bei diesem Modell um einen Jet aus Schaum handelt.
Die Angaben aus der Betriebsanleitung zu Schwerpunkt, Ruderausschlägen etc. stimmen perfekt und können bedenkenlos übernommen werden.
Rasenstart kein Problem. Das ist sehr beruhigend, denn oft scheitern solche EDF-Modelle beim Start vom Rasen, da der Rollwiderstand zu hoch oder die Leistung zu gering ist.
Den Flug kann man geniessen, da der Jet über gutmütige Flugeigenschaften verfügt; es ist aber wichtig, den Jet nicht zu langsam zu fliegen.
Funkelnde Sternschnuppe.

Original: Lockheed produzierte von 1948 bis 1957 5691 Exemplare der T-33. Canadair fertigte 656 T-33 als CT-133 «Silver Star» in Lizenz; von Kawasaki wurden 210 Maschinen gefertigt, sodass insgesamt 6557 T-33 gebaut wurden. Zwar wurde die T-33 offiziell wie die F-80 als «Shooting Star» bezeichnet, bekannter war jedoch ihr inoffizieller Name «T-Bird».
Unsere 6S-Akkus sind mit 5000 mAh etwas knapp bemessen. Es ist geplant, dass wir grössere Akkus einsetzen werden, um die Flugzeit etwas zu erhöhen.
Die Landung stellt für geübte Piloten kein Problem dar. Ist die Landebahn kurz, helfen die Bremsen das Modell zu stop-
pen. Allerdings sollte man nicht bei zu hohem Tempo die Bremsen betätigen. Beim Fahrwerk sollte man deswegen ab und zu überprüfen, ob die Klebestellen noch fest sind.
Die T-33 «Shooting-Star» für 1299 Franken ist aus unserer Sicht ein fairer Preis und das Geld allemal wert.

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