Up, up and away – vom selber starten und steigen
Im vergangen Sommer erlebte der Flugplatz der MG Winterthur die dritte Auflage des nunmehr zur Tradition gewordenen Motorsegler-Treffens. Es herrschte emsiger Flugbetrieb, zahlreiche grosse Scale-Segler waren am Boden oder hoch am Himmel – eine Schleppmaschine jedoch war nirgends zu sehen.
Alle Modelle im Massstab 1:2 bis 1:3,5 waren mit Triebwerken ausgerüstet, welche die Flugzeuge befähigten, selber zu starten und zu steigen. Fast alle bekannten Antriebsversionen waren vertreten. Vier der fünf Oldtimer-Segler in Holzbauweise verfügten über Benzinmotoren, einer über einen Elektroantrieb. Bei den
modernen Maschinen kamen ausschliesslich Elektromotoren zum Einsatz. Zu sehen waren Klapptriebwerken, verschiedener Hersteller, Antriebe in der Rumpfspitze und Aufsteck-Pylons. Sämtliche Antriebe, auch die eher heiklen Klapptriebwerke, funktionierten störungsfrei. Am Samstag entstand zeitweise gute Thermik, die das weiträumige Ausfliegen des schönen Geländes ermöglichte. Leider wurde dies einem Piloten zum Verhängnis, als er seinen neuen Segler in grosser Entfernung mit einem anderen verwechselte und durch Absturz verlor. Am Sonntag war die Thermik zuverlässiger, doch erschienen an diesem Tag weniger Piloten, da noch andere fliegerische «Verpflichtungen» wahrzunehmen waren. Etwa die Hälfte der rund

20 Piloten flog selbst gebaute Modelle, eine erfreuliche Feststellung. Vielen Dank an die MG Winterthur, welche ihren schönen Flugplatz zur Verfü-
gung gestellt und auch das Übernachten im eigenen Wohnmobil vor Ort ermöglicht hat. Alle Teilnehmer, darunter solche mit langer Anreise aus

Deutschland, genossen die friedliche Atmosphäre. Das gemeinsame Abendessen unter den alten Bäumen der nahe gelegenen idyllischen Wirtschaft zum Landhaus bildete den perfekten Ausklang des rundum gelungenen Anlasses.
Immer häufiger werden Grosssegler mit Antrieben ausgerüstet, welche den Eigenstart ermöglichen. Bei unseren grossen, personentragenden Vorbildern hat dieser Trend schon vor längerer Zeit eingesetzt.

Die neueste Entwicklung im Modellbereich sind kräftige, einziehbare Elektroimpeller-Triebwerke. Grund genug, das Motorsegler-Treffen auch im kommenden Jahr wieder durchzuführen. Wer dieses Meeting
auf seinem Platz organisieren möchte, melde sich bei peter.aeberli@bluewin.ch. ■
Georg Staub


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