31. Alpines Modellfluglager Hahnenmoos
Dunkle Wolken nähern sich von Westen in schnellem Tempo, der Wind frischt auf und bald zucken die ersten Blitze über der Lenk – ein eindruckliches Schauspiel!
Vor diesem Hintergrund turnen bis zu zehn Nurflügel in verschiedensten Farben am Abendhimmel und profitieren vom dynamischen Hangaufwind; die Flugmanöver sind gekonnt, nicht selten eher gewagt und werden von freudigen Ausrufen begleitet – schade, kann man diese pure Freude an dieser Stelle nicht akustisch wiedergeben...! Klebstoffhersteller dürften an diesem Spiel auch ihre helle Freude haben...!
Die ersten Tropfen des aufziehenden Gewitters treiben die jugendlichen Lagerteilnehmer/innen ins nahe gelegene Baulokal auf dem Hahnenmoospass!
Das oben beschriebene Spiel mit den meist selber gebauten Fluggeräten ist sehr wertvoll: Verschiedene manuelle Fertigkeiten werden geschult – spätestens bei der ersten Reparatur, die Fernsteuertechnik im Verlaufe der Woche immer besser begriffen, Wetterphänomene erkannt und sinnvoll ausgenutzt und abschliessend – aber nicht weniger wichtig – die Gemeinschaft der zusammengebrachten Truppe gepflegt. Die Lagerdauer von einer Woche ist ebenfalls wichtig: Viele Situationen werden mehrmals erlebt; dank diesen Wiederholungen bleiben verschiedene Lösungsansätze und Erkenntnisse besser im Gedächtnis haften.
Dass dies nicht meine persönliche Wahrnehmung ist, beweisen die Aussagen von Michèle, Ian, Glen und Ramon; die vier Jugendlichen haben das Jugendlager auf dem Hahnenmoos bereits mehrmals besucht und haben am Freitag ihre Eindrücke geschildert.
Auf die Frage, weshalb alle vier bereits mehrmals am Lager teilgenommen haben, geben sie folgende Antworten:
Michèle: Ich habe bereits 6 Mal teilgenommen; es hat immer Spass gemacht. Ich habe viele gute Erfahrungen gemacht und gute Freunde gewonnen.
Glen: Hier ist es cool zum Fliegen, weil es gute Aufwinde hat. Ich freue mich auch immer wie-
der darauf, die Freunde aus dem letztjährigen Lager zu treffen.
Ramon: Dank dem Lager habe ich die Möglichkeit, in den Bergen zu fliegen; normalerweise fliege ich meine Modelle nur im Flachland – das ist schon ganz anders!
Anschließend fragte ich nach dem bevorzugten Fluggelände; die Antworten waren wiederum sehr differenziert und zeigen, dass die Jugendlichen die verschiedenen Fluggelände sehr gut charakterisieren können.
Ian: Ich fliege gerne am Bänkli oder am Schalmi, weil ich dort nah vorbeifliegen kann und den Anblick der Modelle genießen kann.
Michèle: Ich fliege gerne am oberen Bänkli – das gefällt mir einfach! Als Ausflugsziel finde ich das obere Luegli sehr gut; die Landschaft ist am eindrücklichsten!
Glen: Ja, das stimmt – für unseren Lagerausflug finde ich das Luegli auch am besten. Für mich alleine fliege ich am Laweygrat am liebsten; dort ist die Thermik am stärksten!
Ramon: Es kommt auf das Modell an: Mit kleineren Modellen fliege ich am liebsten am Bänkli oder an der Kante.
Welches sind denn die Lieblingsmodelle?
Michèle: Für mich eindeutig die Libelle! Sie ist robust, wendig und macht einfach Spass!
Ramon: Ich liebe den Nuri fast am meisten, weil ich mit anderen zusammen viel Spass haben kann.
Ian: Für mich ist die ASW-27 mein Lieblingsmodell; weil sie aus Schaum ist, kann ich nah und langsam bei mir vorbeifliegen – das gefällt mir!
Glen: Der Mibo-Swift macht am meisten Spass: Den kann man so richtig runterlassen – das fägt! Mit dem Crossfire fliege ich auch gerne.
Auf die Frage, welche Aussagen für die Lagerteilnehmer wichtig wären, folgten diese Antworten:
Glen: Am Skilift habe ich einen Hammerschlauch erlebt, so ca. 11 Meter pro Sekunde – das war ja sehr eindrucklich!
Michèle: Ich war in all den Jahren häufig als Mädchen allein – das war aber nie ein Problem. Es wäre aber gleichwohl schön, wenn noch mehr Mädchen teilnehmen würden!
Ramon: Es war cool, wie man sich gegenseitig geholfen hat; das Verhältnis zwischen Lagerteilnehmern und Leiterteam war sehr kollegial. Und auch einige Piloten vom Hotel waren sehr hilfreich.
Ian: Ja, das stimmt; wenn ich Hilfe nötig hatte, habe ich diese auch erhalten.
Für mich ist klar: Das Jugendlager auf dem Hahnenmoospass macht Spass und ist enorm lehrreich – Letzteres, wie oben beschrieben, in vielfacher Hinsicht!
Damit ein solches Lager überhaupt durchgeführt werden kann, müssen verschiedene Faktoren erfüllt sein: Die Lokitäten müssen passen, das ist auf dem Hahnenmoos der Fall, sowohl bei der Unterkunft wie auch beim bekanntlich ausgezeichneten Gelände.
– Personal und die Leitung des Hotels müssen der Idee und den Jugendlichen gegenüber positiv eingestellt sein – auch dies ist auf dem Hahnenmoos glücklicherweise der Fall.
– Und: Es braucht eine Lagerleitung, welche das Lager mit Freude und Überzeugung durchführt – auch dies ist auf dem Hahnenmoos seit 31 Jahren(!) der Fall! Sich einfach nur eine Woche frei halten genügt nicht; es braucht den Willen, das wertvolle Umfeld für die Jugendlichen zu schaffen und gewisse Werte vorzuleben, und dies immer wieder, Jahr für Jahr!
– Und nicht zu vergessen – interessierte Jugendliche: Die beste Idee nützt nichts, wenn sich die Adressaten nicht angesprochen fühlen und begeistern lassen. Glücklicherweise hat es in jedem Jahr genügend interessierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz, welche sich für die Lagerwoche anmelden, welche das ganze Lager geniessen, welche sich vom Leiterteam begeistern lassen und damit im Verlauf der Woche grosse Fortschritte machen können.
Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne doppelt: Allen, welche zum guten Gelingen des Jugendlagers ihren wertvollen Beitrag leisten, gebührt einmal mehr ein grosses DANKESCHÖN und ich freue mich bereits jetzt auf das Lager 2024 mit all den schönen, geschätzten Begegnungen!
Bist du am Lager interessiert? Unter www.alpines.ch findest du die Anmeldeunterlagen für das Lager 2024; die Teilnehmerzahl ist beschränkt – es hat bereits recht viele Interessentinnen und Interessenten...! Das Lager findet vom 20.–27. Juli 2024 statt.


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