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Region BOW – Modellmarkt24 im Berner Oberland

von Ueli von Niederhäusern
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Seit Sommer 2013 gibt es in Frutigen, im Berner Oberland, den Modellmarkt24. Auf einer Fläche von 250 m2 sind heute 34 000 Artikel erhältlich. Eine enorme Vielfalt wird hier angeboten. Wie schon vieles vorher, hat das einmal in einer Garage angefangen.


Die drei Vollzeitarbeitsstellen braucht es, um die vielen Onlinebestellungen aus der ganzen Schweiz termingerecht zu bearbeiten. Laut dem Geschäftsinhaber, Adrian Brügger,



wird hier eines der vielfältigsten Ersatzteillager der Schweiz für Modellbau betrieben. Um eine solche Lagerbewirtschaftung zu pflegen braucht es heute eine starke IT-Infrastruktur im Hintergrund, mit entsprechender Software. Er erklärt, dass sich Onlinekunden und Kunden vor Ort ungefähr die Waage halten. Es gibt also noch viele Kunden, die den Weg ins Kandertal unter die


Räder nehmen. Man will offenbar sehen und spüren, was da zum Vorschein kommt, wenn die Kiste geöffnet wird. Das Lager ist voll von den üblichen, heute halt doch sehr gefragten Fertigmodellen, aber auch Baukästen sollen offenbar wieder mehr gekauft werden. Adrian meint, dass da die Coronakrise dazu beiträgt, dass wieder mehr gebaut und repariert wird.


Von Drohnen mag er nicht mehr allzu viel wissen; das Angebot wird absichtlich klein gehalten, zu schlecht seien hier die Serviceleistungen der Produzenten und zu schnell werden hier immer wieder neue Typen auf den Markt geworfen. Auch die Sparte Helikopter ist nicht riesig – da ist ja Helikopter Baumann nicht so weit weg. Schiffsmodellbau wird auch nicht vergessen und di-



verse Spiele stehen in den Regalen. Bei Fragen zu Einstellungen, an Flugzeugen oder RC-Anlagen kann natürlich auch geholfen werden.


Segelflugzeuge sind gross im Angebot, hier ist man stark. Das ist nachvollziehbar, ringsum hat es da überall Hänge, die zum Segelflug einladen, und zudem ist das berühmte Hahnenmoos nicht weit weg. Grosse Motormodelle sind ebenfalls lieferbar, da wird das


Angebot ständig ausgebaut. Modellautos sind ebenfalls ein wichtiger Zweig, hauptsächlich Geländewagen. Da ist die Begeisterung der Jungs aus der nahen Umgebung spürbar.


Etwas Sorgen macht sich Adrian um den Fliegernachwuchs. Wie in vielen Modellfluggruppen, überall haben die Mitglieder graue Haare. Die Jungen haben kaum mehr Baukurse in den Schulen, Ferienpass und we.fly geben da etwas Gegen-


steuer. Modellraketen hat das Geschäft ebenfalls erfolgreich im Programm. Die kommen übrigens bei den Jungen sehr gut an. Laut Adrian ein Riesenaufwand, denn da wurde extra ein Raum gebaut zur Lagerung der kleinen Raketenmotoren (ein paar Gramm Schwarzpulver). Es mussten Bewilligungen von diversen Behörden eingeholt werden; es sei ein richtiger Kampf gewesen. Ja, ja, unsere Bürokratie – da be-


wundere ich unsere Unternehmer für ihre Ausdauer.


Ich musste schon ein bisschen staunen, was ich da in Frutigen zu sehen bekam. Offenbar ist es ein guter Boden. Die Halle steht auf dem ehemaligen Militärflugplatz – hier flogen seinerzeit noch Venoms, Vampires und vorher noch Mustangs.


*Ueli von Niederhäusern*



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