Titelstory

Huttwil als Mekka der Modellbauer

von Markus Nussbaumer
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Huttwil als Mekka der Modellbauer

Markus Nussbaumer



15. Eigenbautreffen

Huttwil, das Mekka der «echten» Modellbauer von ausgefallenen Modellflugzeugen, alle gebaut als «Eigenbau». Dieses Jahr bereits zum 15. Mal. Zudem feiert die MG Huttwil den 40. Geburtstag.

Die Piloten reisen aus der ganzen Schweiz und auch aus dem Ausland zu diesem Treffen, wo auf hohem Niveau gefachsimpelt werden kann und auch wird. Der Flugzeugpark ist ganz unkompliziert gestaltet und für alle Zuschauer zugänglich. Die Modellbauer geben auch gerne Auskunft über ihre «Modellbau-Kunstwerke». Am Samstag werden ausschliesslich Eigenbau-Flugmodelle geflogen. Trotz starkem, recht kaltem Ostwind, aber bei sonnigem Wetter flogen einige unerschrockene Modellbauer ihre Kunstwerke. Dies animierte auch weitere Piloten dazu, ihre Modelle am Himmel über Huttwil zu zeigen. Es sind aber auch Modelle zu bestaunen, die vergangenes Jahr noch in einer früheren Bauphase waren und jetzt beinahe fertiggestellt sind, oder noch auf den Erstflug warten. Gezeigt werden sie zum Glück trotzdem.

Im «Grüebli» geniessen die Piloten ein gemeinsames Abendessen. In der Festwirtschaft der MG Huttwil kochte man feines Risotto und zudem gabs noch Fleisch vom Grill. Nachdem die Sonne am Horizont verschwunden war, begann eine bemerkenswerte Nachtflugshow, welche die warm gekleideten Zuschauer begeisterte. Viele der angereisten Modellbauer schlafen vor Ort im Wohnmobil oder im Zelt.

Am Sonntag früh fliegen einige Piloten schon wieder, obwohl der Ostwind noch nicht sonderlich nachgelassen hat. Der Besucheraufmarsch zum kommentierten Schaufliegen ist sehr gut.

Die MG Huttwil hat erneut ein grandioses Eigenbautreffen organisiert.

*Danke!*



Den Virus des Selberbauens verbreitet

Christian Eggimann, Kassier der MG Huttwil, konnte seinen Verein vor 15 Jahren problemlos für das Eigenbautreffen gewinnen. Heute ist seine Idee zu einer blühenden Tatsache geworden. Allerdings fiel dem Verein der Erfolg nicht einfach in den Schoss. Inserate allein bringen wenig, meint Christian; es gehe nur mit persönlichen Kontakten. Die Teilnehmerzahlen schwankten – doch haben letztlich der gute Ruf und die Mund-zu-Mund-Werbung dem Ganzen auf die Beine geholfen. Am diesjährigen Treffen sind 50 Teilnehmer aus dem In- und Ausland mit rund 100 Modellen ins Emmental gereist. Die Flugzeuge werden so präsentiert und beschriftet, dass die Zuschauer die handwerklichen Leistungen aus nächster Nähe bestaunen konnten. Christian Eggimann lässt es sich nicht nehmen, die Modelle während ihrer Flüge über Lautsprecher selber zu kommentieren. Ganz besonders freut sich Christian, dass immer wieder auch Jugendliche mit Eigenbauten am Meeting erscheinen. Der Einstieg ins Bauen sollte vermehrt in den Vereinen gefördert werden, ist Christian überzeugt. Leider gebe es Vereine, wo in diesem Bereich gar nichts laufe. Wie überall, ist der Erfolg eines Vereins auch von dessen Anerkennung in der Gemeinde abhängig. So hat die Gruppe mit einem finanziellen Beitrag geholfen, eine alte Eiche zu retten. Vorbildlich! Dem Verein ist für das grosse Engagement zugunsten des Flugmodellbaus ganz herzlich zu danken.

Gz



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