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Strom aus dem Boden bei der Modellfluggruppe Hinwil

von Urs Langhart
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Die Anzahl der Mitglieder mit elektrisch betriebenen Modellflugzeugen nimmt stetig zu. Als Modellfluggruppe sehen wir dieser Entwicklung positiv entgegen und möchten diese fördern. Die grosse Entfernung zum Clubhaus hielt viele Mitglieder, vor allem mit grösseren Modellen, davon ab, auch grosse Modelle zu elektrifizieren. Aus diesen Gründen suchte die MG Hinwil nach einer Möglichkeit, diese komfortabel beim Startplatz laden zu können.

Um unser Problem zu lösen, haben wir mit unserem Modellflug-Kollegen Jürg Eichenberger, Inhaber der Spälti Elektro AG in Hinwil, Kontakt aufgenommen. Vor Ort war bereits ein Schacht vorhanden, in dem eine Kupplungssteckdose mit 32 Ampère Absicherung, für grössere Festivitäten, montiert ist. Jürg Eichenberger stellte uns sein Produkt Terramo vor und erklärte uns, wie wir dessen Auslegung am besten vornehmen könnten.

Die Zuleitung haben wir in ein wasserdichtes Gummigehäuse verpackt, welches in den bereits vorhandenen Schacht integriert werden konnte. Die bestehende 32-Ampère-Kupplung wurde dann zusammen mit der Zuleitung zum Terramo im Gummigehäuse verbunden, sodass uns weiterhin alle Möglichkeiten des Strombezuges offen stehen.

Der Terramo besitzt selbst drei Steckdosen vom Typ 25 und einen Leitungsschutzschalter als 16-Ampère-Absicherung. Eine Viertelumdrehung mit einem 10-mm-Imbusschlüssel reicht, um den Terramo zu entriegeln, worauf dieser ca. 15 Zentimeter aus dem Boden hochfährt. Ohne weitere Aufwendungen können unsere Mitglieder nun von drei Steckdosen à 230 Volt mit max. 16 Ampère profitieren und Akkus jeder Grösse direkt am Startplatz laden. Nach dem Flugbetrieb wird der Terrano einfach mittels Fussdruck wieder im Boden versenkt.


Warum versenkt?

Da wir direkt an einem Feldweg stationiert sind, der mit landwirtschaftlichen Geräten befahren wird, waren wir auf ein System angewiesen, welches nicht hervorsteht und auch befahren werden kann. Zudem wollten wir auch das Landschaftsbild nicht mit einer unschönen Stomsäule belasten. Mit dem Terramo haben wir nun eine perfekte Lösung gefunden, welche nicht nur unsichtbar ist, sondern auch mit bis zu drei Tonnen befahren werden kann. Ein weiterer Vorteil der versenkten Montage ist, dass der Terramo nicht den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Die gesamte elektrische Installation mit Steckdosen bleibt gut geschützt im Gehäuse des Terramo verwahrt.


Was, wenn es friert oder das Gelände von Wasser überflutet wird?

Unser System ist mit einer Kunststoffwanne versehen, in der die elektrische Zuleitung ist. Diese Wanne haben wir noch mit Grundwasserrückschlagventil ausgerüstet. Sollte trotzdem Wasser eindringen, ist die Wanne entwässert. Zudem ist das System selber wasserdicht ausgeführt. Ein Vordringen des Wassers zu den elektrischen Teilen ist somit ausgeschlossen. Zur weiteren Sicherheit verfügt der Terramo über eine eigene FI-Absicherung. Um Kondenswasser zu verhindern, befindet sich eine kleine Heizung im Gehäuse. Somit ist auch ein Betrieb bei tiefen Temperaturen im Winter kein Problem.

Das System haben wir erstmals anlässlich der F5J SM in Betrieb genommen, wo dies vor allem auch von Junioren, welche in der Regel aus Kostengründen über wenige Akkus verfügen, genutzt worden ist. Auch an unserem Juniorenförderungskurs haben wir die Möglichkeit, einfach am Startplatz zu laden, intensiv genutzt. Wie wir beobachten konnten, wird das System auch von den ersten Mitgliedern benutzt. Einheitlich erhalten wir von allen Benutzern ein positives Echo.

Die MG Hinwil bedankt sich bei Jürg Eichenberger und der Firma Spälti AG für die grosszügige Unterstützung bei diesem Projekt.




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