Schweizermeisterschaften 1975
Schweizermeisterschaften 1975 – Die besten Modellflieger des Landes messen sich in verschiedensten Kategorien. Hier alle Ergebnisse sowie Impressionen von den Wettbewerben!
Kategorie Hochstart in Payerne
| 1. Bucher Tony | ST | 988 |
| 2. Bucher Josef | ST | 1140 |
| 3. Cerwenka Jean | DN | 847 |
| 1. Burgener Roland | BE | 706 |
| 2. Schmitter Paul sen. | TU | 617 |
| 3. Weiss Heinz | AF | 585 |
Organisation: MG Fribourg
Im Gegensatz zu 1971 wo man bis 12 Uhr wegen Nebel warten musste, konnte diesmal pünktlich begonnen werden. Es entfaltete sich zwar noch eine längere Diskussion um die Anzahl der Flüge. Einige Konkurrenten verlangten 7 Flüge, wie das FAI-Reglement für internationale Meisterschaften vorschreibt. Doch der Veranstalter MG Payerne blieb hart bei 5 Flügen (50 m).
Es zeigte sich auch bald, dass sie richtig gehandelt hatten, denn nach dem 1. Start setzte ein starker Nord-West-Wind ein. Bei einem «Maximum» von 3 Minuten flogen die Modelle 2—3 km weit.

Wer gleichzeitig 2 Kategorien bei 1 Std. Durchgangszeit flog, wusste sicher bis spätestens beim letzten Durchgang, dass Freifliegen ein wahrer Sport ist.
Im Gegensatz zu anderen Jahren erschienen alle Berechtigten zum Start.
Wie schon öfters erwähnt, wird das «Kreisen» immer populärer. Von den 80 Teilnehmern bedienen sich schon etwa 30 dieser neuen Errungenschaft. Es werden hierzu die verschiedensten Vorrichtungen verwendet. Das Einfachste ist der seitlich angebrachte Klemmbügel. Dieser funktioniert sogar ohne Seitensteuer-Verbindung bei gutmütigen Modellen. Der seitliche Abstand des Klemmbügel muss bei Probestarts ermittelt werden (ca. 1,5—2 cm). Der Klemmbügel soll bei einem Zug von 1,5 kg öffnen. Als Hochstartleine eignet sich eine dehnfreie Schnur (Rebschnur), damit spürt man beim Thermiksuchen die kleinsten Reaktionen des Modells. Die Lage der Gewindestange in Längsachse soll ungefährt beim Schwerpunkt sein.
Bei dem rauen Wetter wurde auch für das leibliche Wohl der Konkurrenten gesorgt. Heisser Kaffee mit Seitenwagen, Bratwürste etc. wurden vor einem aufgestellten Zelt serviert. Die Frauen zogen es vor, in den Autos zu verweilen. — Im Jahr der Frau leider noch keine Ladies am Start.
Der 5. Start brachte die entscheidende Wendung. Waren nach dem 4. Durchgang noch 7 mit der Maximalpunktezahl, erwischten beim letzten Start nur noch die Brüder Toni und Sepp Bucher einen «Vollen». So wurde das Stechen zum Privatduell. Sepp suchte viel zu lange mit dem Modell an der Schnur einen Schlauch und musste zwangshalber nach der 6 Minuten-Startlimite ausklinken. Toni konnte sein Modell (veröffentlicht in MFS Nr. 10/73) praktisch im Stand ausklinken, erreichte einen 240-Sekunden-Flug. Er wurde ein weiteres mal Schweizermeister 1975.
Bei den Sonderkonstruktionen scheint ein neuer Stern am Horizont: Burgener gewann mit einem Kö-D-Modell überlegen. Wie sich später zeigte, gewann er den nationalen Hangwettbewerb mit dem gleichen Modell. Als Konkurrent kann man nicht immer alles Neue entdecken, ich würde es begrüßen hie und da einen Wink der Konkurrenten zu erhalten. Geheimniskrämerei ist bei uns Modellfliegern nicht sehr verbreitet. Dank der MG Payern für die gute Organisation. Ich möchte nicht zuletzt die vielen Preise erwähnen.
Dank an die disziplinierten Konkurrenten und an das EMD für die Benützung des Flugplatzes.

| 1. Schaller Urs, Basel | 1260 |
| 2. Schenker Rudolf, Schönenwerd | 1249 |
| 3. Maurer Peter, Bern | 1175 |
| 4. Bucher Josef, Schötz | 1057 |
| 5. Baumann Harry, Buchs | 846 |
| 6. Schoder Hans, Dintikon | 651 |
| 1. Reifler Hans, Affoltern | 1260 |
| 2. Siebenmann Dieter, Affoltern | 1256 |
| 3. Suter Max, Dintikon | 1133 |
| 4. Gaensli Fritz, Dübendorf | 1095 |
| 5. Rohrer Erich, Dübendorf | 1091 |
| 6. Erismann Rudolf, Olten | 1056 |

Organisiert wurde diese Meisterschaft einmal mehr von der MG Olten, unter der Leitung von Werner Oggerli, dem diese Sparte ausgezeichnet liegt.
Leider spielte das Wetter nicht mit. Es war ausgesprochen kalt. Nieselregen und teilweiser Nebel verdarben aber den Konkurrenten den Wettbewerbseifer nicht. Aus verschiedenen Gründen wurde der Startplatz nach unten verlegt. — Besserer Anfahrtsweg für das OK, Durchgangverkürzung, Schonung des Kulturlandes und letztlich sportliche Erleichterung der Teilnehmer. Bis auf die elektrischen Freileitungen ist das Gelände, das pro Jahr mehrmals für Wettbewerbe benützt wird, ideal. Es scheint, dass die Landwirte in dieser Gegend besonderes Verständnis für unseren Sport haben. Die Konkurrenten schätzten dies, indem sie — wo immer möglich — Wege und Landgrenzen für das Holen der Modelle benützen. Stiefel waren unentbehrlich für jene, welche bis abends trockene Füsse bevorzugten.
Hauptsächlich an Hangwettbewerben sieht man viele Modelle in Jedelsky-Bauweise z. B. Kö-C. Stabile Fluglage bei grossem Windgeschwindigkeitsbereich 0—12 m/sek. und kurze Bauzeit, ca. 15 Std., prägen diese Modelltypen. Modellgrösse ca. 50 dm2, also mehr als F1A-Modelle. Da das Minimalgewicht unbegrenzt ist, erreicht man bei leichter Bauweise Flächenbelastungen von 8 g/dm2 oder noch weniger (Modelle à la Bodmer). Bei extrem ruhigem Wetter erreicht man mit solchen Modellen Höchstleistungen. Sie sind auch im Kurvenflug weniger empfindlich als schwere Modelle.
Leuchtende Farbe für Hangflugmodelle sollte selbstverständlich sein. Man kann dies nachholen mit Tagesleuchtfarben aus Spraydosen. Gerade an diesem Wettbewerb waren die Sichtverhältnisse schlecht. Kein Konkurrent hat Freude, wenn die Zeitnehmer zu früh abstoppen. 5 Minuten sind eine lange Zeit in der eine Distanz von über 2 km erreicht werden kann.
Die meisten Sonderkonstruktionen sind ebenfalls in Jedelsky-Bauweise gehalten. Dass man heute noch ohne Steuerung gewinnen kann, bewies Hr. Burgener mit seinem Kö-D-Modell, das eine gute Längsstabilität besitzt.
Eine geniale Idee besass derjenige Konkurrent, der auf Flügel und Rumpf Zündholzschachteln in Längsrichtung klebte. Sein Modell flog recht stabil, konnte aber nicht bis zur Landung den Kurs beibehalten.
Bei den Steuersystemen sind die Mamo-Direkt-Kopfsteuerungen (siehe MFS 10/73) immer noch an erster Stelle. Es folgen die bedeutend teureren elektronischen Steuerungen verschiedener Typen.

Schon um 15.30 Uhr waren die 5 Flüge unter Dach und am Kaffeestand, wo unser Modellflugpräsident Werner Kölliker tatkräftig mitwirkte, gab es allerhand zu tun. Von den 66 gemeldeten Konkurrenten erschienen leider nur 54 am Start. Nach der Rangverkündigung auf dem Startplatz gab es eine emsige Rechnerei zwischen den beiden Gruppen Bern und Affoltern wegen des Gruppenwanderpreises des AeCS. Ein weiteres Mal gewann die Gruppe Bern, was ihr zu ihrem Jubiläumsjahr auch gegönnt sei.

| 1. Meier Karl, Bern | 1324 |
| 2. Pfister Roland, Glattal | 1317 |
| 3. Geiser Willi, Olten | 1249 |
| 1. Burgener Roland, Bern | 602 |
| 2. Bickel Fredy, Glattal | 532 |
| 3. Haller Robert, Dietikon | 487 |

Kategorie Combat (F2D)
| 1. Gafner Martin | 1206 |
| 2. Christen Walter II | 1175 |
| 3. Preiswerk Edi | 1138 |
Kategorie Akrobatik-Promotion (F3A-National) in Romont
| 1. Matt Wolfgang, Liechtenstein | 4660 |
| 2. Koeppel Walter, Wohlen | 4205 |
| 3. Senn Hanspeter, Wettingen | 4150 |

Organisation: MG Affoltern a/A
| 1. Matt Wolfgang | Li | 13 865 |
| 2. Giezendanner Bruno | PF | 13 445 |
| 3. Giezendanner Emil | PF | 12 280 |

| 1.aLiechtenstein | 17 | 17 | 34 | ||
| 1.b Wettingen | 14 | 3 | 17 | 34 |
| 1. Gassmann Paul, Wehntal | 2937 |
| 2. Siegfried Norbert, Weinfelden | 2898 |
| 3. Zeller Hansruedi, Thal | 2830 |


DIE PC-21-STORY

Neuigkeiten von HEBU

EUROPAMEISTERSCHAFTEN F3A IN ST-MACAIRE, FRANKREICH

WEISCH, WASI MEINE? 125 JAHRE AERO CLUB DER SCHWEIZ

STOLZ UND GUTE IDEEN

CORSAIR F4U – EIN WARBIRD MIT EINPRÄGSAMER OPTIK

HORIZON HOBBY/LEMACO NEWS:MICRO OV-10 BRONCO 645 MM VON E-FLITE

VON DER JUGEND FÜR DIE JUGEND

SCHNUPPERTAG BEIM MFV WETTINGEN

TEAMMANAGER «THIS» BOSSHARD

ATOM, DER NEUE DOPPELDECKER VON CPLR

Neuigkeiten bei Leomotion.com

FREIFLUG IM HOCHSOMMER

34. ALPINES MODELLFLUGLAGER HAHNENMOOS

52. COUPE DES ALPES 2026

WILLKOMMEN, NEUES MITGLIED!

EURO CONTEST GLIDER ACRO TOUR ÖSTERREICH 2026

EINBLICKE IN DIE WASSERFLUGGESCHICHTE

COUPE DES ALPES – BEOBACHTEN UND LERNEN

STADTPARTNERSCHAFT

FERIENPLAUSCH 2026 BEI DER MG USTER

KLEINE VORBILDÄHNLICHE SEGLER

REGION NOS – EIN ZENTRUM DES ELEKTROFLUGS

VON 0 AUF 100

NEUIGKEITEN VON HEBU

ERINNERUNGEN

WEISCH, WAS I MEINE? IM LAND DES LÄCHELNS
