Sport

9th Swiss Electric Flight Nationales 2007

von Walter Heller
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Offene Schweizer Meisterschaften mit internationaler Beteiligung in Rapperswil-Jona und Pfäffikon

Diese Elektroflug-Schweizer Meisterschaften werden jeweils international ausgeschrieben. Gerade bei den hoch spezialisierten F5B-Segelfliegern würde sich für das kleine Grüppchen Schweizer der Organisationsaufwand kaum lohnen. Bei Kunstfliegern – sei es mit Flächenflugzeugen oder Helikoptern – besteht der grosse Unterschied zu den Verbrenner-Klassen im technischen und finanziellen Aufwand. Bei den Elektro-Kunstflugmodellen (F5A) zwischen zwei und drei Kilogramm oder Helikoptern (F5C) mit einem Rotordurchmesser von max. 1,40 m betragen die Beschaffungskosten den Bruchteil eines F3A- bzw. F3C-Modells.


Tradition

Bereits zum 9. Mal wurde diese Meisterschaft in der Klasse F5C für Elektrohelikopter in der Schweiz ausgetragen. Neu wird auf kleinere Rotordurchmesser Wert gelegt, mit der Ausschreibung erfolgte dieser Hinweis auf heute gültige 1,14 m. Im Vorfeld der Diskussionen zur diesjährigen Austragung wurde eine Klausel von 5% Zuschlag eingebaut für einen Durchmesser bis 1,40 m. Noch grössere Rotordurchmesser wurden für den Titel in dieser Wettbewerbsklasse ausgeschlossen. Gemeinsam mit der Klasse F5A wurde der Anlass am 14. Oktober 2007 auf dem tollen Gelände des MV-Pfäffikon ZH ausgetragen.



Zum Tagesablauf

Gemäss Ausschreibung war der Start auf 9.00 Uhr für die Klasse F5A angesagt, Startnummernausgabe und das Briefing ab 8.30 Uhr. Das hiess für uns Wettbewerbsorganisatoren und Punktrichter ca. 8.00 Uhr auf dem Platz sein, einrichten des Flugfeldes, Computer für die Auswertungen bereitstellen usw. Ein wunderbarer Herbsttag zeichnete sich erneut ab mit wolkenlosem Himmel. Emil Giezendanner eröffnete den Anlass gegen 8.45 Uhr und durfte 20 anwesende Teilnehmer und zahlreiche Gäste begrüssen. Als Wettbewerbsleiter F5A gab er die Informationen zum Wettbewerb sowie die anwesenden Punktrichter und die Jury bekannt. Programmgemäss wurde dann gegen 9.15 Uhr mit dem F5A-Wettbewerb losgelegt, während Walter Heller die zahlreich erschienenen Helipiloten über den Tagesablauf orientieren konnte. 11 Teilnehmer hatten sich eingefunden, das bedeutet gleichzeitig Rekord, seit dieser Anlass ausgetragen wird! Wesentliches zu diesem Teilnehmererfolg hat Hans Emmenegger mit seinem Werben und Motivieren beigetragen. Alleine 5 Teilnehmer stammen aus seinem Umfeld sowie 2 bis 3 aus der Gruppe Pfäffikon, wenn man Andreas Lüthi aus dem eng verbundenen MV-Kloten mitzählt. Hans hat in der Vergangenheit schon viel für die Erhaltung derTeilnehmer in der Klasse F5C getan und immer wieder für diesen Anlass geworben, besten Dank. Schade finde ich nur, dass ihm mit seiner Erfahrung wenig Gehör geschenkt wird, sonst wäre der Rotordurchmesser nie bei 1,14 m in die CIAM eingeflossen. Der diesjährige Anlass hat diesbezüglich ein klares Resultat an den Tag gelegt, wie sich anschliessend im Bericht zeigt. Nebst einer Jury standen drei Punktrichter im Einsatz: die in der NOS bekannten Hansruedi Lüthi, Hansruedi Schneebeli und aus der Region Basel erstmals Rolf Hug.

Die Kollegen im F5A legten schön Tempo vor, sodass wir mit leichter Verspätung auf das Programm mit den Helis loslegen und bis zur Mittagspause bereits den 2. Durchgang F5A hinter uns bringen konnten. Durch den alternierenden Betrieb konnte auf die eigentliche Mittagspause verzichtet respektive die konnte individuell eingezogen werden.
Immer wieder kamen die Fragen nach dem E-Ballet bei mir auf. Also erfragte ich während dem laufenden Betrieb die Teilnehmerzahl, die schlussendlich bei 4 stehen blieb. Um dem zahlreich aufmarschierten Publikum etwas Spektaku-



läres zu bieten, wurden die Freestyle-Einlagen am Schluss des F5A-Wettbewerbes und vor dem 3. Durchgang Heli eingeschoben. Dieses Freundschaftsfliegen besteht aus einem frei geflogenen 3-D-Programm, untermalt mit Musik oder ohne bei einer Zeitbegrenzung von 3 bis 5 Minuten. Die Vorführung wird gemeinsam durch die anwesenden Punktrichter nach 4 Kriterien bewertet. Gesamt-Eindruck, K = 10, Schwierigkeitsgrad/Attraktivität, K = 10, Präsentation des Programmes, K = 5 und Harmonie/Rhythmus, K = 5. Die Rangliste ist im Anhang festgehalten. Mit der absolut besten und eindrucklichsten Einlage hat der Lokalmatador Hugo Markes diesen Anlass klar für sich entschieden und auch entsprechend Applaus eingeheimst. Das war eine sehr eindruckliche Demonstration, bravo Hugo!

Im laufenden Wettbewerb lieferten sich Hugo Markes und Marc Emmenegger spannende Zweikämpfe um Platz 3, wie schon beim Swiss-Cup 2 Wochen vorher. Die Spitzenplätze verteidigten Hans Emmenegger und Josef Gisler. Auf den weiteren Plätzen sind ansprechende Neulinge oder erfahrene «Hasen» zu finden, wobei die Leistung von Sven Wiesendanger nicht ausser Acht bleiben darf. Er musste auf einen Ersatzheli ausweichen, den ihm Dario Neuenschwander offerierte. Damit steigerte er sich von Durchgang zu Durchgang. Mit Dario Neuenschwander, Robin Cadez, Ueli Brunner, Andreas Lüthi und den beiden Pfäffiker Teilnehmern Mario Rupper und René Stoll haben offenbar einige ihren Plausch am Wettbewerbsfliegen gefunden.

Punkt 18.00 Uhr landete schlussendlich der letzte Heli im 3. Durchgang. In aller Eile ging es zu den Endauswertungen und zur Rangverkündigung. Nach 18.30 Uhr ging ein erfolgreicher und langer Elektroflugtag in Pfäffikon ZH zu Ende. Mit einem Teilnehmerfeld von 20 Piloten in den zwei Klassen F5A/F5C wurden je 3 Durchgänge geflogen inklusive der E-Ballett und E-Dance-Einlagen. Ob sich die Mini-Klasse bei den Elektrohelis durchsetzen wird, muss sich in Zukunft zeigen. Diesbezüglich kann man 2007 von einem T-REX 600 Festival sprechen. Mit wenigen Ausnahmen war vor allem dieses Modell im Einsatz mit einem Rotordurchmesser von 1,35 m. Das war auch der Grund, weshalb auf die 5%-Klausel verzichtet wurde, alle Teilnehmer lagen bei dieser Rotorgrösse, so dass die Jury beschlossen hatte, «normal» in der 1000er-Wertung zu fahren. Wie die Elektroklasse weiter gehen wird, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

Ein Dank geht an den Organisator mit dem MV-Pfäffikon ZH, es war ein rundum intensiver und toller Anlass. Es würde mich freuen, wenn damit ein Durchbruch in der Elektroszene gelungen ist.



Klasse F5A (Kunstflugmodelle bis 3 kg) Pfäffikon-ZH
1Jund PirminZugerland2000
2Bosshard MatthiasPfäffikon1950
3Andres FelixBreitenbach1661
4Strebel RogerPfäffikon1657
6Hirsig RogerRiggisberg1604
7Schmucki HansPfäffikon1598
8Wiesendanger SvenDietikon1551
9Riedener RogerSulzer-Winterthur1527

Jury: Christian Hanke, Kommission Elektroflug
Urs Stahel, MV Pfäffikon
Walter Heller, Region NOS


Klasse F5B (Elektro-Segelmodelle) Rapperswil-Jona
1Moeckli MarkusThal2989.89
2Cantoni MarcoLausanne-Bournens2976.93
3Bossard PierreCern2967.68
4Frattini RemoGossau-ZH2933.58
5Waeckerlin ThomasRapperswil-Jona2916

Jury: Konrad Neu, Aero Club Österreich
Christian Hanke, Aero Club der Schweiz
Christian Widmer, MG Buttikon


Klasse F5C (Elektro-Heli bis 1,4 m Rotor-Durchm.) Pfäffikon-ZH
1Hans EmmeneggerWohlen2000
2Josef GislerSchwyz-Uri1860
3Marc EmmeneggerWohlen1678
4Hugo MarkesFreudwil1642
5Mario RupperPfäffikon1160
6Dario NeuenschwanderSwipair1002
7René StollPfäffikon999
8Robin CadezSwipair961
9Sven WiesendangerDietikon870
10Ueli BrunnerSwipair648
11Andreas LüthiKloten605

Jury: Christian Hanke, Kommission Elektroflug
Urs Stahel, MV Pfäffikon
Emil Giezendanner, Region NOS



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