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15. Freiflugseminar 2013 in Aarau

von Heiner Borer
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Einmal mehr verstanden es die Organisatoren, eine grosse Zahl interessierter Freiflieger und Freunde dieser Modellflugsparte für das Freiflugseminar in Aarau zu mobilisieren. Am 2. Februar 2013 trafen sich rekordverdächtige 41 Teilnehmer zu diesem traditionellen Anlass in der Kaserne Aarau.


Der Freiflug lebt

Der Organisator und Koordinator dieses Anlasses, Christian Gugger, freute sich, eine solch stattliche Schar Freiflieger begrüssen zu dürfen. Das grosse Interesse zeigt, dass der Freiflug in der Schweiz lebt und dass dank der innovativen Arbeit der Fachkommission immer wieder neue Anhänger zu dieser ältesten Modellflugkategorie finden. Für Aussenstehende ist es kaum vorstellbar, wie sich diese Sparte im Verlaufe der Jahre vom Sperrholz- und Kieferleistenbomber zu einer Hightech-Kategorie mit modernsten Materialien und elektronischen Komponenten entwickelt hat. Zudem ist der Freiflug jene Sparte, die immer noch den nächsten und erlebnisreichsten Bezug zur Natur hat.

In einem ersten Teil gaben verschiedene Referenten einen Einblick in die diversen Kategorien und die sportlichen Aspekte des Freifluges:



Dieter Siebenmann, absoluter Fachmann in Aerodynamik und moderner Flugzeugbautechnik, hat sich in den letzten Jahren als F1B-Spezialist etabliert. F1B – besser bekannt unter dem Begriff Gummimotormodell – geht zurück auf die ersten «motorbetriebenen» Flugmodelle. Seine Modelle sind wahre Wunderwerke modernster Baukunst. Faserverbundwerkstoffe, elektronische Funktionssteuerungen, Drehmomentverstellpropeller – sind nur ein paar Begriffe aus seinem Modell-Wortschatz.

F1C ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Diese mit 2,5-cm3-Glühzündermotoren betriebenen Modelle sind sehr heikel zu handhaben, hochtourig und sehr laut. Nur noch wenige Spezialisten widmen sich dieser Sparte. In der Schweiz ist dies nur noch Peter Maurer, der allerdings international sehr erfolgreich ist.

Urs Müller präsentierte die Kategorie F1E (Magnetmodelle). Diese Modelle werden per Handstart an einem Hang geflogen. Jahrzehntelang wurden sie durch einen eingebauten Permanentmagneten auf einem vorgewählten Kurs gehalten. Aber auch hier haben die neuen Technologien Einzug gehalten. Elektronische «Magnete» leiten Impulse an Mikroprozessoren weiter, welche diese zu einem vorgegebenen Kurs umwandeln.

F1D (Saalflug) ist die Spezialität von Rainer Lotz. Kaum vorstellbar, dass diese 1,2 Gramm (ohne Gummi) leichten Modelle mit einer Spannweite von max. 55 cm in Hallen bis zu 40 Minuten in der Luft sind. Der Gummistrang darf max. 0,6 g schwer sein. Diese Modelle bestehen aus einem hauchdünnen Balsaskelett und sind mit einer ultrafeinen Kondensatorfolie bespannt. Für Wettbewerbe ist vorgeschrieben, dass der Konkurrent das Modell selber gebaut haben muss.

Die jüngste Kategorie im Freiflug nennt sich F1Q-Elektroflug. Um diese vorzustellen, ist extra aus Deutschland Wolfgang Gerlach angereist. Wolfgang ist ein Urgestein des Freifluges. In letzter Zeit hat er sich intensiv mit der neuen Sparte befasst. Allgemein ist man der Meinung, dass diese Kategorie über kurz oder lang die F1C-Modelle mit den Verbrennungsmotoren ablösen wird. Bei den F1Q Modellen ist sehr wenig vorgeschrieben. Einzig die Leistung des Elektromotors ist festgelegt und über einen Limiter geregelt. Eine neue, sehr innovative Modellsparte mit noch hohem Entwicklungspotenzial.

Der zweite Teil des Seminars beinhaltete eine Reihe von praktischen Tipps und Informationen. Sehr hilfreich ist die Liste der FaKo F1 mit Adressen und Homepages von Lieferanten von Bauteilen, Baumaterialien, elektronischen Komponenten und ganzen Modellen für Freiflieger, die nicht alles selber erfinden oder bauen möchten.

Zum Schluss war man sich einig, dass Neueinsteiger in den Freiflug nur bei der «Stange» zu halten sind, wenn sie fachmännisch betreut und begleitet werden. Aus dieser Überzeugung heraus haben sich alle Mitglieder der Fachkommission Freiflug (FaKo F1) als Mentoren und Ratgeber zur Verfügung gestellt. Wer diesbezüglich also Rat und Unterstützung sucht, wende sich ungeeiert an die Leute der FaKo F1. Die nötigen Adressen findet man auf der Website des SMV unter «SMV – Fachkommissionen – Fachkommission F1». ■

Heiner Borer


Weitere Auskünfte und Unterstützung durch die FAKO F1
Alfred Andristfamilie.andrist@hispeed.chThun
Dominik Andristdomiandrist@gmx.chThun
Christoph Bachmannchbachma@solnet.chRichterswil
Michael Bleuermichi.bleuer@gmx.chLangendorf
Walter Eggimannwalter.eggimann@belponline.chBelp
Christian Guggergugger.christian@yetnet.chGretzenbach
Dieter Siebenmanndieter.siebenmann@swissonline.chRussikon
Jörg Strubj.strub@unibas.chBreitenbach


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