Sport

Umkämpfte Saalflug-Schweizer-Meisterschaften in Balsthal

von Urs Muntwyler
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Bei tiefen Temperaturen, leichtem Regen oder Schneefall – also idealem Hallenflugwetter – trafen sich 12 Starter zur Saalflug-Schweizer-Meisterschaft 2023. Es meldeten sich 7 Starter in F1D (55 cm Spannweite, 1,4 Gramm Gewicht, Gummi 0,4 Gramm) und 5 Starter in F1M-L (46 cm Spannweite, 3 Gramm Gewicht und 1,5 Gramm Gummi).


Die MFG Balsthal war der Veranstalter, wo auch der «Hotspot» der Saalflieger in der Schweiz ist. Der Dank geht neben der MFG Balsthal auch an die Gemeinde Balsthal, die den Saalfliegern die Dreifachturnhalle «Haulismatte» zur Verfügung stellt. Die «Wetterbedingungen» in der Halle waren anspruchsvoll, mit teilweise turbulenten Bedingungen. Dies ist insbesondere in der Klasse der grossen, dabei sehr leichten und sehr leistungsfähigen F1D-Flieger eine grosse Herausforderung. Das Teilnehmerfeld ist ein Abbild der Saalflug-Baukurse von Christian Gugger. So fanden sich in der anspruchsvollen F1D-Kategorie unter den sieben Startern drei Kursteilnehmer von 2023. Geflogen wurden sechs Durchgänge, wobei die längsten zwei Flüge die Wertung bestimmen. In der Kategorie F1D setzte sich der amtierende Schweizer Meister Dieter Siebenmann (MG Dübendorf) gleich zu Beginn mit einem Flug von 10 Minuten 47 Sekunden an die Spitze. Ihm gelang dann im 5. Durchgang der längste Flug des Tages mit 11:18. Das reichte zur Verteidigung des Schweizer-Meistertitels in der Kategorie F1D mit 22:05 Gesamtflugzeit. Zweiter im Zwischenklassement war lange Zeit Giancarlo Polla (MG Fehraltorf). Mit einem Flug über 10:43 wurde er im fünften Durchgang von Christian Gugger (MG Buchs) auf den dritten Platz gesetzt. Die drei Erstplatzierten liegen in der Gesamtflugzeit der beiden besten Flüge nur 1 Minute 40 Sekunden auseinander. Der Abstand zum



viertplatzierten Andreas Koch (MG Huttwil) ist mit 4 Minuten 35 Sekunden schon grösser. Durch die sehr langsame Fluggeschwindigkeit und das sehr langsame Entladen des 0,4-Gramm-Gummimotors kann die Halle gut ausgenutzt werden. Hier wird oft auch ein Verstellpropeller eingesetzt, um den Flugraum besser zu nutzen.


In der Kategorie F1M-L lagen alle Starter im ersten Durchgang unter 4 Minuten. Im zweiten Durchgang erreichte Armin Bader (MFG Balsthal) mit 6 Minuten 24 Sekunden die längste Flugzeit der Kategorie. Er verteidigte seinen Vorsprung bis zuletzt und ist Schweizer Meister 2023 mit einer Gesamtflugzeit von 12:20. 53 Sekunden dahinter liegt Urs Muntwyler (MV Bern) mit 11:27, vor Rainer Saner (MFG Balsthal) mit 10:45. Auch hier liegen die drei Erstplatzierten mit den zwei Wertungsflügen nur 1:35 auseinander. Die Hallendecke und die Stahlträger sind in dieser Kategorie eine grosse Herausforderung. Die Modelle steigen schnell hoch und kollidieren immer wieder mit der Decke oder den Metallträgern. Von den Piloten kann das Flugzeug mittels Stangen von vorne gelenkt werden. Dies bedingt viel Feingefühl und gute Planung. Die Veranstalter und Wettbewerbsleiter Christian Gugger planen, die nächste Schweizer Meisterschaft später im Winter durchzuführen. So haben die Saalflug-Piloten noch mehr Zeit zum Trainieren. Wer auch vom idealen Saalflugwetter profitieren will, für den hat Christian Gugger oder einer der Teilnehmenden sicher einen passenden Vorschlag.




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