Funktionssicherheit und Übertragungssicherheit im Modellflug
Wer hat nicht schon Zweifel gehabt, ob sein Flugmodell in jeder Situation steuerbar ist oder war? Der Wechsel auf die neuen Frequenzbänder und die modernen Übertragungsprotokolle wurde als Schritt in die Zukunft mit garantierter Störsicherheit angepriesen. Was war Wunschenken und was war Realität?
Antworten:
Es gibt einige Grundsätze, die nicht wegzudiskutieren sind, deren wir uns aber nicht bewusst sind oder die Werbung nicht wahrhaben will.
- Eine Störung auf einer funkbasierenden Datenübertragung kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Selbst mit redundanten Systemen, verschiedenen Frequenzbändern, kann das Risiko einer Störung verringert, aber nie ausgeschlossen werden.
- Sowohl Sender als auch Empfänger können ein technisches Problem haben, auch wenn wir den Komponenten noch so Sorge tragen. Empfänger und Servos sind einer nicht unerheblichen mechanischen Belastung ausgesetzt: G-Kräfte im Flug, Schläge bei Landung, Vibrationen von Antrieben.
- Die heutigen Systeme sind alle software-basierend. Auch hier kann ein Fehler nie mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, ist abhängig von der Qualität der Entwicklung.
- Normen werden eingeführt, verändert, verbessert – verbessert für wen?
Die Industrie, die uns den Funkkontakt zu unseren zu steuernden Modellen ermöglicht, versucht ihr Bestes zu geben und uns vor Überraschungen, sprich Abstürzen, zu bewahren.
Die für den Modellflug benutzten Technologien stammen von der Industrie, wo sie anderweitig schon lange eingesetzt werden und sich bewährt haben. Auch die Elektronik-Komponenten werden anderweitig millionenfach eingesetzt, also keine Sonderanfertigung nur für den Modellflug.
Dazu gehört auch das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen, das mit der vor 5½ Jahren eingeführten Norm EN 300-328 eine Verbesserung der Kommunikationssicherheit herbeigeführt hat. Diese Norm verlangt, dass jeder Sender, der ein Datenpaket im 2,4-GHz-Band absenden will, vorgängig den entsprechenden Kanal abhören muss, bevor effektiv gesendet wird. So können Kollisionen wesentlich reduziert werden.
Die Einführung der Norm verlangte von der Industrie entsprechende Anpassungen an den Sendern, die zum Teil nicht auf Anhieb zufriedenstellend funktionierten. Auch waren Empfänger von Drittanbietern mit den veränderten Protokollen nicht 100% zurechtgekommen. Alles kalter Kaffee, oder bist du doch noch skeptisch und zurückhaltend?
- Kontrolliere die Software-Version deines Senders, bringe sie auf den neusten Stand. Auch wenn du das Gefühl hast, die aufgeführten Änderungen/Verbesserungen betreffen dich nicht: Die Hersteller veröffentlichen nicht alle Details ihrer Modifikationen, können aber für den allgemeinen Gebrauch durchaus von Bedeutung sein (verbesserte SW-Filter, veränderte SW-Abläufe und mehr).
- Vergewissere dich, ob es für deine Empfänger auch Software-Updates gibt, wenn ja, ebenfalls erneuern!
- Wie alt ist dein Empfänger, entspricht er den neusten Anforderungen oder bestehen vonseiten des Produzenten Restriktionen oder gemeldete Inkompatibilitäten? Sollte er nicht doch gelegentlich ersetzt werden?
Verschiedene Sender haben die Möglichkeit, die Daten des Rückkanals zu speichern (auch wenn du keine Rückkanäle verwendest, die Empfängerspannung und die Signalstärke am Empfänger wird gemeldet). Kontrolliere nach dem Flug die Log-Daten auf Ungereimtheiten von Daten, zeitliche Lücken, fehlende Daten, Failsave. Wenn dies der Fall sein sollte, ist eine Überprüfung deiner Anlage angezeigt. Sind die Daten aber lückenlos und konsistent, kannst du von einer einwandfreien Datenübertragung ausgehen. Hast du trotzdem Flugprobleme oder gar Abstürze, musst du das Problem anderweitig suchen: Empfängerspannung, Strömungsabriss wegen zu geringer Fluggeschwindigkeit oder Turbulenzen im Flugraum, mechanische Probleme an Servos oder Modell.
Auch ein Reichweitentest gemäss Herstellerangaben kann dir aufzeigen, ob der funkttechnische Teil deiner Anlage noch fit ist. Wie habe ich meine Failsave-Einstellungen programmiert, wird der Motor gedrosselt?
Falls du trotz aller Bemühungen mit deiner Anlage und dem Modell nicht zurechtkommst, analysiere es mit Kollegen oder Experten. Manchmal braucht es viel Fingerspitzengefühl und Beharrlichkeit.
Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg beim «ungestörten» Modellflug. ■
Paul Rudolf ist technischer Berater, Ressort Infrastruktur des SMV

DIE PC-21-STORY

Neuigkeiten von HEBU

WEISCH, WASI MEINE? 125 JAHRE AERO CLUB DER SCHWEIZ

CORSAIR F4U – EIN WARBIRD MIT EINPRÄGSAMER OPTIK

STOLZ UND GUTE IDEEN

ATOM, DER NEUE DOPPELDECKER VON CPLR

52. COUPE DES ALPES 2026

HORIZON HOBBY/LEMACO NEWS:MICRO OV-10 BRONCO 645 MM VON E-FLITE

EUROPAMEISTERSCHAFTEN F3A IN ST-MACAIRE, FRANKREICH

WILLKOMMEN, NEUES MITGLIED!

FREIFLUG IM HOCHSOMMER

EURO CONTEST GLIDER ACRO TOUR ÖSTERREICH 2026

VON DER JUGEND FÜR DIE JUGEND

EINBLICKE IN DIE WASSERFLUGGESCHICHTE

TEAMMANAGER «THIS» BOSSHARD

Neuigkeiten bei Leomotion.com

STADTPARTNERSCHAFT

FERIENPLAUSCH 2026 BEI DER MG USTER

SCHNUPPERTAG BEIM MFV WETTINGEN

34. ALPINES MODELLFLUGLAGER HAHNENMOOS

KLEINE VORBILDÄHNLICHE SEGLER

COUPE DES ALPES – BEOBACHTEN UND LERNEN

REGION NOS – EIN ZENTRUM DES ELEKTROFLUGS

VON 0 AUF 100

NEUIGKEITEN VON HEBU

ERINNERUNGEN

WEISCH, WAS I MEINE? IM LAND DES LÄCHELNS
