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Wenig Ramsch, immer mehr Qualität


Brislacher Modellbaubörse

Die Nordwestschweizer Modellbaubörse ist längst fester Bestandteil der Agenda eines jeden Modellfliegers. Am 6. April 2019 fand dieser auch überregional beliebte Anlass in der Brislacher Turnhalle bereits zum 19. Mal statt. Schon um 7 Uhr standen erste Frühaufsteher vor der Halle, sichtlich bemüht, einen möglichst gut platzierten Tisch zu ergattern, um ihre Ware optimal präsentieren zu können. Aber auch potenzielle Käufer liessen nicht lange auf sich warten, denn schliesslich will man sich ja kein Schnäppchen entgehen lassen. Die Palette der Ware reichte wie gewohnt von Segelflugzeugen,

Motorflugzeugen und Helikoptern über Elektromotoren, Verbrennungsmotoren und Klein-teile jeder Art bis hin zu Fernsteuerungskomponenten und kompletten Steuerungen. Bezüglich der Qualität des Materials ist in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung festzustellen. Heruntergekomme-ner Ramsch ist kaum mehr zu

finden. Stattdessen wird immer häufiger auch Neues angeboten. Vor allem im Sektor Flugzeuge. Hier spielen die baufertigen Segelflugzeuge mit Elektromotor und die elektrisch betriebenen, akrotauglichen Motorflugzeuge aus Elapor eine stets wichtigere Rolle. Die Brislacher Modellbaubörse ist aber auch ein beliebter Treffpunkt der Modellfliegerszene. Hier kann man sich mit Gleichgesinnten über vieles austauschen und Kollegen treffen, die man über Jahre aus den Augen verloren hat. Seit jeher führt der veranstaltende Modellflugverein Brislach an der Börse auch eine kleine, aber feine Festwirtschaft. Spitze Zungen behaupten, einige Besucher würden nur schon der saftigen Steaks und der guten Bratwurst wegen den Weg nach Brislach unter die Räder nehmen.

Am frühen Nachmittag lichteten sich die Reihen dann nach und nach. Manch einer wollte wohl seine «Neuanschaffung» möglichst noch am selben Tag in den Himmel steigen lassen.

*Willy Buchwalder,
Modellflugverein Brislach*




Kleiner Verein – grosses Jubiläum


40 Jahre Modellfluggruppe Gauset

Die Modellfluggruppe Gauset gehört zu den kleineren in der Region Nordwest. Aber sie verfügt über ein sehr schönes Fluggelände und: Sie konnte unlängst ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern.

Die diesjährige Modellflugaussstellung der Modellfluggruppe Gauset stand im Zeichen des 40-Jahr-Jubiläums des Vereins. Es war eindrücklich, was die Mitglieder der eher kleinen Gruppe in der Bretzwiler Turn-

halle präsentieren konnten. Die rund 80 gezeigten Modelle stellten einen Querschnitt der modellfliegerischen und -baulichen Aktivitäten dar: Segelflug, Motorflug, Jet – topmodern, aber auch historisch. Eine Augenweide waren dabei einerseits Jet-Modelle, die der Erbauer komplett selbst gebaut hatte – einschliesslich der Form und allem –, und andererseits eine Antonov An-2 im Rohbau – mit viel Geschick und Geduld ab den Originalplänen aufgebaut. Aber auch die historischen Segelflugzeuge, erbaut von Vereinsmitglied Ernst Ger-

ber, stiessen auf viel Bewunderung.

Auf dem Fussballfeld gab es dann auch Action. Mitglieder der Gruppe führten den Besuchern vor, was Modellflug heute ausmacht. Mindestens soweit das auf dem Gelände eines Fussballfeldes möglich ist. Die Turbinenvorführung blieb entsprechend auf die reine Demo des Antriebs ohne Flug beschränkt. All das Gezeigte und Vorgeführte gab unter den begeisterten Besuchern zu reden. Im Fliegerbeizli bot sich dazu die beste Gelegenheit, die auch ordentlich genutzt wurde.


Modellflugprominenz beim Apéro

Den Höhepunkt der Wochenendveranstaltung bildete der Jubiläumsakt am Sonntagmorgen im Rahmen eines Apéros. Rund 30 Gäste waren der Einladung gefolgt, unter ihnen durchaus modellfliegerische Prominenz. So liessen es sich «der oberste Modellflieger» Adi Eggenberger, Präsident des Schweizerischen Modellflugverbands (SMV), Romeo Spaar, Präsident des Regionalen Modellflugverbands Nordwest, sowie Nicolas Spaar, beim SMV für die Finanzen

verantwortlich, nicht nehmen, in Bretzwil auf die Modellfluggruppe Gauset anzustossen. Gauset-Präsident Peter Wagner liess bei dieser Gelegenheit die Geschichte der Gruppe Revue

passieren und beschrieb die aktuellen Aktivitäten des Vereins. Dabei hob er die verschiedenen Bestrebungen im Bereich der Nachwuchsförderung hervor. Romeo Spaar über-

reichte der Gruppe im Namen des Regionalverbands einen Jubiläumspokal.

*Peter Wagner und Roland Schlumpf*




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