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Schweizer Meisterschaft F4C in Lodrino

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Bei sehr guten äusseren Bedingungen konnten am 24. und 25. September 2011 die Schweizer Meisterschaften F4C in Lodrino durchgeführt werden. Organisiert wurden diese Meisterschaften von der Gruppo Aeromodellisti Molinazzo Bellinzona (GAMB). Die Organisation lies keine Wünsche offen und die Veranstaltungen wurden sehr gut besucht. Besonderes Highlight dieser Meisterschaften war sicherlich auch die sehr gute internationale Besetzung, wobei mit Stephan Völker (3. WM Dayton) und Gianluca de Marchia (2. WM Dayton) sicher besonders starke Konkurrenz mit am Start war.

Erstmals wurden an einer Schweizer Meisterschaft der Kategorie F4C in der Helikopter-Klasse eine Semi-Scale-Meisterschaft durchgeführt. Diese neue Klasse wurde auf Anregung von Andre Meylan mit in den Wettbewerb aufgenommen, um dem Nachwuchs eine günstige Möglichkeit zu bieten, in die Wettbewerbsklasse einzusteigen. Bei dieser Klasse zählt die Baubewertung, bei der eine einfache 3-Seiten-Ansicht eines Originals reicht, nur 20 Prozent, die Flugwertung jedoch 80%. Das anspruchsvolle Flugprogramm



entspricht der regulären F4H-Klasse, damit steht die modellfliegerische Leistung eindeutig im Vordergrund. In dieser Klasse können Nachwuchspiloten mit relativ geringem Aufwand den Einstieg in einen sehr attraktiven Wettbewerb wahrnehmen, ohne einen exorbitant hohen Bauaufwand betreiben zu müssen. Der Zeitaufwand für Bau und Dokumentation für die Teilnahme an der Scale-Klasse wird vielfach als Hinderungsgrund für eine Teilnahme angeführt. Die erste Meisterschaft in der Semi-Scale-Klasse hatte zwar noch nicht den erhofften «Ansturm» an Teilnehmern, jedoch lassen die Reaktionen der Piloten und des Publikums darauf hoffen, dass dies nächstes Jahr anders sein wird. Attraktivität und hohes fliegerisches Niveau bietet die Klasse auf jeden Fall, und es wäre den Initianten zu wünschen, dass eine entsprechend hohe Teilnahme die Bemühungen belohnt.

Es nähert sich an dieser Stelle vielleicht auch einmal der Zeitpunkt darüber nachzudenken, eine F4C-Semi-Scale-Klasse einzuführen. Wenn man den Bauaufwand sieht, der an der diesjährigen WM in Dayton von einigen Nationen betrieben worden ist, könnte es künftig



schwierig werden, Nachwuchspiloten zu motivieren, den Aufwand für Bau und Detailgenauigkeit auf sich zu nehmen. Für den Einstieg in die «Formel 1»-Wettbewerbsklasse könnte Semi-Scale durchaus positive Auswirkungen haben. Die Teilnehmerzahlen in der Promotionsklasse F6A und F6B, und

auch die Zuschauerzahlen, sollten zum Nachdenken anregen. Der Gruppo Aeromodellisti Molinazzo Bellinzona an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Organisation und Ausrichtung der diesjährigen Meisterschaft F4C.

rb/smv



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