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Projekt: Fliegst du schon oder träumst du noch (davon)?

von Kurt Kneubühler
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«Sag den Schülern dann, dass das alles Physik ist!», trichterte mir der Physiklehrer ein. Ich habe es den Schülern nicht nur gesagt, wir haben Physik gemacht!


Der Ansporn

Im «modell Flugsport» 3/2010 hat Emil Giezendanner gefragt, wo denn das Thema (Modell-) Fliegen in der Schule noch Platz finde. Das war für mich der Ansporn, ein Projekt in diesem Bereich anzubieten. Der Vorschlag wurde von der Schulleitung bewilligt und so durfte ich an der Kantonsschule Willisau das Projekt durchführen.


Im Nu ausgebucht

Die zehn Plätze waren im Nu ausgebucht, fünf Mädchen und fünf Knaben wollten «fliegen». Wir bauten Papierflieger, einen UHU-SAL-Slipper und einen Heissluftballon. In Theorieblöcken wurde verdeutlicht, wie und weshalb die Dinger überhaupt fliegen oder welches Gewicht der Heissluftballon heben kann. Im schuleigenen, von Maturanden erbauten Windkanal führten wir Versuche durch, um die Theorie verständlicher zu machen.


10 startklare Flugzeuge

Während der ganzen Zeit übten die Schülerinnen und Schüler, am Simulator ein Flugzeug und einen Helikopter zu steuern. Dabei wurde sogar das Mittagessen gestaffelt eingenommen, damit der Simulator optimal ausgenützt werden konnte.



Für einige war das Bauen des SAL-Slippers gar nicht so einfach, musste doch pingelig genau und erst noch nach Bauanleitung und Plan gearbeitet werden. Schlussendlich waren aber alle 10 Flugzeuge startklar. Am letzten Nachmittag, endlich hatte der Regen aufgehört, gingen wir gemeinsam aufs Flugfeld der FLUGBOX.CH. Jetzt zeigte sich, wer präzise gearbeitet hatte. Bald hatten wir den Dreh raus mit dem SAL-Slipper – und Adrian konnte gar nicht mehr aufhören.


Glücklicherweise keine Abstürze

Gleichzeitig konnte nun gezeigt werden, was das Üben am Simulator gebracht hatte. Man war so richtig aufgeregt vor dem Erstflug. Mit der grosszügigen Unterstützung des Fachgeschäftes Spiel und Flugbox AG in Willisau hatten alle Gelegenheit, mit Heli und Flugzeug rumzukurven. Herzlichen Dank den beiden geduldigen Fluglehrern Tom und Luky. Ausgerüstet mit Lehrer/Schüler-Anlagen und viel Erfahrung gab es höchstens brenzlige Situationen, aber glücklicherweise keine Abstürze. Einige Kids hatten sich das trotzdem ein bisschen einfacher vorgestellt. Als Talent entpuppte sich Abira, die den Heli schon nach wenigen Minuten im Griff hatte. Gut zeigte Crazy-Pilot Chappi sein 3D-Akroprogramm erst später. So war noch nicht verraten, zu was ein Heli neben dem Schweben sonst noch fähig ist.

Alles in allem: ein gelungenes Projekt – und absolut schultauglich!


Kurt Kneubühler




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