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Bauen und Fliegen

von Oskar Itel
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Seit mehr als 25 Jahren experimentiere ich mit Elektroantrieben an verschiedenen Modellkategorien. Einmal mit Erfolg, aber auch mit Enttäuschungen. Was aber in den letzten drei Jahren auf den Markt kam, ist enorm. Die Auswahl wird durch die Vielfalt der Artikel immer schwerer.


Vor kurzer Zeit las ich im FMT (2/07) einen Neuheiten-Artikel über Aussenläufer von MVVS-Motoren mit fester Ummantelung, doppelter Lagerung und angebauten Steckkontakten für den Regler. Dies ging nicht mehr aus meinem Kopf. Im Internet suchte ich weitere Informationen und fand den 5,6/960 Redliner. Da ich wusste, dass Topmodel Importeur von MVVS ist, nahm ich mit dieser Firma Verbindung auf und in weniger als 14 Tagen erhielt ich den ersten in die Schweiz gelieferten Motor dieser Serie. Eine Augenweide ist dieser



Einige Daten
Motor:MVVS 5,6/960 redliner
Spannung12 V
Lipo3–4
Betriebstrom35–45 A
Max. Gewicht65 A 20s
270 g
Lipo:Dualsky, 3S 2P
11,1 V
4500 mAh
12–15 C, kurzzeitig 20 C
Regler:Jeti, Adv. 75–3P Opto
Modell:Marabu-Hochdecker
Spannweite180 cm
Fluggewicht2,9 kg
PropellerAPC 11 × 8 normal
Max. Strom im Stand40 A
Empfänger-BatterieNiCd. 1400 mAh


CNC-gefräste Motor mit Lüfter und Kühlnuten. Im «Hangar» lag noch ein Rohbau eines Marabu-Hochdeckers, welcher allerdings nicht für Elektroantrieb vorgesehen war und einen entsprechend mittelschweren Aufbau aufwies. All dies hinderte mich nicht, den eingeharzten Motorspant im Epoxidrumpf so auszufräsen, dass der nur 270 Gramm schwere Elektroneuling in die Rumpfnase passte. Ein Kopfspant aus 2 mm Alu mit Montage und Kühlbohrungen wurde wie bei einem Seglerrumpf mit 4 mm Flugzeugsperrholz eingeharzt. Alle restlichen Einbauten wurden so weit vorn wie möglich platziert. Eine Bleizugabe von ca. 200 Gramm liess sich trotzdem nicht vermeiden. Drei Wochen nach Erhalt des Motors war Erstflug

angesagt (Rentnereile). Ein Gruppenmitglied wagte den Erstflug, weil meine Finger schon vor dem Anrollen zitterten. Der Erstflug gelang problemlos. Es war genügend Leistung vorhanden. Anfängliche Kopflastigkeit wurde behoben und in der Zwischenzeit fliege ich das Modell selbst. Wie es sich für einen Trainer gehört, lassen sich einfache Figuren gut fliegen. Für einen norma-



len Flug benötigt man nur etwa die Hälfte bis drei Viertel am Gashebel. Eine Erwärmung der Antriebseinheiten ist kaum spürbar. Ich bin überzeugt, dass mit diesem Antrieb Motormodelle zwischen 150 und 180 cm Spannweiten mit drei Lipos geflogen werden können.

*Oskar Itel, MG Diessenhofen*




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