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Aus neu macht neu – jetzt leuchtet der Stern

von René Stoll
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Neue Tuningteile für den Gaui Hurricane 550 von eflight im Einsatz


Schon viele Flüge in der herkömmlichen Konfiguration gemacht

Ich war zufrieden, doch etwas mehr Power und eine bessere Optik sind immer gut. Also mussten alle Tuningteile her. Über Sinn oder Unsinn dieser Aktion muss jeder Leser selber urteilen. Um es vorweg zu nehmen: Der Heli ist nun richtig g ...! Eine echte Augenweide sind die edlen Teile. In lichtgrauem Aluminium, sauber gearbeitet, leicht, robust und präzise. Am meisten war ich auf die Leistungszunahme gespannt, die der neue 1500w-Tuningmotor verspricht.

Wird aus dem Hurricane 550 doch noch ein echter 3D-Heli? Weiter habe ich den originalen Drehzahlsteller gegen einen Elektronik JAZZ 80-06-18 getauscht. Von den Holzrotorblättern habe ich mich schon lange verabschiedet und ich verwende die HeliTec 515 CFK. Auch mit den originalen Paddeln konnte ich mich nicht anfreunden und ich habe die extraleichten Align-Paddel für den 600er-T-Rex getestet. Vor allem die Optik dieser Paddel hat mich angesprochen, doch leider zeigt der Hurricane Tendenz zum Aufbäumen, sodass der schnelle Geradeausflug



ein Wellenritt wurde. Die gelben JR-Paddel sind ca. 2 Gramm leichter und etwas grösser als

die Original-Paddel. Damit sind die Flugeigenschaften sehr überzeugend geworden.



So wirds gemacht

Grundsätzlich habe ich alle erhaltlichen Tuning-Teile verbaut. Das heisst, den gesamten Rotorkopf und die Umlenkhebel, Motor und Getrieberitzel. Das neue CKF Chassis werde ich mir wohl eines Tages auch noch gönnen. Ich hoffe, dass es im Laufe der Zeit auch noch Tuningteile für die Heckanlenkung und den Heckrotor gibt. Der Umbau ist einfach. Es lohnt sich, sich an die Bauanleitung zu halten, damit keine Unterlagsscheiben vergessen gehen und sich auch keine anderen Fehlerchen einschleichen können. Wieder heisst es: nicht mit Schraubenfestiger sparen. Nach dem Ersetzen der Push-Pull-Anlenkhebel ist es nötig, das Gestänge anzupassen. Es ist sehr wichtig, auf Leichtgängigkeit zu achten, sonst nützt das ganze schöne Tuning nichts. Ein kleiner Trick: die Kugelpfannen auf den Kugelköpfen mit einer Flachzange etwas zusammendrücken, aber wirklich vorsichtig, damit sie leichtgängiger werden. Mann braucht etwas Fingerspitzengefühl, übertreibt man bei dieser Aktion, kann es passieren, dass die Verbindung Spiel bekommt. Eine andere Möglichkeit ist es, die Kugelpfannen mit einem Spezialwerkzeug auszureiben. Zu beachten ist, dass die Umlenkhebel GA204612 für die Push- und Pull-Anlenkung nicht ohne Unterlagsscheiben verbaut werden. Sonst kann es passieren, dass die Schrauben, mit denen die Kugelköpfe befestigt sind, am Tuningmotor streifen. Das kann zu Störungen führen. Der neue Motor ist doch einiges

grösser und 32 Gramm schwerer als der Originalmotor und passt nur ganz knapp. Da habe ich zur Feile gegriffen und dem Motor etwas mehr Platz verschafft. Neu gibt es jetzt auch eine GFK-Haube. Da die PVC-Haube leichter ist, habe ich mich für diese Variante entschieden. Es ist etwas ärgerlich, dass die Haube im Bereich der Befestigungsgummis nicht stabil genug ist. Sie reisst aus und es ist nicht mehr möglich, die Haube wieder zu befestigen. Da hilft dünne Glasfasermatte mit PVC-Kleber. Die Gummis immer schön mit Silikonfett behandeln hilft auch. Inzwischen habe ich mir verschiedene Hauben zugelegt, in verschiedenen Designs. Der Motor ist echtes «Tuning»! Die Leistungszunahme ist erheblich. Warnung! Der Motor darf nur mit einem 12er-Ritzel betrieben werden. Weiter ist es unbedingt nötig, die Getrieberitzel zu wechseln. Es gibt neue OK-Ritzel, d.h. die neuen Ritzel haben einen weissen OK-Stempel, die halten mehr aus. In meinem Fall machte ich den Erstflug mit dem Tuningmotor und


Fakten:
Länge:1060 mm
Höhe:305 mm
Breite:85 mm
Rotordurchmesser:1140 mm
Rotorblätter:515 mm
Heckrotordurchmesser:222 mm
Abfluggewicht:2340 g

(Testmodell mit ePower 3s2p 4200 mAh Lipos)


dem «alten» Ritzel: Der Spass hat gerade 3,5 Minuten gedauert und das Ritzel war weg. Das Zahnflankenspiel muss genau eingestellt werden. Die Einstellarbeit ist ziemlich fummelig, aber es lohnt sich, hier Zeit zu investieren. Die Ritzel werden es mit einer langen Lebensdauer danken. Weiter habe ich an meinem Hurricane festgestellt, dass das vordere Ritzel des zweistufigen Getriebes am Chassis streift. Also wurde das Chassis im entsprechenden Bereich etwas abgefeilt.


Aber jetzt wird geflogen!

Der Rotor dreht mit 2200 Umdrehungen – ich glaube, da liegt das Maximum für diesen Heli. Der Regler ist im Heli-Modus, d.h. der Regler hält die vorgewählte Rotordrehzahl konstant. Die Gas-Kurve ist linear und bei ca. 50% schön tief, damit der Regler viel nachregeln kann. Der Weg am Heckservo beträgt 140%, damit ist die Pirouetten-geschwindigkeit gut. Pitch ist bei +12/–11 Grad eingestellt. Mehr Negativ-Pitch funktioniert nicht, da sonst die Taumelscheibe an der Taumelscheibenführung ansteht, falls der Pilot voll ziehen muss. Nach dem Umbau ist es nötig, wieder alles neu einzustellen und zu kontrollieren. In der Luft ist der Hurricane nun nicht wieder zu erkennen und macht seinem Namen alle Ehre. Power satt! Schweben, dann voll Pitch, der Heli schiesst in den Himmel; Freude herrscht! Er geht durch alle Manöver, die dem Piloten einfallen und die er drauf hat. Mit den HeliTec-Blättern und den JR-Paddeln liegt er

wie ein Brett in der Luft; auch bei richtig viel Wind. Hoch und runter auf dem Rücken oder normal. Nur im richtig schnellen Rückwärtsflug ist das Heck etwas schwammig. Der Hurricane ist nun ein echter 3D-Heli. Knackig, wendig, mit viel Power, eine Konkurrenz, die wahrgenommen werden will. Natürlich hat sich die Flugzeit verkürzt. Aber das ist bei dieser Leistungszunahme nicht verwunderlich. Mit der beschriebenen Konfiguration und Kräfte zehrendem Flugstil liegt sie bei ca. 6 Min. Der Motor wird ziemlich warm. An richtig heissen Sommertagen ist für gute Belüftung zu sorgen. Auch der Stromverbrauch der Servos ist gestiegen, so dass der 900er-Akku nach zwei Flügen nachgeladen werden muss. Noch ein Wort zu den Lipos. In der Testphase habe ich die bereits erwähnten EMax-3s-4400-mAh-Zellen und die ePower 3s2p 4200 mAh von eflight.ch benutzt. Ich habe das Gefühl das die ePower-Zellen besser den Strom abgeben, die Spannungslage ist definitiv besser. Mit den ePower-Zellen musste ich die Drehzahlregelung um ca. 6% zurücknehmen, um nicht über die 2200 Umdrehungen zu kommen. Auch sind die ePower-Zellen ca. 30 Gramm leichter pro 3s Pack.

Der Winter steht vor der Türe, die Flugsaison neigt sich dem Ende zu, jedenfalls für die meisten von uns. Also, warum nicht ein neues Projekt für die Werkstatt?

Fröhliches Tuning und viel Spass
René Stoll

Modellbauzubehör zum Abheben!

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