Sport

Alles nur «Einstellungssache», oder mehr?

von Arnold Jakob
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Motor- und Kunstflugtreffen

Einige neugierige Piloten wollten es genau wissen und mitten-drin statt nur dabei sein. Die Frage stellt sich: Ist alles nur eine «Einstellungssache»? Für die Faszination Motorflugtraining liessen sich über 10 Piloten überzeugen und entschlossen sich dazu, am Trainingstag in Wil SG dabei zu sein. Das alles mit dem Ziel, Neues dazuzulernen und zu verstehen, um schlussendlich einen Schritt weiterzukommen.

Viel Wissen und fliegerisches Können wurde von den Piloten schon mitgebracht, für Fragen und Hilfestellungen, sei es beim Fliegen oder bei den Einstellungen am Modell und bei der Steuerung, hat sich Matthias Bosshard mit seinem grossen Wissen zur Verfügung gestellt. Nochmals vielen Dank an Matthias. Auch den Organisatoren vom Modellflugverein Wil SG ein herzliches Dankeschön!

Darauf kommt es an: Wie viel Ausschlag der Ruder ist optimal, wie viel Progression ist nötig, welche Mixer und wel-

che Flugzustände machen Sinn? Wie kontrolliere ich, ob der Schwerpunkt korrekt ist? Was passiert, wenn die Ruderhebel nicht optimal angelenkt sind? Laufen beide HLW-Ruder gleichmässig und haben diese denselben Endausschlag? Es ist wichtig, dass am Ruder selber gemessen wird, die Einstellung am Sender entspricht öfters nicht den tatsächlichen Ausschlagwerten.

Das sind einige Themen, die für alle Piloten wichtig sind, egal, ob Freizeitflieger, Spass- oder Wettbewerbspilot. Natürlich kann jeder Pilot seine eigenen



Vorlieben, wie die der Schalter etc., nach seiner Gewohnheit einstellen.

Ein Flieger, der gut eingestellt ist und somit nicht dauernd korrigiert werden muss während des Fluges, ist wesentlich

einfacher zu fliegen und macht eindeutig mehr Freude. Jeder Pilot, der das schon mal erlebt hat, ist davon überzeugt.

Selbst eine einzige Einstellungskorrektur kann bis zu 20 Testflüge notwendig machen, um herauszufinden, ob die Veränderung eine Verbesserung gebracht hat.


Üben, nicht nur hirn

Nach dem Einstellen geht es an das Üben, Hirnen allein reicht nicht aus.

Anstatt alleine bei der Lösungssuche festzustecken, gehen wir die Sache gemeinsam an. Grübeln wir ununterbrochen und alleine an einem Problem, neigen wir dazu, in immer gleichen Bahnen zu denken.

Je mehr wir wissen, umso grösser ist das kreative Potenzial. Auch Jugendliche können schon dabei sein, sie haben sogar einen Vorteil gegenüber Erwachsenen. In der Regel sind sie interessiert an allem, was neu ist. Eine Sache muss nicht in erster Linie kostbar sein, solange sie geheimnisvoll ist, verdient sie Aufmerksamkeit. Kreative Individuen, Junge oder reife Erwachsene bewahren diese Neugier bis ins hohe Alter.

Wer bis ins hohe Alter fit bleiben möchte, kann sein Gehirn



mit anspruchsvollen Hobbys und mit Bewegung (Sport) trainieren. Das Gehirn behält auch im Alter die Fähigkeit, neue Nervenzellen (neuronale Verbindungen) zu bilden und mit-

einander zu verknüpfen. Freuen Sie sich am Unbekannten und Fremden. Und weil das Unbekannte kein Ende nimmt, nimmt auch die Freude kein Ende.



Also ist es doch so: Wir fliegen, wie wir einstellen und entsprechend unserer Lernbereitschaft und dem Training!

Wer die Teilnahme verpasst hat, bekommt im Frühling eine

weitere Chance (a.jakob23@bluewin.ch). Diesmal wieder beim Modellflugverein Arbon-Roggwil TG.

Arnold Jakob



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